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Scharm el Scheich: Deutsche Urlauber bei Terror-Anschlägen verletzt

Bei den Terroranschlägen in Scharm el Scheich sind auch deutsche Urlauber verletzt worden. Das erklärte Bundeskanzler Gerhard Schröder am Samstag in Berlin. Einzelheiten nannte er jedoch nicht. Angehörige der deutschen Botschaft würden die verletzten Deutschen in Zusammenarbeit mit den ägyptischen Behörden vor Ort betreuen.

Eine Sprecherin des Auswärtigen Amts ergänzte, es gebe weiterhin keine Erkenntnisse über deutsche Schwerverletzte oder Todesopfer. Die Aufklärung laufe aber noch. Bei der Anschlagsserie in der Nacht zum Samstag kamen mindestens 75 Menschen ums Leben, darunter auch Ausländer.

"Wir werden uns dem Terror nicht beugen"

Die Bundesregierung verurteilte die Anschläge aufs Schärfste. Schröder sprach von feigen und menschenverachtenden Attentaten und sprach den Opfern und Familienangehörigen sein Mitgefühl aus. "Wir dürfen im Kampf gegen den internationalen Terrorismus nicht nachlassen", hieß es in seiner schriftlichen Erklärung. Die Anschläge der vergangenen Wochen mahnten zu noch intensiverer Zusammenarbeit, "um die immer grausamer operierenden Netzwerke des Terrors zerschlagen zu können". Alle seien gefordert, "der menschenverachtenden 'Kultur der Gewalt' entschieden entgegenzutreten".

Außenminister Joschka Fischer erklärte, der Terror habe wieder "auf besonders perfide und grausame Art und Weise" zugeschlagen. "In ihrem blinden und fanatischen Hass wollen die Terroristen Angst und Schrecken an die Stelle von friedlichem Zusammenleben und Menschlichkeit setzen." Diese Rechnung dürfe nicht aufgehen. "Wir werden uns dem Terror nicht beugen."

Krisenstab noch in der Nacht eingerichtet

Fischer kondolierte seinem ägyptischen Kollegen Ahmed Abul Gheit telefonisch im Namen der Regierung. Vom Botschafter in Kairo ließ er sich über die Lage unterrichten und informierte anschließend Schröder.

Die deutsche Botschaft richtete noch in der Nacht einen Krisenstab ein und schickte ein vierköpfiges Team nach Scharm el Scheich. Es suche in Krankenhäusern und in Leichenhäusern nach möglichen deutschen Opfern der Anschläge, sagte eine Ministeriumssprecherin. In Berlin wurde das Krisenreaktionszentrum des Auswärtigen Amts personell verstärkt. Es koordiniert seine Arbeit mit deutschen Reiseveranstaltern.

Bombenterror in Scharm el Scheich

Im ägyptischen Badeort Scharm el Scheich sind in der Nacht zum Samstag im Abstand von wenigen Minuten drei Autobomben explodiert. Die Anschlagsserie kostete nach Angaben von Gesundheitsminister Mohammed Awad Tag Eddin mindestens 75 Menschen das Leben. 119 weitere wurden nach offiziellen Angaben verletzt. Ziel der Anschläge waren zwei Touristenhotels und der Alte Markt, wo ein Cafe getroffen wurde. Innenminister Habib al Adli machte militante Islamisten für die Tat verantwortlich. Es war der verheerendste Anschlag in Ägypten seit fast zehn Jahren.

Minister Al Adli zufolge handelt es sich bei den meisten Opfern um Ägypter, mindestens acht Tote seien Ausländer. Von den Behörden verlautete, dass neben Einheimischen auch Briten, Russen, Niederländer sowie Touristen aus Saudi-Arabien, Katar und Kuwait unter den Toten seien.

Einsatzkräfte befürchten weitere Opfer unter den Trümmern

Die erste Explosion ereignete sich gegen 1.15 Uhr (Ortszeit) im Touristenzentrum Naama Bay, wo sich zahlreiche Hotels befinden. Die Detonation ließ die Empfangshalle des Ghazala Gardens einstürzen. Eines der mit Sprengstoff beladenen Fahrzeuge durchbrach die Absperrung des Hotels und explodierte anschließend, wie der Provinzgouverneur von Südsinai, Mustafa Afifi, einem Radiosender sagte. Dass es sich um einen Selbstmordanschlag gehandelt habe, bestätigte er allerdings bislang nicht. Einsatzkräfte befürchteten weitere Opfer unter den Trümmern.

Eine zweite Autobombe explodierte in der Nähe des Mövenpick-Hotels, wie ein Hotelangestellter bestätigte. Der dritte Sprengsatz detonierte in einem Minibus auf dem Alten Markt von Scharm el Scheich, der etwa vier Kilometer von Naama Bay entfernt ist. Dabei seien mindestens 17 Menschen - vermutlich alle Ägypter - ums Leben gekommen. Sie hatten vor einem Cafe gesessen.

Beliebter Badeort bei europäischen Touristen

Fenster im weiten Umkreis barsten. Rauch stieg auf. Augenzeugen berichteten von einer Massenpanik. Überall hätten Tote und Verletzte gelegen. Touristen irrten ziellos durch die dunklen Straßen des Ortes. Krankenwagen aus umliegenden Städten wurden angefordert. Das Gesundheitsministerium entsandte per Flugzeug Ärzte von Kairo nach Scharm el Scheich. Zu den Anschlägen bekannte sich zunächst niemand.

Der Ort auf der Sinai-Halbinsel am Roten Meer ist bei israelischen und europäischen Touristen sehr beliebt. Die Anschläge vom Samstag waren die verheerendsten seit 1997. Damals hatten islamistische Attentäter bei den antiken Stätten von Luxor 58 Touristen und vier Ägypter getötet. Vor neun Monaten hatte es in den Ferienorten Taba und Ras Schitan auf der Sinai-Halbinsel eine Reihe von Sprengstoffanschlägen gegeben, bei denen 34 Menschen ums Leben kamen.

Der ägyptische Tourismusminister Ahmed al Maghrabi sagte dem Sender Nile News Channel, die Anschläge hätten das Ziel, die Menschen zu verängstigen und sie vom Reisen abzuhalten. Trotzdem würden sie der für Ägypten so wichtigen Tourismusindustrie nicht schaden.

Ein Sprecher des amerikanischen Außenministeriums verurteilte die Anschläge und bot der ägyptischen Regierung Hilfe an. Es gebe keine Entschuldigung, unschuldige Zivilisten anzugreifen.

Reiseveranstalter: Keine Erkenntnisse über verletzte Deutsche

Die großen deutschen Reiseveranstalter haben bislang keine Erkenntnisse über betroffene deutsche Touristen nach den Anschlägen in dem ägyptischen Badeort Scharm el Scheich. "Wir haben derzeit rund 900 Reisende in der Region, die bereits alle persönlich von unseren Reiseleitern kontaktiert wurden", sagte Cook-Sprecher Steffen Milchsack der Nachrichtenagentur DPA am Samstagmorgen. "Diese deutschen Touristen sind alle wohlauf. Viele haben gar nichts von den Attentaten mitbekommen und erst heute beim Frühstück davon erfahren", sagte der Sprecher. Auch TUI-Sprecher Robin Zimmermann sagte: "Soweit wir bislang wissen, ist von unseren rund 1600 deutschen Touristen niemand betroffen."

Bislang habe keiner der Cook-Urlauber den Wunsch geäußert, vorzeitig abzureisen, sagte Milchsack. Thomas Cook hat rund 45 Hotels in der Region. Keines davon sei von den Anschlägen betroffen. "Für deutsche Touristen ist Ägypten wegen der heißen Sommertemperaturen vor allem im Frühjahr und im Herbst ein Reiseziel", sagte Milchsack. Scharm el Scheich gelte als klassisches Ziel für Wassersportler, vor allem Taucher.

Die TUI (Hannover) hat bis auf weiteres alle Ausflüge auf der Sinai-Halbinsel abgesagt. Rund 40 deutsche TUI-Urlauber wollen Zimmermann zufolge ihren Urlaub vorzeitig abbrechen. "Das machen wir selbstverständlich im Rahmen unserer Möglichkeiten", sagte Zimmermann. Die TUI bietet außerdem allen Ägyptenreisenden an, bis zum 6. August ihre Urlaubsreisen umzubuchen. Der nächste Flug der TUI nach Ägypten geht erst am Dienstag.

Die TUI hat am Samstag von 9.30 Uhr bis 18.00 Uhr eine Hotline eingerichtet, die in erster Linie für Kunden gedacht ist, die umbuchen wollen: 0511-5678000.

AP/DPA / AP / DPA
Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.