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Höchste Aktivität seit dem Kalten Krieg: Nato warnt: Russlands U-Boote könnten eine potenzielle Gefahr für das Internet sein

Die Nato hat im laufenden Jahr die meisten Einsätze russischer U-Boote seit dem Ende des kalten Kriegs beobachtet. Die Tauchboote könnten unter anderem die Online-Kommunikation zwischen Europa und der USA bedrohen.

Russland U-.Boot

Ein russisches Nuklear-U-Boot der Reihe Projekt 941 „Akula“ im Juli 2019: Dieser Schiffstyp stammt noch aus der Zeit des Kalten Kriegs. 

Picture Alliance

Russland verstärkt nach Nato-Angaben kontinuierlich seine Einsätze unter Wasser. Nato-Sprecherin Oana Lungescu sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND), dass allein bei einer Operation rund um Norwegen im Oktober das westliche Bündnis bis zu zehn russische U-Boote gleichzeitig beobachtet habe. Dem Bericht zufolge registrierte das Militärbündnis in diesem Jahr die größten Aktivitäten russischer U-Boote seit dem Ende des Kalten Krieges.     

Die Nato werde darauf reagieren, sagte Lungescu dem RND. Das Bündnis plane unter anderem mehr Patrouillen im Nordatlantik. Zudem solle in die moderne U-Boot-Bekämpfung aus der Luft investiert werden. Der Nordatlantik sei mit Blick auf militärische Nachschubrouten, zivile Handelswege und Kommunikationskanäle "von vitaler Bedeutung für die Sicherheit Europas", betonte die Sprecherin.    

Russische U-Boote als Teil einer hybriden Kriegsführung?

Laut RND blicken westliche Militärs mit wachsender Sorge auf die jüngsten technologischen Fortschritte der Russen. Russlands U-Boote seien neuerdings sehr viel leiser, Russlands Raketen zugleich sehr viel schneller als bisher. In diesen Tagen teste Russland gerade ein schwer aufzuspürendes Upgrade der U-Boote der Borei-Klasse. Die Schiffe sollen im Laufe des Jahres 2020 Überschall-Raketen des Typs Zirkon bekommen - von denen noch nicht genau feststehe, ob gegenwärtige westliche Abfangsysteme sie überhaupt aufhalten könnten.    

Atom-U-Boot "K-278 Komsomolez"

Zu den bei der Nato kursierenden Szenarien gehört dem Bericht zufolge auch, dass russische U-Boote die Unterseekabel zwischen den USA und Europa kappen könnten. Durch diese Kabel fließt der größte Teil der Internetkommunikation. Attacken dieser Art könnten Teil einer hybriden Kriegsführung sein, also einer Mischung offener und verdeckter Kriegshandlungen. "Seabed Warfare" (Krieg auf dem Meeresgrund) gilt demnach als großes kommendes Thema der westlichen Allianz.

rös / AFP