VG-Wort Pixel

Buch der Familienministerin Opposition nimmt Schröder wegen Co-Autorin in die Mangel


Wirbel um das neue Buch von Kristina Schröder: Die Co-Autorin ist eine Mitarbeiterin der Familienministerin. SPD und Grüne verlangen deshalb Aufklärung darüber, ob sie das Werk während ihrer Arbeitszeit geschrieben hat.

SPD und Grüne verlangen von Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) Aufklärung über die Rolle der Co-Autorin ihres Buches "Danke, emanzipiert sind wir selber!". SPD-Fraktionsvize Elke Ferner kündigte in der "Passauer Neuen Presse" eine mündliche Anfrage im Parlament an, um zu klären, ob Privat- und Dienstangelegenheiten vermischt worden seien. Mitverfasserin Caroline Waldeck arbeitet demnach als Referatsleiterin im Familienministerium.

"Das hat ein Geschmäckle. Frau Schröder muss aufklären, wie dieses Buch entstanden ist", sagte Grünen-Fraktionschefin Renate Künast. "Es gehört nicht zu den Aufgaben von Ministeriumsmitarbeitern, ein privates Buch für die Ministerin zu schreiben." Schröder müsse erklären, ob Geld geflossen sei, ob das Buch während der Arbeitszeit geschrieben worden sei und ob die Mitarbeiterin eine Nebentätigkeitserlaubnis gehabt habe. "Wenn das Buch im Urlaub geschrieben wurde, muss offen gelegt werden, von wann bis wann Urlaub dafür genommen wurde", forderte Künast. So ein Buchprojekt sei keine Sache weniger Wochen.

Ein Sprecher des Familienministeriums wies die Vorwürfe zurück: "Caroline Waldeck hat am Buch ausschließlich in ihrer dienstfreien Zeit geschrieben." 2011 hat die Mitarbeiterin laut einer Aufstellung des Ministeriums 40 Urlaubstage und 26 Tage Freizeitausgleich für geleistete Überstunden in Anspruch genommen. Das Buchprojekt sei als Nebentätigkeit "ordnungsgemäß angezeigt" worden. Das Honorar für das Buch wurde laut Vorwort geteilt, die Ministerin spendete demnach ihren Anteil.

fro/DPA DPA

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker