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Hilfe für die Landtagswahl: Linke in Niedersachsen hofft auf Sahra Wagenknecht

Wagenknecht als Rettungsanker? Kurz vor der Landtagswahl sieht es für die Linke in Niedersachsen nicht gut aus. Jetzt soll Vize-Parteichefin Sahra Wagenknecht helfen.

Die Linke will bei einem Wahlerfolg in Niedersachsen am 20. Januar ihre Vize-Parteichefin Sahra Wagenknecht mögliche Koalitionsverhandlungen führen lassen. Ein entsprechender Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ) wurde der Nachrichtenagentur DPA am Dienstag in Parteikreisen bestätigt. Am Mittwoch ist eine Pressekonferenz mit Wagenknecht, Bundesparteichef Bernd Riexinger und dem niedersächsischen Spitzenkandidaten Manfred Sohn geplant.

Wagenknecht wurde bisher als mögliche Spitzenkandidatin für die Bundestagswahl im September gehandelt. Der "Spiegel" hatte am Wochenende allerdings berichtet, Gysi werde die Partei alleine in den Wahlkampf führen.

In Niedersachsen gilt ein Wiedereinzug der Linken in den Landtag den jüngsten Umfragen zufolge als unwahrscheinlich. Ein Rot-rot-grünes Bündnis ist im Wahlkampf bisher nicht näher thematisiert worden. Sollte es aber doch dazu kommen, dass SPD und Grüne auf Stimmen der Linken angewiesen sind, könnte Wagenknecht einen Ministerposten erhalten, schreibt die FAZ.

Wagenknecht hat ihren Wahlkreis in Nordrhein-Westfalen und lebt mit ihrem Lebensgefährten Oskar Lafontaine im Saarland. Der niedersächsische Spitzenkandidat Sohn hatte kurz vor Weihnachten trotzdem erklärt, dass die in Jena geborene Parteilinke in Niedersachsen für den Fall bereit stehe, "dass sich hier Perspektiven bieten".

vim/DPA / DPA