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USA: Sarah Palin tritt nicht bei Präsidentenwahlen an

Zeitweise galt Sarah Palin schon als Geheimwaffe der Republikaner für die Präsidentenwahlen. Doch ihre wahren politischen Ziele blieben selbst Vertrauten verborgen. Jetzt gibt sie ihren Fans einen Korb - bei den Präsidentenwahlen 2012 wird sie nicht dabei sein.

Palin war bis 2009 Gouverneurin von Alaska. Bei den Präsidentenwahlen 2008 trat sie als Vize an der Seite von John McCain an. Zeitweise galt sie als Ikone der populistischen Tea-Party-Bewegung.

Sie habe ihre Entscheidung "nach vielen Gebeten und ernsthaftem Nachdenken" getroffen, meinte sie in einer Erklärung am Mittwochabend. Sie könne ihre politischen Ziele besser als Privatperson ohne politisches Amt verfolgen.

Romney und Perry Favoriten der Republikaner

Der Schritt, nicht zu kandidieren, war von vielen Republikanern erwartet worden. Vor allem seitdem ihre Konkurrentin Michele Bachmann sich als Kandidatin der Tea-Party-Bewegung zunehmend profiliert. In Umfragen war Palin schon seit Monaten zurückgefallen. Es heißt, die strikt konservative Politikerin polarisiere die Amerikaner zu sehr. Republikanische Parteistrategen sehen jetzt aber auch eine Chance für andere Kandidaten, die sich mit Palin zusammentun könnten.

Die "New York Times" schrieb, Palins Rückzug sei typisch für sie. Sie habe damit ein "Katz-und-Maus-Spiel" beendet. Kurzfristig seien die Auswirkungen für die Partei minimal, langfristig könne das anders aussehen: Palin habe bei den Zwischenwahlen im vergangenen Jahr bewiesen, dass sie viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen konnte.

Als Favoriten im Lager der Republikaner gelten derzeit der Ex-Gouverneur von Massachusetts, Mitt Romney, und der texanische Gouverneur Rick Perry. Die Vorwahlen beginnen vermutlich Anfang Januar, die Präsidentenwahl ist am 6. November 2012.