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Ex-RAF-Terroristin: Hogefeld bleibt mindestens bis 2011 in Haft

Die ehemalige RAF-Terroristin Birgit Hogefeld darf frühestens 2011 aus dem Gefängnis entlassen werden. Das Oberlandesgericht Frankfurt hat einen Antrag der Inhaftierten abgelehnt, ihre Strafe schon nach 15 Jahren zur Bewährung auszusetzen. Nach Meinung der Richter lässt die Schwere der Schuld das nicht zu.

Die zu lebenslanger Haft verurteilte frühere RAF-Terroristin Birgit Hogefeld bleibt mindestens noch bis Sommer 2011 im Gefängnis. Wie das Oberlandesgericht Frankfurt am Main mitteilte, hat der zuständige Strafsenat den Antrag Hogefelds abgelehnt, nach der Verbüßung von 15 Jahren Freiheitsstrafe vorzeitig entlassen zu werden. Zugleich legte das Gericht fest, dass Hogefeld mindestens 18 Jahre Haft verbüßen muss. Die Ex-Terroristin ist seit ihrer Festnahme im Juni 1993 ununterbrochen in Haft.

Das Gericht erklärte, der Senat habe diese Entscheidung nach Abwägung aller Faktoren und nach Anhörung der Betroffenen getroffen. Dabei sei auch berücksichtigt worden, dass Hogefeld sich vom Terrorismus in deutlicher Form losgesagt habe und ihr Verhalten in der Haft tadellos sei. Die Schwere der Schuld lasse aber derzeit noch keine vorzeitige Haftentlassung zu. Nach Angaben des Gerichts hat die ehemalige Terroristin während der Haft ein Studium an der Fernuni Hagen erfolgreich abgeschlossen. Derzeit arbeite die Gefangene an ihrer Dissertation.

Nach einem mehrjährigen Prozess war Hogefeld wegen mehrfachen Mordes zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass sie 1985 an der Ermordung eines jungen US-Soldaten und an dem Anschlag auf den US-Militärflughafen Frankfurt am Main beteiligt war, bei dem zwei Menschen starben.

AP/DPA / AP / DPA