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Nahost-Konflikt Syrien meldet israelische Luftangriffe nahe Damaskus


Die israelische Luftwaffe soll nach syrischen Angaben mehrere Ziele im Umland der Hauptstadt Damaskus angegriffen haben. Aus Israel hat es zunächst keine Reaktion auf die Vorwürfe gegeben.

Das syrische Staatsfernsehen hat Israel vorgeworfen, Luftangriffe auf zwei Gebiete unter Regierungskontrolle nahe der Hauptstadt Damaskus geflogen zu haben. Ziele seien "die Gegend von Dimas und die Gegend um den internationalen Flughafen von Damaskus" gewesen, wurde berichtet. Eine Oppositionsgruppe sprach von mindestens zehn Explosionen. Opfer habe es nicht gegeben.

Aus Israel gab es zunächst keine Bestätigung für Luftangriffe in dem arabischen Nachbarland. "Wir kommentieren keine Berichte ausländischer Medien", sagte eine Militärsprecherin. Israelische Medien berichteten, Ziel könne ein Lager mit Raketenabwehrsystemen gewesen sein, um eine mögliche Lieferung der Waffen an die Hisbollah-Miliz im Libanon zu verhindern.

Gefechte greifen immer wieder auf entmilitarisierte Zone über

Militärische Auseinandersetzungen zwischen Israel und Syrien gibt es sporadisch im Bereich der seit dem Jahr 1967 zu zwei Dritteln von Israel besetzten Golanhöhen. Im September schoss Israel ein syrisches Kampfflugzeug über den Golanhöhen ab. Im März hatte die Luftwaffe Angriffe auf militärische Ziele in der Region Kuneitra geflogen. Damaskus liegt allerdings weiter im syrischen Landesinnern.

Für die Golanhöhen gilt seit dem Jahr 1974 ein Waffenstillstand, der von den Vereinten Nationen überwacht wird. Entlang der Demarkationslinie wurde eine Pufferzone eingerichtet. Die anhaltenden Gefechte der syrischen Regierungsarmee gegen Rebellen greifen aber immer wieder auf die entmilitarisierte Zone über und führten zu Verletzungen der Waffenstillstandslinie.

Im Sommer hatten syrische Rebellen fast vollständig die Kontrolle über die Osthänge der Golanhöhen übernommen. Damaskus versuchte daraufhin auch mit Luftunterstützung, verlorene Gebiete zurückzuerobern.

and/AFP/DPA DPA

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