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Durchbruch bei Verhandlungen: Top-Posten für die SPD, Seehofer neuer Innenminister: So sieht die Ressortverteilung aus

Union und SPD haben sich Parteikreisen zufolge auf einen Koalitionsvertrag verständigt, letzte Hürden wurden abgeräumt. Auch die Ministerien in einer möglichen Großen Koalition sollen bereits verteilt sein. 

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Die Spitzen von CDU, CSU und haben sich nach Angaben aus Parteikreisen auf einen Koalitionsvertrag zur Bildung einer neuen Bundesregierung verständigt. Letzte Hürden wurden demnach abgeräumt. Dies berichten zahlreichen Medien. Die Nachrichtenagentur Reuters zitierte einen Insider mit den Worten: "Im Prinzip ist es gelaufen." Medienberichten zufolge haben sich SPD und Union auch auf die Verteilung der Ministerien in einer möglichen Großen Koalition verständigt.

Große Koalition: Die Ressortverteilung

SPD

  • Finanzministerium. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus Koalitionskreisen soll Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz das Amt übernehmen. Wie der "Spiegel" berichtet, soll der künftige SPD-Finanzminister, also vermutlich Scholz, auch Vizekanzler sein.
  • Außenministerium. Aktuell besetzt der ehemalige SPD-Parteichef Sigmar Gabriel das Amt. Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, soll Martin Schulz den Posten von ihm übernehmen. Laut "Süddeutsche Zeitung" wird Schulz dafür den Posten als Parteichef aufgeben. SPD-Fraktionschefin Andrea Nahles soll den Posten als Parteichefin zusätzlich übernehmen. Eine Bestätigung der SPD stehe allerdings noch aus, schreibt die Zeitung weiter.
  • Ministerium für Arbeit und Soziales
  • Justizministerium
  • Umweltministerium
  • Familienministerium

CDU

  • Kanzleramt
  • Wirtschaftsministerium. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur soll der bisherige Kanzleramtschef Peter Altmaier das Ressort übernehmen.
  • Verteidigungsministerium. Ursula von der Leyen soll das Verteidigungsministerium nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur behalten.
  • Gesundheitsministerium
  • Landwirtschaftsministerium
  • Bildungsministerium

CSU

  • Innenministerium. Laut "Bild" soll CSU-Chef Horst Seehofer nach Berlin wechseln und das Amt des Bundesinnenministers übernehmen, das durch einen "Heimat"-Bereich aufgewertet werden soll. Der bisherige Innenminister Thomas de Maizière gehört der nächsten Bundesregierung nicht mehr an. Das sagte der CDU-Politiker nach Abschluss der Koalitionsgespräche von Union und SPD in Berlin.
  • Ministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur
  • Entwicklungsministerium

Die Verhandlungen hatten sich über die gesamte Nacht hingezogen. Vergangenen Sonntag wollten Union und SPD die Verhandlungen abgeschlossen haben, Montag und Dienstag waren sozusagen als Reservetage vorgesehen. Nun entscheiden die SPD-Mitglieder, ob eine neue große Koalition unter Führung von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) zustande kommt. In den nächsten Wochen sollen 463.723 Sozialdemokraten bei einem Mitgliederentscheid über den neuen Vertrag zwischen CDU, CSU und SPD abstimmen.


fs / DPA / AFP