Ärzte Althaus kehrt Mittwoch heim


Rund zwei Monate dauerte Dieter Althaus' Aufenthalt nach seinem schweren Ski-Unfall in der Reha-Klinik am Bodensee, nun kann er in seine Heimat Thüringen zurückkehren. Wie seine Ärzte mitteilten, werde der CDU-Politiker am Mittwoch aus dem Krankenhaus entlassen.

Acht Wochen nach dem Beginn seiner Behandlung in einer Klinik am Bodensee kehrt Ministerpräsident Dieter Althaus (CDU) an diesem Mittwoch nach Thüringen zurück. Die stationäre Behandlung sei erfolgreich abgeschlossen, sagte sein behandelnder Arzt Joachim Liepert von den Kliniken Schmieder am Dienstag in Allensbach bei Konstanz. Althaus werde direkt nach seiner Ankunft eine ambulante Nachbehandlung in Heiligenstadt in Thüringen antreten.

Er könne sich vorstellen, dass Althaus Anfang Mai wieder in die Politik einsteigen und etwa zwei bis drei Termine am Tag absolvieren könne, sagte der Neurologe. Wie schnell er dabei ermüde, könne man nur durch Ausprobieren herausbekommen. Er sei aber zuversichtlich, dass der Ministerpräsident die Aufgaben bewältigen könne, sagte der Arzt. Einen Rückfall oder Spätkomplikationen bei Althaus halte er für sehr unwahrscheinlich.

In den vergangenen Wochen habe der CDU-Politiker bei seiner Gesundung große Fortschritte erzielt, sagte Liepert. Der Heilungsverlauf sei sehr erfreulich gewesen, die Genesung deutlich schneller als erwartet verlaufen. In vollem Umfang werde Althaus seine politische Tätigkeit aber erst im Frühsommer wieder aufnehmen, sagte der Arzt.

Althaus hatte beim Skilaufen in Österreich am 1. Januar bei einem Unfall ein schweres Schädel-Hirn-Traum erlitten. Bei dem Zusammenprall war eine Skifahrerin getötet worden. Der Ministerpräsident wurde von einem österreichischen Gericht wegen fahrlässiger Tötung zu einer Geldstrafe verurteilt. Seine Partei hatte Althaus am Wochenende zum Spitzenkandidaten für die Landtagswahl in Thüringen im August gewählt.

An den Unfall selbst habe Althaus bis heute keine Erinnerung und diese werde wohl auch nicht zurückkommen, sagte der Arzt. Althaus und seine Frau, die ihn die ganze Zeit bei der Therapie am Bodensee unterstützt hatte, dankten in einer verlesenen Erklärung dem Ärzteteam der Schmieder Klinik und den Patienten für das gute Miteinander.

DPA DPA

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