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Terror in Nahost: Mehrere Israelis sterben bei Anschlägen

Terroristen haben im Süden Israels bei koordinierten Attentaten Reisebusse beschossen und dabei mehrere Israelis getötet. Die israelische Luftwaffe reagierte mit einem Angriff auf auf den Gazastreifen.

Bei einem der blutigsten Terrorakte seit Jahren sind in Israel nahe dem Touristenort Eilat mindestens sieben Israelis getötet worden. 31 weitere wurden bei den vier koordinierten Anschlägen am Donnerstag an der Grenze zu Ägypten verletzt. Spezialkräfte der Polizei hätten vier Terroristen getötet, drei weitere seien verwundet und würden gejagt, sagte Armeesprecherin Abitel Leibovich. Deutsche sind nach ersten Erkenntnissen des Auswärtigen Amtes nicht betroffen.

Wenige Stunden später wurden bei einem israelischen Luftangriff auf Ziele nahe der Ortschaft Rafah im Gazastreifen nach palästinensischen Angaben mindestens sechs Menschen getötet. Unter den Toten sei auch ein Kind, sagte ein Sprecher des medizinischen Notdienstes der Nachrichtenagentur DPA. Aus israelischen Militärkreisen verlautete zunächst lediglich, kurz nach der Anschlagsserie auf Fahrzeuge bei Eilat habe es Luftangriffe auf den Gazastreifen gegeben. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon warnte Israel und Palästinenser vor einer Eskalation.

Israel gibt Ägypten Mitschuld

Israels Verteidigungsminister Ehud Barak gab Ägypten eine Mitschuld an den Anschlägen. "Die Angriffe sind ein Beweis für die mangelnde Kontrolle der Ägypter auf der Sinai-Halbinsel und das Erstarken terroristischer Gruppen dort", hieß es in einer Erklärung des Verteidigungsministeriums in Tel Aviv. Die Drahtzieher der Anschläge säßen aber im Gazastreifen, schrieb Barak weiter. Israel werde mit aller Härte und Entschiedenheit reagieren, warnte der Minister. Israel hat in der Vergangenheit wiederholt mit Luftangriffen auf Terroranschläge reagiert.

Die Angreifer kamen nach offiziellen Angaben aus Ägypten nicht von der Sinai-Halbinsel. Der Gouverneur der Provinz Süd-Sinai, Chalid Foda, sagte, es seien keine Extremisten über die Grenze von Ägypten nach Israel eingesickert. Es habe auch niemand von ägyptischem Boden aus auf Menschen in Israel gefeuert.

Ein anderer Spitzenbeamter, der seinen Namen nicht veröffentlicht sehen wollte, hielt den Kommentar des Gouverneurs jedoch für voreilig. Er sagte, in den vergangenen Wochen hätten die Sicherheitskräfte im Norden der Halbinsel ihre Operationen gegen militante Islamisten verstärkt. Es sei daher durchaus denkbar, dass einige von ihnen gen Süden geflohen und durch den Grenzzaun nach Israel gelangt seien.

"Wir preisen die Attentäter"

Die im Gazastreifen herrschende radikalislamische Hamas-Organisation hat den Vorwurf einer Beteiligung an den tödlichen Terroranschlägen im Süden Israels zurückgewiesen. "Ich glaube nicht, dass Hamas hinter den Angriffen steht", sagte das führende Hamas-Mitglied Ahmed Jussef in Gaza. "Aber wir preisen die Attentäter, denn sie haben israelische Soldaten angegriffen", fügte Jussef hinzu. Israel greife den Gazastreifen "täglich" an.

Unbekannte Bewaffnete hatten nach Armeeangaben auf der Nationalstraße 12 nordwestlich von Eilat zunächst das Feuer auf einen Reisebus eröffnet. Anschließend sei ein israelisches Fahrzeug in unmittelbarer Nähe zur ägyptischen Grenze mit panzerbrechenden Waffen beschossen worden. Bei einem dritten Zwischenfall sei ein weiterer Bus beschossen worden. Ein herbeigerufenes Armeefahrzeug sei auf eine Sprengfalle gefahren.

Die Täter seien zunächst in einem Auto einem Reisebus gefolgt, der auf dem Weg von der Wüstenstadt Beerscheva nach Eilat am Roten Meer war. Als sie aus automatischen Waffen das Feuer auf den Bus eröffneten, habe der Fahrer Gas gegeben und sei den Attentätern entkommen, berichtete das israelische Fernsehen.

Nur ein Zaun bildet die Grenze

Die Straße nach Eilat führt zum Teil unmittelbar an der Sinai-Grenze zu Ägypten entlang. Israel hat vor kurzem damit begonnen, entlang dieses Grenzabschnitts eine Grenzbefestigung zu bauen. Die Grenze dort bildet dort über weite Strecken derzeit nur ein Zaun. Regierungsvertreter hatten sich vor kurzem besorgt geäußert, Extremisten im Sinai könnten ein Sicherheitsvakuum nach dem Sturz des ägyptischen Präsidenten Husni Mubarak ausnutzen.

Es ist der zweite Terroranschlag in Israel in diesem Jahr. Am 23. März waren bei dem ersten schweren Anschlag in Jerusalem seit etwa zwei Jahren eine Frau getötet und dutzende Menschen verletzt worden. Der Sprengsatz explodierte nach Polizeiangaben in einer Tasche, die ein mutmaßlich palästinensischer Attentäter an einer Haltestelle nahe der zentralen Busstation abgestellt hatte.

tkr/DPA/Reuters / DPA / Reuters
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.