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Macho-Auftritt in Doku Putin: "Habe keine schlechten Tage, bin ja keine Frau"

Während seiner KGB-Zeit in der DDR entdeckte Putin seine Vorliebe für deutsches Bier. Pro Woche trank er mindestens zehn Radeberger. 
Bei einer Benefiz-Gala überraschte Putin als Sänger und Pianist. Unter anderem gab er "Blueberry Hills" von Fats Domino zum Besten. 
Wie die Staatschefs der USA und Frankreich begleitet Putin jederzeit ein Atomkoffer. Der "Tscheget" enthält die Codes für die russischen Atomwaffen, die so von überall abgefeuert werden können. 
Neben seiner Moskauer Residenz steht Putin auch ein Landsitz im Kaukasus zu - inklusive Helikopterlandeplatz. 
Putin wurde als Kind russisch-orthodox getauft. Bei einem Israel-Besuch ließ er sein Taufkreuz segnen - und trägt es seither um den Hals. 
Seit seiner Jugend trainiert Putin die Kampfsportarten Sambo und Judo. Er schrieb sogar ein Buch, in dem er verschiedene Kampftechniken erklärt. 
Putin sammelt russische Oldtimer. Den damaligen US-Präsidenten George W. Bush ließ er sogar ans Steuer seines "Wolga M21".
Putin war mehr als 30 Jahre mit der Deutschlehrerin Ljudmila Alexandrowa verheiratet. Im Sommer 2014 kam es überraschend zur Scheidung.

Putins Privatleben ist für russische Medien tabu. Als eine Zeitung 2008 berichtete, dass Turn-Olympiasiegerin Alina Kabajewa die Geliebte des Präsidenten sei, wurde das Blatt kurz danach eingestellt.

Putin lässt fremde Staatsoberhäupter gerne warten. US-Präsident Barack Obama wartete 2012 40 Minuten auf den russischen Präsidenten. 2013 wartete der israelische Präsident Shimon Peres 90 Minuten auf Putin. Bundeskanzlerin Angela Merkel musste 2014 ganze 4 Stunden und 15 Minuten gedulden.
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Judo-Kämpfer, Tiger-Bezwinger oder Oben-Ohne-Reiter: In der Rolle des harten Kerls gefällt sich Wladimir Putin am besten. So präsentiert er sich auch in einer neuen Doku-Reihe des Oscar-Preisträgers Oliver Stone.

"The Putin Interviews" heißt das neue Werk des Star-Regisseurs Oliver Stone. Die Doku-Reihe soll den Zuschauern eine neue, alternative Sichtweise auf den russischen Präsidenten eröffnen. Wie Putin von der Welt gesehen werden möchte, verraten Ausschnitte aus der Doku-Serie, die vom 12. bis zum 15. Juni vom US-Fernsehsender Showtime ausgestrahlt wird: als knallharter Kerl, der immer auf dem Höhepunkt ist.

"Ich bin keine Frau. Ich habe keine schlechten Tage", erklärt Putin. "Ich will damit niemanden beleidigen. Aber das ist einfach die Natur der Dinge. Es gibt gewisse natürliche Zyklen", erklärt er sein Statement. 

Macho-Sprüche von Wladimir Putin kommen in Russland gut an

Der Kreml-Chef pflegt bereits seit langem ein Image als Macho. Inszeniert sich bei der Jagd, beim Harley-Fahren oder einem Ritt ohne Hemd durch die Tundra. Auch im Film von Stone verfolgt er dieselbe Strategie: zeigt seine Muskeln auf der Streckbank und spielt Eishockey. Jeden Tag hebe er Gewichte und gehe schwimmen. Er vergisst auch nicht seine Judo-Künste zu erwähnen.

Auf die Frage, ob er mit einem homosexuellen Mann in einem U-Boot duschen würde, antwortet Putin: "Naja, ich würde nicht gerne mit ihm duschen wollen. Warum ihn herausfordern? Aber wissen Sie, ich bin Master im Judo." Sprüche, die zumindest beim heimischen Publikum gut ankommen werden.

Macher schrauben die Erwartungen hoch

Für die Doku-Reihe hat sich Stone ein Dutzend Mal mit dem russischen Präsidenten getroffen. Die Produzenten versprechen "das detailreichste Portrait von Putin, das jemals ein westlicher Interviewer zuvor bekommen hat". Zahlreiche Themen kamen dabei auf den Tisch: das russisch-amerikanische Verhältnis, der Kommunismus oder die Nato

"Es gibt keinen Ostblock mehr, keine Sowjetunion. Warum existiert denn die Nato weiter?“, fragt Putin etwa in einer der Folgen. "Meinem Eindruck nach braucht die Nato einen äußeren Feind, um ihre Existenz zu rechtfertigen. Es gibt entweder die ständige Suche nach einem Feind oder Provokations-Aktionen, um jemanden als Gegner zu bezeichnen.“ 

Was Putin noch zu sagen hat, können deutsche Zuschauer am 17. Juni beim Bezahl- Fernsehsender Sky hören.

ivi

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