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Bilanz nach einem Jahr: Schröder lobt Freiwilligendienst als "politische Sensation"

Ein Jahr nach dem Start des Bundesfreiwilligendienstes zieht Bundesfamilienministerin Kristina Schröder ein positives Resümee. Das Angebot treffe sowohl bei Jungen als auch Älteren auf hohe Resonanz.

Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) hat eine positive Bilanz nach knapp einem Jahr Bundesfreiwilligendienst (BFD) gezogen. "Was bisher über eine Dienstpflicht lief - der Zivildienst war ja das Gegenstück zur Wehrpflicht - funktioniert jetzt fast nahtlos über Freiwilligkeit. Das ist eine politische Sensation", sagte Schröder der Zeitung "Die Welt". Im ersten Jahr hätten sich 50 000 Menschen an dem Dienst beteiligt, 20 Prozent seien älter als 50 Jahre.

"Wir sprechen damit also nicht nur die Jungen, sondern auch die Älteren an: Den Schreinermeister im Ruhestand, der in die Kita geht und mit den Kindern Vogelhäuser baut. Die pensionierte Lehrerin, die Kindern mit Migrationshintergrund bei den Hausaufgaben hilft", sagte Schröder. Der BFD wurde zum 1. Juli 2011 als Ersatz für den zusammen mit der Wehrpflicht weggefallenen Zivildienst geschaffen.

Schröder sagte, eine Aufstockung der Stellen sei zurzeit nicht möglich. "Leider haben die Haushaltspolitiker aller fünf Bundestags-Fraktionen übereinstimmend gesagt, dass im Moment keine zusätzlichen Mittel vorhanden sind."

fle/DPA / DPA