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50 Jahre UNICEF Deutschland: Lebertran für die Deutschen

Vollmilchpulver und Lebertran für Kinder nach dem zweiten Weltkrieg: so entstand Unicef Deutschland. Heute wird der Ableger des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen 50 Jahre alt.

"Wir Deutschen werden nie vergessen, was UNICEF nach dem Krieg für die Kinder in unserem Land getan hat", schrieb Bundeskanzler Gerhard Schröder in seinem Glückwunsch zum 50. Geburtstag des deutschen Komitees für UNICEF. Der Regierungschef dachte dabei daran, wie 1948 alles anfing: Nach dem verlorenen Krieg eröffnete das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen in Berlin eine Mission und stellte zuerst rund 500 Tonnen Lebertran und 9.000 Kilo Vollmilchpulver für Kinder zur Verfügung. Heute gelten die Deutschen mit mehr als 1,1 Milliarden Euro Spenden in 50 Jahren für UNICEF als Weltmeister im Geben.

Diese Hilfsbereitschaft wurde am Montag von Christina Rau, Politikern und prominenten Schauspielern ausdrücklich gewürdigt. UNICEF-Botschafter Sir Peter Ustinov sagte auf einer Pressekonferenz mit Schirmherrin Rau in Schloss Bellevue: "Die Deutschen haben im letzten Jahrhundert selbst viel Schlimmes durchgemacht." Daraus erkläre sich vielleicht, dass sie im Geben und Helfen bis heute vorbildlich seien. Er selbst werde sich ein ganzes Leben lang für die Ziele des Weltkinderhilfswerkes einsetzen, versicherte Ustinov, der im Rollstuhl zur Pressekonferenz kam.

Spender werden jünger

Die Frau des Bundespräsidenten betonte, dass nicht nur die Nachkriegsgeneration, sondern immer mehr junge Bürger zu den jährlich 700.000 Spendern für das Weltkinderhilfswerk gehörten. Hinzu kämen 500.000 Käufer von Grußkarten. Die Organisation hat über 8.000 freiwillige Mitarbeiter in 120 Arbeitsgruppen, die sich gegen Kinderrechtsverletzungen engagieren. Nach Umfrageergebnissen rangieren UNICEF Deutschland und die Deutsche Krebshilfe als populärste Hilfsorganisationen und Bürgerinitiativen an gleicher Stelle.

Das Weltkinderhilfswerk ist ferner international zur führenden Kinderrechtsorganisation geworden. Heute ist UNICEF nach eigenen Angaben in über 161 Ländern tätig. Schwerpunkt sind neben der medizinischen Versorgung, Grundbildung, Zugang zu sauberem Wasser und sanitären Einrichtungen vor allem Schutz vor Ausbeutung und Missbrauch. Aktuell leistet UNICEF Not- und Katastrophenhilfe in rund 30 Staaten, wie zum Beispiel in Afghanistan, im südlichen Afrika, in Äthiopien, Somalia, Tschetschenien oder in Irak.

"Die Spenden aus Deutschland haben große Erfolge ermöglicht", sagte UNICEF-Botschaftern Sabine Christiansen. Die Zahl der eingeschulten Kinder habe sich in den letzten 30 Jahren verdoppelt, die Kindersterblichkeit halbiert. Jedes Jahr retteten Impfkampagnen das Leben von 2,5 Millionen Jungen und Mädchen. Doch Aids und Kriege gefährdeten den Fortschritt. Es sei damit zu rechnen, dass in diesem Jahr elf Millionen Kinder unter fünf Jahren an Hunger und Krankheiten sterben.

Roger Moore erinnert an vergessene Kinder in Afrika

UNICEF-Botschafter Roger Moore rief dazu auf, sich verstärkt der "vergessenen Kinder Afrikas" anzunehmen. Auf keinem anderen Kontinent sei Hilfe so wichtig wie dort. Auf dem vergleichsweise dünn besiedelten Kontinent entfielen 43 Prozent aller Todesfälle bei Kindern weltweit. Über 40 Millionen afrikanische Kinder im Grundschulalter besuchten nie eine Schule. Insbesondere Mädchen seien von Ausbeutung, Missbrauch und Aids bedroht.

Christina Rau appellierte an alle Bürger, weiterhin für UNICEF großzügig zu spenden. Noch lebten 600 Millionen Kinder und Jugendliche in Entwicklungsländern in extremer Armut. UNICEF sei als "eine Bürgerbewegung für die Rechte der Kinder" auch nach 50 Jahren eine Organisation zum Anfassen. Zu ihr gebe es keine Alternative.

Elf Jahre nach Weltkindergipfel - eine Bilanz

In keinem Jahrzehnt gab es so viele Fortschritte für Kinder wie seit dem ersten Weltkindergipfel 1990. Dennoch blieb die Lebenslage der jüngsten Generation global gesehen weit hinter den damals gesteckten Zielen zurück oder verschlechterte sich sogar. Diese Bilanz ziehen die Vereinten Nationen vor dem zweiten Kindergipfel vom 19. bis 21. September in New York.

Danach gelang es zwar, die Sterblichkeit von Kindern unter fünf Jahren um 14 Prozent zu reduzieren. Die angestrebten 30 Prozent wurden jedoch nicht erreicht. Um 17 Prozent gingen die Fälle von schwerer Unternährung bei Kindern unter 5 Jahren zurück. Angestrebt waren 50 Prozent. Erfolge gab es im Bildungswesen. Auf 82 Prozent stieg die Zahl der Kinder, die eine einfache Grundschule besuchen können. Doch nur um 3 Prozent wuchs der Zugang zu sauberem Trinkwasser. Viel mehr Kinder als vor 1990 wurden zu Opfern von kriegerischen Auseinandersetzungen.

Grund für die überwiegend negative Bilanz seien Fehleinschätzungen wie im Fall der Aidsepidemie und vermeidbare Schlappen, schrieb UN-Generalsekretär Kofi Annan in seinem Lagebericht "Wir, die Kinder". Vor allem aber seien den Versprechungen nicht die erforderlichen Investitionen gefolgt, beklagte die Direktorin des Kinderhilfswerkes (UNICEF), Carol Bellamy.

Der neue Aktionsplan steckt auf allen Gebiete wiederum ambitiöse Ziele. Die Unterernährung soll zum Beispiel um weitere 33 Prozent zurückgedrängt werden, ebenfalls um weitere 33 Prozent soll die Kindersterblichkeit gesenkt werden. Zugleich sollen die Rechte der Kinder ausgeweitet, ihr Schutz in Kriegen und der Kampf gegen Aids deutlich verstärkt werden. Angestrebt ist auch, die Sexualaufklärung und die Beratung über Verhütungsmöglichkeiten für Minderjährige auszuweiten. Dagegen sträuben sich jedoch konservative islamische und katholische Kreise in zahlreichen Ländern.

Auch kleine Spenden können helfen

Zahlreiche Hilfsorganisationen in Deutschland sammeln Spenden für Kinder in aller Welt. Darunter sind neben dem UN-Kinderhilfswerk UNICEF zum Beispiel die Kindernothilfe, terres des hommes oder das CCF Kinderhilfswerk. Mit kleinen Spenden kann nach Angaben mehrerer Organisationen große Wirkung erzielt werden:

Für 5 Euro können mehrere Kinder vor einer lebensgefährlichen Austrocknung ihres Körpers bei Durchfall gerettet werden.

Für 20 Euro können einem Kind die wichtigsten Impfungen verabreicht werden.

Für 30 Euro kann ein mangelernährtes Kind mehrere Wochen lang behandelt werden.

Für 50 Euro können mehrere Klassen mit Schulbüchern ausgestattet werden.

Für 100 Euro können Gesundheitshelfer in abgelegenen Dörfern mit einem Fahrrad versorgt werden.

Für 450 Euro kann eine Dorfkrankenstation für Mütter und Kinder mit Geräten und Medikamenten ausgestattet werden.

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(