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Syrien USA unterstützen Rebellen mit Luftschlägen - Russland warnt vor Angriff auf Assad-Armee

Die USA unterstützen die von ihnen ausgebildeten syrischen Rebellen nun auch aus der Luft. Russland beobachtet das mit Sorge und warnt das Weiße Haus.

Russland hat die USA vor den Folgen von Angriffen auf die syrische Armee gewarnt. Dies würde den Kampf gegen die islamistischen Extremisten erschweren, sagte Außenminister Sergej Lawrow am Montag in Katar. Die USA hatten zuvor nach eigenen Angaben erstmals eine von ihnen ausgebildete Rebellengruppe in Syrien mit einem Luftschlag unterstützt und erklärt, sie würden diese gegen jeden Angreifer mit Luftangriffen verteidigen. "Nach unserer Ansicht verstößt diese Haltung gegen das Völkerrecht und stellt ein Hindernis auf dem Weg dar, eine einheitliche Front im Kampf gegen den Terrorismus zu bilden, darunter der Islamische Staat (IS) und die Al-Nusra-Front", sagte Lawrow.

US-Ausbildung für Rebellen

Im Mai startete das US-Militär ein Programm zur Ausbildung von bis zu 5400 Rebellen pro Jahr. Bislang wurden aber erst rund 60 eingesetzt. Sie sollen vor allem gegen die Islamisten-Miliz IS kämpfen. Am Freitag kam die US-Luftwaffe erstmals zum Schutz der neuen Truppe zum Einsatz. "Wir müssen handeln, um die Gruppe Neues Syrien, die wir ausgebildet und ausgerüstet haben, zu verteidigen", hob Pentagon-Sprecher Bill Urban hervor.

Zuvor hatte ein Regierungsvertreter erklärt, die US-Armee habe Stellungen der islamistischen Al-Nusra-Front bombardiert und damit auf einen Angriff der Islamisten auf von den USA ausgebildete Rebellen reagiert.

Warnung an Assad

Vor Bekanntgabe des US-Luftangriffs hatte der Sprecher von US-Präsident Barack Obama, Josh Earnest, am Montag den syrischen Machthaber Baschar al-Assad ausdrücklich davor gewarnt, den vom US-Militär ausgebildeten Einheiten beim Kampf gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) in die Quere zu kommen. Die USA seien zu "zusätzlichen Schritten" bereit, um die verbündeten Rebellen zu unterstützen, sagte Earnest. Bei Gefechten mit Angehörigen der der Al-Kaida nahestehenden Nusra-Front wurde US-Vertretern zufolge offenbar erstmals ein Angehöriger der Rebellentruppe getötet.

Seit vier Jahren tobt in Syrien ein Aufstand gegen Präsident Baschar al-Assad. An ihm beteiligen sich verschiedene Gruppen, die sich zum Teil selbst erbittert bekämpfen.

fin Reuters AFP

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