Castor-Transport Gewaltbereitschaft nimmt zu


Noch vor Beginn des Castortransports nach Gorleben ist es zu Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Demonstranten gekommen. Die Gewaltbereitschaft der Atomgegner nimmt laut Polizei stark zu.

Vor Beginn des Castor-Transports mit Atommüll ins Zwischenlager Gorleben hat es im Wendland erste Zusammenstöße zwischen Polizei und Atomkraftgegnern gegeben. Ein 28 Jahre alter Beamter sei in der Nacht zum Freitag verletzt worden, als ihm ein Castor-Gegner bei einer Verkehrkontrolle mit einer Taschenlampe ins Gesicht schlug, teilte die Polizei mit. Die Beamten hätten gegen weitere Angreifer Pfefferspray eingesetzt. Drei Männer seien dabei verletzt worden. Bei den Rangeleien seien auch drei Polizeiwagen beschädigt worden. Gegen 21 Personen wurde ein Platzverweis verhängt.

Blockade einer Bahnstrecke

Laut Polizei ist im Vergleich zu den Vorjahren eine deutliche Steigerung der Aggressivität erkennbar. Polizeieinsatzleiter Friedrich Niehörster sagte, er sei "besorgt über die Entwicklung in der letzten Nacht". Bei Posade habe ein Traktor die Bahnstrecke blockiert. Die Bundespolizei habe einen Personenzug anhalten müssen, dessen Passagiere rund 90 Minuten verspätet an ihrem Ziel angetroffen seien. In Neu Tramm bewarfen drei Castor-Gegner Polizeiwagen mit Steinen.

Der Zug mit dem radioaktiven Müll sollte am Freitagabend von der Verladestation Valognes nahe der Wiederaufarbeitungsanlage in La Hague (Frankreich) starten. Die genaue Transportroute durch Deutschland ist unbekannt. Frühestens am Samstagabend werden die 12 Castoren in Niedersachsen erwartet.


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