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Fahrt zum Arbeitsplatz: Bundesrat stimmt für alte Pendlerpauschale

Die Rückkehr zur alten Pendlerpauschale ist perfekt. Nach dem Bundestag hat auch der Bundesrat dafür gestimmt, dass der gesamte Arbeitsweg wieder steuerlich absetzbar wird. Doch während Arbeitnehmer jubeln dürfen, kostet die Entscheidung den Staat Milliarden.

Der Bundesrat hat den Weg für die Rückkehr zur alten Pendlerpauschale frei gemacht. Die Länderkammer stimmte am Freitag einem Gesetz zu, das der Bundestag bereits Mitte März beschlossen hatte. Damit können rückwirkend zum 1. Januar 2007 wieder alle Fahrten zum Arbeitsplatz ab dem ersten Kilometer mit 30 Cent pro Kilometer steuerlich geltend gemacht werden.

Die Bundesregierung setzt mit dem Gesetz ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom Dezember um. Die Richter hatten die zwischenzeitlich von der Großen Koalition verfügte Einschränkung gekippt, nach der die Pauschale für die ersten 20 Kilometer des Arbeitsweges weggefallen war.

Seit dem Urteil mussten die Finanzämter die alte Pauschale bereits wieder anerkennen. Allerdings galt dies nur vorläufig bis zu einer Neuregelung, die der Bundesrat nun beschlossen hat. Auch die Kosten für öffentliche Verkehrsmittel und Unfallkosten, so sie den Betrag für die Pauschale übertreffen, sind nunmehr wieder abziehbar, heißt es im Gesetz.

Doch während Arbeitnehmer jubeln dürfen, kommt den Staat die Rückkehr zur alten Pendlerpauschale mit Einnahmeausfällen von 2,5 Milliarden Euro teuer zu stehen. Für das Jahr 2009 werden voraussichtlich sogar mehr als fünf Milliarden Euro fällig, weil der Staat auch die zu viel bezahlten Steuern aus den vorigen Jahren zurückzahlen muss.

Reuters / Reuters