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Prominente Politiker Bericht: Baerbock und Esken auf "Feindesliste" sogenannter Reichsbürger

Annalena Baerbock (Bündnis 90/Die Grünen), Außenministerin, stand laut einem Bericht auf einer "Feindesliste" von Reichsbürgern
Annalena Baerbock (Bündnis 90/Die Grünen), Außenministerin, stand laut einem Bericht auf einer "Feindesliste" von Reichsbürgern
© Bernd von Jutrczenka / DPA
Vor wenigen Tagen gab es eine Großrazzia gegen die Reichsbürger-Szene, die mutmaßlich einen bewaffneten Umsturz in Deutschland planten. Auf einer "Feindesliste" der Gruppe sollen prominente Politiker stehen. Offenbar auch Friedrich Merz und Armin Laschet.

Auf einer "Feindesliste" der am Mittwoch ausgehobenen Gruppe vor allem sogenannter Reichsbürger sollen laut einem Bericht der Berliner "tageszeitung" mehrere Spitzenpolitikerinnen und -politiker sowie weitere Prominente stehen. Betroffen seien nach "taz"-Recherchen Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne), SPD-Chefin Saskia Esken, SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert und der frühere CDU-Chef Armin Laschet.

Laut Informationen aus Sicherheitskreisen stehe auch der aktuelle CDU-Chef Friedrich Merz auf der Liste, hieß es. Dieser habe sich jedoch auf Anfrage nicht dazu äußern wollen.

Auch TV-Moderatoren auf Liste der Reichsbürger

Ebenfalls verzeichnet sind laut "taz" auf der insgesamt 18 Prominente umfassenden Liste drei bekannte Fernsehmoderatorinnen und -moderatoren öffentlich-rechtlicher Sender. Die Liste sei bei Ermittlungen bereits vor der Groß-Razzia vom Mittwoch entdeckt worden.

"Die Gefahr, die von gewaltbereiten Reichsbürgern ausgeht, dürfen wir nicht unterschätzen. Diese Leute fantasieren nicht nur über Verschwörungstheorien. Sie hatten konkrete Pläne, die sie auch bereit waren umzusetzen", sagte Esken der Zeitung.

Der Generalbundesanwalt wollte sich zu der Angelegenheit auf "taz"-Anfrage demnach nicht äußern. Unter Berufung auf eine Gefährdungseinschätzung des Bundeskriminalamts (BKA) für den Bundestag hieß es, Anhaltspunkte für eine Konkretisierung der Gefährdung lägen bislang nicht vor.

rw AFP

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