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Ergebnisse der Kriminalstatistik 2011 Friedrich kritisiert zunehmende Gewalt gegen Polizisten


Bundesinnenminister Friedrich hat die "Polizeiliche Kriminalstatistik" für 2011 vorgestellt. Dabei ging er auf die zunehmende Gewalt gegen Polizisten ein - und kritisierte diese Entwicklung als "nicht akzeptabel".

Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) hat die zunehmende Gewalt gegen Polizisten als nicht akzeptabel kritisiert. "Das ist etwas, was wir nicht hinnehmen können", sagte Friedrich bei der Vorstellung der "Polizeilichen Kriminalstatistik" für 2011 am Mittwoch in Berlin. Weiter hob Friedrich den Zuwachs bei Wohnungseinbrüchen hervor. In diesem Bereich mache auch eine geringe Aufklärungsquote Sorgen.

Auch die Gewalt in Fußballstadien griff der Innenminister in seiner Rede auf. Friedrich fordert von den Fußball-Vereinen ein entschlosseneres Vorgehen gegen die Ausschreitungen in den Stadien. Noch vor Beginn der nächsten Saison solle ein Verhaltenskodex für den Umgang mit den Fans verabschiedet werden, so Friedrich.

Kriminalität in Deutschland gestiegen

Erstmals seit sieben Jahren ist die Kriminalität in Deutschland wieder leicht angestiegen. 2011 wurden 5,99 Millionen Straftaten registriert. Dies bedeutet einen Zuwachs um 1 Prozent im Vergleich zu 2010. Die Aufklärungsquote sank von 56,0 auf 54,7 Prozent.

Der leichte Zuwachs geht dem Bericht zufolge vor allem auf die gestiegene Zahl von Diebstählen zurück. Diese nahmen 2011 um 4,6 Prozent zu. Besorgniserregend sei vor allem der Anstieg bei den Wohnungseinbrüchen um 9,3 Prozent, sagte Friedrich. Dadurch entstehe ein Schaden von 600 Millionen Euro pro Jahr.

Leicht zugenommen hat die Computerkriminalität mit insgesamt fast 85.000 Straftaten. Allerdings stieg die Computersabotage um 84 Prozent auf 4644 Fälle. Zurückgegangen sind dagegen Gewalttaten (minus 2,1 Prozent), Betrugsdelikte (minus 3,4 Prozent) und Auto-Diebstähle (minus 2,2 Prozent). Ein positiver Trend zeigt sich den Experten zufolge auch bei der Jugendkriminalität. So nahm die Zahl der tatverdächtigen Jugendlichen überproportional um 7,3 Prozent ab.

fle/DPA/Reuters DPA Reuters

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