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"Kein Badespaß für Nazis!": Gauland beim Baden beklaut - warum das teuer für ihn wird

Medien zufolge ermittelt der Staatsschutz, weil ein politischer Hintergrund nicht ausgeschlossen werden kann: AfD-Chef Alexander Gauland wurde beim Baden bestohlen. Der Dieb soll "Kein Badespaß für Nazis!" gerufen haben.

AfD-Mann Alexander Gauland

AfD-Mann Alexander Gauland wurde beim Baden bestohlen, hier im November 2017 ebenfalls in Potsdam

AFP

Der AfD-Bundesvorsitzende Alexander Gauland ist beim Baden bestohlen worden. Als sich der 77-jährige am Dienstagabend vergangene Woche im Heiligen See in Potsdam bei hochsommerlichen Temperaturen abkühlte, nahm ein Unbekannter seine Kleidung am Ufer mit. Den Vorfall, der sich unweit von Gaulands Wohnung abspielte, bestätigte das Büro des AfD-Politikers gegenüber dem stern. Zuvor hatte die "Märkische Allgemeine Zeitung" darüber berichtet. 

Der Klamotten-Dieb habe bei seiner Tat "Kein Badespaß für Nazis!" gerufen, berichtet die "MAZ". "Aufgrund einer durch den bislang unbekannten Täter getätigten Äußerung kann ein politischer Hintergrund der Tat nicht ausgeschlossen werden", zitiert die Zeitung eine Polizeisprecherin. Daher habe der Staatsschutz die Ermittlungen übernommen, die aktuell noch andauerten, hieß es weiter. Wegen der laufenden Ermittlungen, wolle man sich nicht weiter äußern. Die örtliche Polizei war für den stern am Dienstagnachmittag nicht erreichbar.

Alexander Gauland stellt Strafanzeige

Dass der Dieb bei seiner Tat etwas gerufen habe, konnte das Büro von Gauland nicht bestätigen. Schließlich habe er sich zu dieser Zeit im Wasser befunden und sei eine große Runde geschwommen, sagte seine Mitarbeiterin. Der AfD-Mann habe den Dieb auch nicht selbst gesehen und erst festgestellt, dass seine Kleidung gestohlen wurde, als er wieder am Ufer war. Er habe Anzeige wegen Diebstahls gestellt.

Der DPA berichtet Gauland: "Ein oder zwei Unbekannte haben meine Sachen gegriffen, als ich im Wasser war." Andere Badegäste hätten die Polizei alarmiert, die schon da gewesen sei, als er wieder ans Ufer kam. "Zeugen haben mir erzählt, dass die Diebe gerufen haben sollen: 'Für Nazis ist hier kein Badeplatz!'", sagte Gauland. "Daher hat das Ganze wohl einen politischen Hintergrund." Den AfD-Mann kam der Diebstahl teuer zu stehen. "In der Hose war mein Hausschlüssel und daher musste die gesamte Schließanlage des Hauses ausgetauscht werden", berichtete er er Agentur.

Die "MAZ" zitiert auch eine Zeugin, die das Geschehen beobachtet haben will. "Wir waren in der Nähe und haben die Polizeipräsenz gesehen", wird die Frau zitiert. "Kurz darauf lief Gauland in polizeilicher Begleitung in Badehose an uns vorbei. Es war ein großartiger Tag." Das Blatt hat von der Zeugin auch ein Foto zugespielt bekommen, dass den AfD-Mann in Badehose und Schlappen nebst einer Polizeibeamtin zeigt.

AfD-Politiker Alexander Gauland sitzt vor einem blauen Hintergrund, auf den Vogelkot-Flecken montiert sind.
fin