VG-Wort Pixel

Bundeswehr SPD sieht Anschaffung von Kampfdrohnen kritisch


Soll die Bundeswehr unbemannte aber bewaffnete Fluggeräte bekommen? Aus der Koalition melden sich erste Zweifel. Der Bundeswehrverband sieht eine Anschaffung jedoch als unbedingtes Muss an.

Der SPD-Wehrexperte Hans-Peter Bartels hat sich skeptisch über eine mögliche Ausrüstung der Bundeswehr mit Kampfdrohnen geäußert. In den Streitkräften gebe es derzeit keinen Bedarf für bewaffnete unbemannte Flugsysteme, sagte der Vorsitzende des Verteidigungsausschusses des Bundestags am Montag im Deutschlandfunk.

"Die Bundeswehr hat ihre Zwecke momentan abgedeckt mit den Mitteln, die sie hat", sagte Bartels. Er verwies auf Jagdbombergeschwader und Kampfhubschrauber, die zur Unterstützung der Bodentruppen ausreichten. Neue Aufgaben, welche die Anschaffung von Kampfdrohnen erforderlich machen würden, gebe es derzeit nicht.

Bundeswehrverband will Anschaffung

Im Verteidigungsausschuss sollen am Montagmittag Sachverständige über das Pro und Contra von Kampfdrohnen beraten. Es wird erwartet, das Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) noch in dieser Woche eine Entscheidung über eine mögliche Anschaffung fällt.

Der Vorsitzende des Bundeswehrverbands, André Wüstner, sprach sich klar für den Erwerb der umstrittenen Systeme aus. Im "Morgenmagazin" der ARD verwies er darauf, dass der Einsatz solcher Drohnen das Risiko für Soldaten im Kampfeinsatz verringern könne. "Der Schutz ist für uns das zentrale Argument", sagte Wüstner. Es sei "höchste Zeit", bewaffnete Drohnen anzuschaffen.

ono/AFP AFP

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker