HOME

Chan Scheichun: Merkel: "Chemiewaffenmassaker an unschuldigen Menschen"

Bundeskanzlerin Angela Merkel äußerte sich in Berlin zum Giftgaseinsatz in der syrischen Stadt Chan Scheichun. Dabei wählte sie deutliche Worte und äußerte Verständnis für den Luftangriff der USA.

Bundeskanzlerin Angela Merkel

Bundeskanzlerin Angela Merkel äußerte sich am Rande eines Treffens mit Flüchtlingshelfern in Berlin zum Syrien-Konflikt

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat den mutmaßlichen Giftgasangriff in Syrien vom Dienstag als "Chemiewaffenmassaker an unschuldigen Menschen" bezeichnet. Chemiewaffen seien international geächtet und wer sie einsetze, "begeht ein Kriegsverbrechen", sagte Merkel bei einem Treffen mit Flüchtlingshelfern in Berlin.

Den in der Nacht zu Freitag erfolgten US-Angriff auf einen syrischen Luftwaffenstützpunkt nannte sie angesichts der Dimension der Kriegsverbrechen und angesichts des Leids der Menschen in Syrien "nachvollziehbar". Sie wählte damit dasselbe Wort wie SPD-Außenminister Sigmar Gabriel.

Angela Merkel: US-Angriff "nachvollziehbar"

Bereits zuvor hatte Merkel in einer gemeinsamen Erklärung mit dem französischen Präsidenten François Hollande dem syrischen Machthaber Baschar al-Assad die "alleinige Verantwortung für diese Entwicklung" gegeben. "Sein wiederholter Einsatz von chemischen Waffen und seine Verbrechen gegen die eigene Bevölkerung verlangten eine Sanktionierung", erklärten Merkel und Hollande nach einem Telefonat. In Berlin mahnte Merkel zugleich eine politische Lösung an. "Gleichzeitig und mehr denn je bleibt es richtig und wichtig, alle Kraft auf politische Gespräche zu setzen", sagte Merkel bei dem Treffen mit Flüchtlingshelfern.


wue / AFP