Schießerei in Washington
Secret Service schießt Bewaffneten nahe des Weißen Hauses nieder

Einsatzkräfte sichern den Ort des Schusswechsels in der Nähe des Washington Monuments
Einsatzkräfte sichern den Ort des Schusswechsels in der Nähe des Washington Monuments
© Fatih Aktas / Imago Images

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Sicherheitskräfte haben sich im Washingtoner Regierungsviertel einen Schusswechsel mit einem Verdächtigen geliefert. Das Weiße Haus wurde kurzzeitig abgeriegelt.

Ein bewaffneter Mann hat in der Nähe des Weißen Hauses auf Einsatzkräfte geschossen und dabei einen unbeteiligten Jugendlichen getroffen. Der Secret Service teilte mit, Beamte hätten das Feuer erwidert und den Verdächtigen getroffen, nachdem er eine Waffe gezogen und auf sie geschossen habe. Rettungskräfte brachten die beiden Verletzten ins Krankenhaus. Angaben zum Zustand des bewaffneten Mannes machte die für den Personenschutz ranghoher Politiker zuständige Sicherheitsbehörde nicht.

Nach Angaben des Vize-Direktors des Secret Service, Matt Quinn, waren zivile Einsatzkräfte am Montagnachmittag unweit des Weißen Hauses auf den Mann aufmerksam geworden, weil sich die Kontur einer Schusswaffe unter seiner Kleidung abzeichnete. Der Verdächtige sei kurzzeitig geflüchtet, bevor uniformierte Beamte ihn stellten. Dabei habe er das Feuer eröffnet.

Ein jugendlicher Passant wurde nach bisherigen Erkenntnissen von Schüssen des Angreifers getroffen, erlitt aber keine lebensgefährlichen Verletzungen. 

Vorfall in der Nähe des Washington Monuments

Der Vorfall ereignete sich nahe dem Washington Monument und damit nur wenige Blocks vom Weißen Haus entfernt. Das Gelände der Regierungszentrale selbst war nicht betroffen. Das Weiße Haus wurde dennoch kurzzeitig abgeriegelt. Journalisten wurden von Sicherheitskräften vorsichtshalber in den Presseraum gebracht. Präsident Donald Trump setzte eine Veranstaltung mit Kleinunternehmern unterdessen fort.

Der Schusswechsel erfolgte kurz nachdem ein Konvoi mit US-Vizepräsident JD Vance die Gegend passiert hatte, teilte der Vize-Direktor des für den Schutz des Präsidenten zuständigen Secret Service, Matthew Quinn, am Montag mit. Er glaube nicht, dass Vance ein Ziel gewesen sei.

Quinn wollte nicht darüber spekulieren, ob ein Zusammenhang mit den jüngsten Attentatsversuchen auf US-Präsident Donald Trump bestehe. "Darüber werde ich keine Vermutungen anstellen", sagte er vor Journalisten. "Ob es nun gegen den Präsidenten gerichtet war oder nicht, weiß ich nicht, aber wir werden es herausfinden."

Der Vorfall ereignete sich etwas mehr als eine Woche nach dem Schusswaffenangriff beim traditionellen Korrespondenten-Dinner im Washingtoner Hilton-Hotel. Am Samstagabend waren während der Teilnahme von US-Präsident Donald Trump an der Veranstaltung in einem Kontrollbereich außerhalb des Festsaals Schüsse gefallen. Der 31-jährige mutmaßliche Täter wurde unter anderem wegen versuchten Mordes angeklagt.

DPA · AFP
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