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Fremdenhass in Freital Justizminister Maas: "Gewaltaufrufe gegen Flüchtlinge sind völlig inakzeptabel"


Kein Platz für Fremdenfeindlichkeit: Mit deutlichen Worten hat Justizminister Heiko Maas die Proteste vor einem Asylbewerberheim in Freital kritisiert. Man müsse Stimmungsmachern entschlossen entgegentreten.

Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) hat vor weiteren Ausschreitungen gegen Asylbewerber im sächsischen Freital gewarnt. "Gewaltaufrufe gegen Flüchtlinge sind völlig inakzeptabel", erklärte Maas am Donnerstag in Berlin. "Die Flüchtlinge, die zu uns kommen, haben in ihrer Heimat alles verloren." Sie suchten Hilfe und Zuflucht.

Zwar müssten Sorgen und unbegründete Vorbehalte im Dialog besprochen werden, fügte der Justizminister hinzu. "Wer bei uns aber Stimmung gegen Ausländer macht und Fremdenhass schürt, dem müssen wir entschlossen entgegentreten." In Deutschland dürfe kein Platz für Fremdenfeindlichkeit sein.

Befürworter mit Eiern beworfen

In der sächsischen Kleinstadt Freital bei Dresden hatte die Polizei in der Nacht zum Mittwoch mit einem Großaufgebot von 60 Beamten Befürworter und Gegner eines Asylbewerberheims auseinander halten müssen. Rund 200 Unterstützer des Heimes hatten sich rund um das Gebäude postiert und wurden aus den Reihen von 80 Gegnern mit Eiern beworfen und beschimpft. In dem Heim sind seit Montag etwa 260 Flüchtlinge untergebracht worden.

Freital ist der Wohnort des Pegida-Gründers Lutz Bachmann, der selbst zu Protesten gegen das Asylbewerberheim aufgerufen hatte. Die Migrations-Beauftragte der Bundesregierung, Aydan Özoguz, sagte, man könne nicht jeder Fahne hinterher laufen, nur weil man Ängste habe oder unsicher sei. "Was Pegida ist und will, war nach kurzer Zeit klar. Man muss erwarten können, dass die Menschen auch wachsam sind."

mod AFP

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