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Impeachment-Anhörungen: Wenn Trump und Sondland über Weltpolitik reden, sprechen sie auch über ... Asap Rocky

Was lernt man nicht alles in den Impeachment-Anhörungen: Donald Trump und sein Botschafter bei der EU benutzen gerne "Kraftausdrücke", der ukrainische Präsident sollte tun, was Trump will, und Trump muss sich bei den Kardashians rechtfertigen - zumindest im Fall Asap Rocky.

Asap Rocky und verrückter Fan vor der Gucci-Schau bei der Mailänder Modewoche

Gegenstand politischer Erörterungen zwischen Donald Trump und seinem EU-Botschafter Sondland: Rapper Asap Rocky (mit verrücktem Fan während der Mailänder Modewoche)

Getty Images

Nebenrolle für den amerikanischen Rapper Asap Rocky bei den Impeachment-Ermittlungen gegen US-Präsident Donald Trump: Der Musiker wurde am Donnerstag in der Aussage des Diplomaten David Holmes zur Ukraine-Affäre erwähnt. Holmes war nach seinen Angaben am 26. Juli mit EU-Botschafter Gordon Sondland in einem Restaurant in Kiew, als Sondland Trump anrief. Asap Rocky saß damals wegen einer Schlägerei in Untersuchungshaft in Schweden, Trump setzte sich für seine Freilassung ein - und bekam laut Holmes denkwürdigen Rat von Sondland.

Holmes berichtete, Sondland habe in dem Telefonat gesagt, Asap Rocky sei "ziemlich am Arsch dort" und "hätte sich schuldig bekennen sollen". Sondland habe Trump geraten: "Lass ihn verurteilt werden, spiel die Rassismus-Karte, gib ihm eine Konfettiparade, wenn er nach Hause kommt." Schweden hätte Asap Rocky zwar auf Trumps Forderung hin freilassen sollen, aber zumindest "kannst Du den Kardashians sagen, dass Du es versucht hast". Trumps Antworten sind nicht überliefert. Schweden hat sich seinerzeit gegen einen Eingriff in die Justiz des Landes verwahrt.

Donald Trump und Sondland: "Viele Kraftausdrücke"

Neben Trump hatten auch Prominente wie Reality-TV-Star Kim Kardashian die Freilassung von Asap Rockys gefordert. Sondland hatte bei seiner Aussage im Repräsentantenhaus am Mittwoch bestätigt, dass es bei dem Telefonat um Asap Rocky ging. Die Inhalte des Gesprächs stellte der Botschafter nicht in Frage. Sondland - der zu den schillerndsten Zeugen bei den Impeachment-Ermittlungen gehört - war auch auf seine derbe Sprache angesprochen worden. "Das ist, wie Präsident Trump und ich kommunizieren", sagte er. "Viele Kraftausdrücke."

Asap Rocky und zwei Begleiter waren in Stockholm festgenommen worden, nachdem sie am 30. Juni einen Mann auf der Straße zusammengeschlagen hatten - nach eigenen Angaben, nachdem sie länger belästigt und bedrängt worden waren. Anfang August waren sie noch vor einem Urteil aus der Untersuchungshaft freigelassen worden, sie konnten in die USA zurückkehren. Mitte August waren sie von einem schwedischen Gericht zwar wegen Körperverletzung verurteilt worden. Um eine Gefängnisstrafe kamen sie damals aber herum.

dho / DPA