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Bundeskriminalamt 1000 Menschen gehören islamistischer Terrorszene an


BKA-Chef Jörg Ziercke warnt vor terroristischen Anschlägen in Deutschland. Derzeit gäbe es etwa 1000 Personen, die sich der islamistischen Terrorszene zuordnen ließen.

Das Bundeskriminalamt (BKA) geht von etwa tausend Mitgliedern in der "islamistisch-terroristischen" Szene in Deutschland aus. Insgesamt rund tausend Menschen in Deutschland zählten zum "islamistisch-terroristischen Personenpotenztial", sagte BKA-Präsident Jörg Ziercke der "Welt". Ziercke warnt angesichts der Gräueltaten der Organisation Islamischer Staat (IS) in Syrien und im Irak vor Anschlägen in Deutschland durch Einzeltäter. "Derzeit geht die größte Gefahr islamistisch-terroristischer Anschläge von fanatisierten Einzeltätern oder Kleinstgruppen aus", sagte Ziercke.

Nach neun vereitelten Terroranschlägen sowie den nicht gezündeten Kofferbomben von Köln (2006), einem Mordattentat auf US-Soldaten auf dem Frankfurter Flughafen (2011) und einer auf dem Bonner Hauptbahnhof deponierten Bombe (2012) hält Ziercke es für naheliegend, "dass weitere Anschlagsversuche kommen werden". Die Sicherheitsbehörden seien jedoch gut aufgestellt und würden mit aller Kraft versuchen, solche Pläne zu durchkreuzen. "Panik ist nicht angebracht", sagte der BKA-Chef.

Die Zahl der islamistischen Gefährder hat sich nach Zierckes Angaben von 120 im Jahr 2010 auf nun 230 erhöht. Bei ihnen sei Ziercke zufolge davon auszugehen, "dass sie Straftaten von erheblichem Ausmaß begehen könnten". Weitere 300 Personen führt das BKA als "relevant". Laut Ziercke nimmt man bei ihnen an, "dass sie etwa bei der Vorbereitung eines Anschlags logistisch helfen könnten". Aktuell gibt es 420 Ermittlungsverfahren und 650 Beschuldigte mit islamistischem Hintergrund.

kgi/DPA/AFP DPA

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