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Holocaust-Leugner: Verurteilter Rechtsextremist Mahler will offenbar Asyl in Ungarn beantragen

Wegen Leugnung des Holocausts wurde der frühere Anwalt Horst Mahler zu eine zehnjährigen Haftstrafe verurteilt. Dem Gefängnisaufenthalt hatte er sich zuletzt aber entzogen. Jetzt soll er Ungarn um Asyl gebeten haben.

Horst Mahler

Horst Mahler hat laut eines Zeitungsberichts Asyl in Ungarn erbeten

Der wegen Leugnung des Holocausts zu zehn Jahren Gefängnis verurteilte Rechtsextremist Horst Mahler hat den ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán um politisches Asyl gebeten. Das geht nach einem Bericht der in Halle erscheinenden "Mitteldeutschen Zeitung" (Online) aus einer Erklärung hervor, die Mahler veröffentlichte. Darin heißt es: "Ich habe am 12. Mai 2017 den Führer der Ungarischen Nation, Viktor Orbán, ersucht, mir als politisch Verfolgtem Asyl in Ungarn zu gewähren." Am Schluss der Erklärung steht: "Im Vertrauen auf den Freiheitssinn des Volkes der Ungarn lege ich mein Schicksal in die Hände seiner Regierung." Dann folgt die handschriftliche Signatur Horst Mahler.

Der 81-jährige ehemalige Anwalt hatte sich zuvor einem erneuten Gefängnisaufenthalt in der Stadt Brandenburg/Havel entzogen. In einem am 9. April im Internet veröffentlichten Video sagte Mahler, er werde Asyl in einem "aufnahmebereiten, souveränen Staat" erbitten.

Horst Mahler: Haftverschonung wegen Erkrankung

Mahler hatte seit 2009 eine zehnjährige Gefängnisstrafe wegen Volksverhetzung und Leugnung des Holocausts verbüßt. Im Sommer 2015 erhielt er wegen einer schweren Erkrankung Haftverschonung. Ende vergangenen Jahres hatte das Oberlandesgericht Brandenburg die Aussetzung der Reststrafe zur Bewährung aufgehoben. Der einstige Linksradikale, der sich zum Rechtsradikalen wandelte und als unbelehrbar gilt, hatte sich anhaltend antisemitisch geäußert.

tim / DPA