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Finanzspritze für Familien Corona-Hilfe: Kinderbonus soll ab 7. September ausgezahlt werden

Corona-Kinderbonus geht in die Auszahlngsrunde
Der Corona-Kinderbonus wird nun Anfang September ausgezahlt
© Christian Ohde / Picture Alliance
Der Corona-Kinderbonus soll erstmals am 7. September überwiesen werden. Die Familienkassen beginnen dann mit der Auszahlung in Höhe von 300 Euro pro Kind. 

Die Corona-Krise hat Millionen Menschen in Deutschland hart getroffen. Mit einer kleinen Finanzspritze will die Bundesregierung Familien mit Kindern zumindest etwas entschädigen. Der Ende Juni beschlossene Kinderbonus soll erstmals am 7. September ausgezahlt werden. Wie das Bundesfinanzministerium auf Anfrage der Zeitungen der Funke Mediengruppe (Montagsausgaben) mitteilte, beginnen die Familienkassen an diesem Tag mit der Auszahlung in Höhe von insgesamt 300 Euro pro Kind.

In der ersten Überweisungsrunde erhalten demnach rund 940.000 Eltern mit 1,56 Millionen Kindern zusätzlich zum monatlichen Kindergeld die erste Bonusrate von 200 Euro für jedes ihrer Kinder. Die zweite Rate von 100 Euro wird im Oktober ausgezahlt.     

Zeitpunkt der Kinderbonus-Zahlungen

Wann der Kinderbonus auf dem Konto erscheint, hängt laut der Zeitungen von der Endziffer der Kindergeldnummer ab. Insgesamt gibt es in Deutschland rund 18 Millionen kindergeldberechtigte Kinder und junge Menschen, denen auch der Kinderbonus zusteht.

Das Geld sei "für viele Familien eine willkommene Finanzspritze", sagte Familienministerin Franziska Giffey (SPD). Gerade in Familien, die jeden Euro umdrehen müssten, mache der Kinderbonus die Entscheidung "etwas leichter, für die Kinder doch etwas zu kaufen oder gemeinsam etwas zu unternehmen". Das helfe auch kurzfristig der Konjunktur.   

Für den Bonus hat die Bundesregierung Kosten von rund 4,3 Milliarden Euro eingeplant. Da die einmalige Zahlung nicht mit anderen Familien- oder Sozialleistungen wie zum Beispiel dem Kinderzuschlag verrechnet werde, profitierten vor allem Familien mit geringem und mittlerem Einkommen und mehreren Kindern, sagte Giffey.     

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"Der Kinderbonus ist ein gutes Signal"

Der Kinderschutzbund lobte den Kinderbonus als Teil des Konjunkturpaktes gegen die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise. "Der Kinderbonus ist ein gutes Signal, insbesondere an arme Familien", sagte Präsident Heinz Hilgers den Funke-Zeitungen. Allerdings sei die Summe zu niedrig, um etwa die digitale Ausstattung armer Kinder und Jugendlicher zu verbessern. Diese sei "eine Katastrophe".     

Nur 15 Prozent dieser Gruppe verfügten über ein für Home-Schooling brauchbares Endgerät, bei manchen fehle sogar der Internetanschluss. "Nicht nur in Zeiten der Pandemie drohen diese Kinder, den Anschluss zu verlieren", sagte Hilgers. Die von der Bundesregierung bereitgestellten 500 Millionen Euro für Laptops würden wegen bürokratischer Hürden nicht abgerufen. Der Kinderschutzbund fordert seit langem, alle Sozialleistungen für Kinder in einer existenzsichernden und unbürokratischen Kindergrundsicherung zu bündeln.

deb AFP

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