"House of Kurz" Ein einstiger Vertrauter belastet Sebastian Kurz schwer. Am Ende könnte der Ex-Kanzler gar im Gefängnis landen

Fotomontage eines zertrümmerten Porträts von Sebastian Kurz
Das Bild des seriösen Staatsmanns – zertrümmert. Eine Fotomontage von Sebastian Kurz, 36
© STERN MONTAGE: Alexandros Michailidis/Depositphotos
Ein einstiger Weggefährte von Sebastian Kurz belastet den Ex-Kanzler als Drahtzieher eines Systems aus Bestechung und Amtsmissbrauch. Es geht um fingierte Meinungsumfragen und falsche Zeugenaussagen. Während Kurz zehn Jahre Haft drohen, erodiert in Österreich das Vertrauen in die etablierten Parteien.

Sebastian Kurz erzählt gern von seinen glorreichen Tagen. Als er mit Weltenlenkern wie Trump, Xi und Angela Merkel als halbwegs ebenbürtiger Staatsmann verkehrte. Vollends ins Schwärmen gerät der einstige Star der Konservativen, wenn es um Österreichs verstorbenen Nationalheiligen Niki Lauda geht, der ihn bei weich gekochtem Ei und Schnittlauchbrot im Wiener Café Imperial dazu ermuntert haben soll, für das Amt des Bundeskanzlers zu kandidieren. "Bei unseren Gesprächen ging es immer wieder um Risiko. Welches Risiko soll man eingehen und welches nicht", erinnert sich Kurz. Früh habe ihn beeindruckt, wie Lauda mit Katastrophen umzugehen wusste.

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