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Geschenke für Kreml-Chef: Wie bereitet man Putin eine Freude? Merkel weiß es

Einem Mann wie Wladimir Putin, der alles hat, eine Freude zu machen, ist wahrlich nicht einfach. Angela Merkel schafft es trotzdem. Und der russische Präsident weiß sich auch zu revanchieren. 

In der Heimat bewirbt Wladimir Putin russisches Bier. Er selbst weiß aber auch deutsches Bier zu schätzen.

In der Heimat bewirbt Wladimir Putin russisches Bier. Er selbst weiß aber auch deutsches Bier zu schätzen.

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Am 18. März wählt Russland. Wladimir Putin steuert bei der Wahl ohne ernsthaften Gegenkandidaten eine weitere sechsjährige Amtszeit an. Seine Wiederwahl wird einer Segnung gleichkommen - seiner Selbst und seiner Politik. Wahlkampf betrieben hat der Kreml-Chef nicht. Einem Zaren steht sowas schlichtweg nicht. Beweihräucherung hingegen schon. Am Sonntag veröffentlichte sein Chef-Demagoge Dmitri Kiselew einen zweistündigen Porträtfilm über den Präsidenten, der über die sozialen Medien verbreitet wird. 

Mitglieder der russischen Führung kommen darin zu Wort - und wissen nur Lobendes zu sagen. Auch Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder bekommt einen Auftritt. Wenig überraschend, da er mit Putin seit langer Zeit befreundet ist. Doch auch Angela Merkel findet in dem Film ein Plätzchen. Nicht persönlich, aber die Kanzlerin ist dem russischen Staatschef eine besondere Erwähnung wert. Schließlich versteht sie es, ihm immer wieder eine kleine Freude zu bereiten.

"Angela schickt mir von Zeit zu Zeit ein paar Flaschen Radeberger Bier", erzählte Putin. Und das weiß er wirklich zu schätzen. In den letzten Jahren der DDR arbeitete er als Agent des sowjetischen Geheimdienstes KGB in Dresden und ist dort nach eigenen auf den Geschmack gekommen.

Wladimir Putin revanchiert sich mit Räucherfisch

Im Gegenzug revanchiert sich Putin ebenfalls mit Leckereien. Das verriet Merkel am Montag. "Manchmal ergibt sich die Möglichkeit, dass man sich da austauscht. Ich habe schon mal sehr guten Räucherfisch bekommen", erzählte sie und sorgte bei der Pressekonferenz zum Groko-Vertrag für Schmunzler.

Zur Liebe von Merkel, die er in der Dokumentation beim Vornamen nennt, gedenkt Putin aber nicht seine Politik zu ändern. Auf die Frage, ob er jemals die Krim wieder zurückgeben würde, hatte Putin nur ein müdes Lächeln übrig.  "Was, sind Sie verrückt?", erwiderte er. Das werde nie geschehen. Er würde die Krim unter keinen Umständen aufgeben.

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ivi