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Drohung von Linksextremen: Innenminister Friedrich erhält Patrone mit der Post

Unheimliche Briefsendung für den neuen Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich: Der CSU-Politiker erhielt mit der Post eine 8mm-Patrone zugeschickt. Absender war offenbar eine linksmilitante Gruppe.

Mutmaßlich Linksextreme haben Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) per Post eine Pistolenpatrone zugeschickt. Dies bestätigte ein Sprecher der Bundesanwaltschaft der Berliner "tageszeitung" ("taz"). Demnach ging auch eine Sendung mit einer Patrone an die Karlsruher Ermittlungsbehörde.

Der "taz" liegt nach eigenen Angaben ein Bekennerschreiben der linksmilitanten Gruppe "Revolutionäre Aktionszellen (RAZ)" vor. In diesem Schreiben werde die Aktion mit Razzien der linken Szene sowie Ausspähungen begründet.

Der Sprecher der Bundesanwaltschaft sagte dem Blatt, es sei ein Ermittlungsverfahren gegen Unbekannt wegen des Verdachts der Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung eingeleitet worden.

In dem Schreiben heißt es dem Bericht zufolge: "Wenn der repressive Staatsapparat der Meinung ist, uns durch eine Kette von Repressionsschlägen einzuschüchtern, dann hat er sich verspekuliert." Als "Beitrag zur organisierten Gegenwehr der revolutionären Linken" sei herausragenden Persönlichkeiten ein besonderer Gruß hinterlassen worden, "in dem wir ihnen eine 8mm-Patrone postalisch zukommen ließen".

kng/AFP / AFP