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20. Todestag von Willy Brandt: SPD ehrt Alt-Bundeskanzler in Berlin

Vor 20 Jahren ist Alt-Bundeskanzler Willy Brandt verstorben. An seinem Grab in Berlin versammelten sich heute zahlreiche SPD-Politiker, um dem langjährigen Vorsitzenden zu gedenken.

Mit einem stillen Gedenken hat die SPD ihren langjährigen Vorsitzenden Willy Brandt an seinem 20. Todestag geehrt. An seinem Grab auf dem Berliner Waldfriedhof Zehlendorf legten der designierte Kanzlerkandidat Peer Steinbrück, Bundestags-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier und Bundestags-Vizepärident Wolfgang Thierse Kränze nieder. Dies taten auch Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit und der Berliner SPD-Vorsitzende Jan Stöß. Der ehemalige Bundeskanzler (1969 bis 1974) war am 8. Oktober 1992 in Unkel bei Bonn gestorben.

Der 1913 in Lübeck unter dem Namen Herbert Ernst Karl Frahm geborene Brandt war 1933 vor den Nazis ins Exil nach Norwegen geflüchtet. Dort nahm er den Namen Willy Brandt an. 1945 kehrte er nach Deutschland zurück und berichtete 1946 als Journalist von den Nürnberger Kriegsverbrecherprozessen.

1949 wurde Brandt in den ersten Deutschen Bundestag gewählt, dem er mit Unterbrechungen bis 1992 angehörte. Von 1957 bis 1966 war er Regierender Bürgermeister von Berlin. 1964 wurde der 50-Jährige zum Vorsitzenden der SPD gewählt, der er bis 1987 vorstand. Von 1969 bis 1974 war er Kanzler einer sozialliberalen Koalition. 1974 trat Brandt wegen des DDR-Spions Günter Guillaume im Kanzleramt zurück.

jat/DPA / DPA