VG-Wort Pixel

Bundestagswahl Die Zeit läuft: Bis Freitagabend können Sie die Briefwahl beantragen

Bis drei Werktage vor der Bundestagswahl sollte die Briefwahl mit der Post zurückgeschickt werden
Bis drei Werktage vor der Bundestagswahl sollte die Briefwahl mit der Post zurückgeschickt werden, ansonsten ist eine Zustellung nicht garantiert
© Patrick Pleul / Picture Alliance
Am Sonntag wird in Deutschland ein neuer Bundestag gewählt. Wer allerdings nicht selbst den Gang in die Wahlkabine antreten kann, kann noch bis Freitagabend die Briefwahl beantragen. Was es dabei zu beachten gibt.

Inhaltsverzeichnis

Vor der Bundestagswahl am kommenden Sonntag ist die Briefwahl so beliebt wie noch nie. Gaben Anfang des Jahrtausends noch 18 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme per Brief ab, lag der Anteil der Briefwähler:innen bei der Wahl 2017 bereits bei 28,6 Prozent. Die Tendenz setzt sich auch bei der Wahl am Sonntag fort. Die Corona-Pandemie führe zu einer erheblichen Steigerung der Briefwahlbeteiligung, erklärte Bundeswahlleiter Georg Thiel bereits Mitte August der ARD. Alleine in Köln hatten bis Mittwoch rund 46 Prozent der Wahlberechtigten einen Briefwahlantrag gestellt, berichtete der WDR. Auch in anderen Städten in Nordrhein-Westfalen liege die Marke jenseits der 40 Prozent.

Auch für Kurzentschlossene ist die Briefwahl noch möglich, dabei gibt es jedoch ein paar wichtige Dinge zu beachten. Eine Übersicht:

Bis wann kann ich die Briefwahl beantragen?

Die Briefwahl kann laut Bundeswahlleiter bis allerspätestens Freitagabend, 24. September, um 18 Uhr beantragt werden. Die meisten Städte und Gemeinden haben bereits die Möglichkeit, die Briefwahl online zu beantragen, eingestellt. Wer jetzt also noch die Briefwahl beantragt, muss die Unterlagen vor Ort im Wahlbüro abholen. Dort kann der Stimmzettel auch gleich ausgefüllt und wieder abgegeben werden – das Prinzip nennt sich Briefwahl an Ort und Stelle.

Wie kommt der Wahlbrief zurück zur Gemeinde?

Der Rückversand der Unterlagen ist zwar portofrei, die Verantwortung dafür, dass der Brief auch rechtzeitig bei der Gemeinde ankommt, tragen jedoch die Wähler. Generell gilt, die Unterlagen sollten so früh wie möglich zurück an das Wahlbüro geschickt werden. Die Deutsche Post und der Bundeswahlleiter wiesen schon vorab darauf hin, dass der Wahlbrief bis spätestens drei Werktage vor der Wahl abgeschickt werden sollte, damit er bei der Gemeinde ankommt – also bis spätestens 23. September. Denn auch am Wahlsonntag ändert sich eine Sache nicht: Die Post stellt sonntags keine Briefe zu.

Was mache ich, wenn ich die Briefwahl erst kurzfristig beantrage?

Wurde die Briefwahl erst am Donnerstag oder Freitag beantragt, ist eine fristgerechte Rücksendung nicht garantiert. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann den Wahlbrief auch eigenhändig bei der auf dem Umschlag angegebenen Adresse abgeben oder bei Abholung an Ort und Stelle den Wahlschein ausfüllen. Wichtig ist: Der Wahlschein muss Sonntag spätestens bis 18 Uhr bei der zuständigen Stelle abgegeben werden. Kommt ein Brief erst später an, ist er ungültig.

Kann ich trotz Briefwahlantrag meine Stimme auch im Wahlbüro abgeben?

Ja, auch das ist möglich. Allerdings muss man dafür seine Briefwahlunterlagen mit ins Wahlbüro nehmen, vor Ort werden keine neuen ausgehändigt. Denn mit Antrag auf die Briefwahl wird vermerkt, wer bereits einen Wahlschein erhalten hat. Gegen Vorlage des Personalausweises oder Reisepasses kann der Wahlschein in einem beliebigen Wahllokal des Wahlkreises abgegeben werden.

Ich werde plötzlich krank und kann Sonntag nicht ins Wahllokal. Kann ich dennoch wählen?

Ja, wer beispielsweise an Corona erkrankt ist oder in Quarantäne muss, kann noch kurzfristiger die Briefwahl beantragen – schließlich darf man das Wahllokal in diesem Fall nicht aufsuchen. "Bei einer nachgewiesenen (zum Beispiel durch den Arzt) plötzlichen Erkrankung, besteht die Möglichkeit, noch bis zum Wahltag um 15 Uhr beim Wahlamt Ihrer Gemeinde die Briefwahl zu beantragen", heißt es auf der Homepage des Bundeswahlleiters. Eine bevollmächtigte Person kann die Wahlunterlagen gegen die Vorlage einer schriftlichen Vollmacht beim Wahlamt abholen. Auch hier nicht vergessen: Eine Stimmabgabe ist nur bis 18 Uhr möglich.

Quellen: Bundeswahlleiter, Tagesschau, WDR

sei

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker