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News des Tages: Münchens Oberbürgermeister erwägt Diesel-Fahrverbot

Jamaika-Koalition in Kiel steht +++ Lkw rast in Stockholm in ein Taxi +++ Justiz wirft Ronaldo Steuerbetrug vor +++ Ungarn liefert Horst Mahler aus +++ Die News des Tages im stern-Ticker.

Abgase aus einem Diesel-Fahrzeug - Fahrverbote führen zu hohem Wertverlust bei Gebrauchtwagen

Abgase aus einem Diesel-Pkw: In München droht Diesel-Fahrern ein flächendeckendes Fahrverbot

Die Nachrichten des Tages im stern-Newsticker.

+++ 23.45 Uhr: Tschechiens Ex-Präsident Klaus fordert EU-Austritt +++

Tschechiens Ex-Präsident Vaclav Klaus hat wegen des Streits um EU-Flüchtlingsquoten einen Austritt seines Landes aus der Europäischen Union gefordert. "Wir protestieren grundsätzlich und entschieden gegen die Entscheidung der EU, ein Verfahren gegen die Tschechische Republik wegen eines Nicht-Respektierens der Aufnahme von Migranten aufgrund von Brüssel diktierter Quoten zu eröffnen", erklärte Klaus in einer Verlautbarung. Tschechien dürfe nicht gezwungen werden, eine multikulturelle Gesellschaft zu werden, kritisierte der Ex-Präsident und lehnte finanzielle Sanktionen der EU als Druckmittel ab. Tschechien brauche und wolle gar keine EU-Fördergelder, behauptete er und verlangte eine radikale Entscheidung: "Aus dem allen ergibt sich als einziger möglicher und notwendiger Schluss: Es ist die Zeit gekommen, den Austritt unseres Landes aus der Europäischen Union vorzubereiten." Klaus hatte schon während seiner Amtszeit als Staatsoberhaupt (2003-2013) immer wieder die EU kritisiert.

+++ 21.32 Uhr: Münchens OB Reiter denkt über Diesel-Fahrverbot nach +++

Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter denkt angesichts neuer Abgasmesswerte in der Landeshauptstadt über ein flächendeckendes Fahrverbot für Dieselfahrzeuge nach. "So sehr ich mich freuen würde, wenn es ohne solche Verbote ginge, so wenig sehe ich, wie wir künftig weiter ohne Sperrungen auskommen werden", sagte der SPD-Politiker der "Süddeutschen Zeitung". Betroffen wären je nach angewandter Abgasnorm zwischen 133.000 und 170.000 Fahrzeuge. Insgesamt haben 295.000 der 720.000 in München zugelassenen Autos einen Dieselmotor.

Hintergrund der Überlegungen sind neue Messwerte vor allem zum giftigen Stickstoffdioxid. Laut SZ-Recherche wird der von der EU zugelassene Mittelwert nicht nur auf den großen Ring- und Einfallstraßen regelmäßig überschritten, sondern auch in weit davon entfernten Gegenden. "Die Ergebnisse sind erschreckend, das hatte niemand so erwartet", sagte Reiter. Aufgrund der alarmierenden Zahlen müsse nun etwas geschehen, und ihm sei kein anderes adäquates Mittel als ein Fahrverbot bekannt.

+++ 21.09 Uhr: Sessions dementiert Beteiligung an russischer Wahlkampfbeeinflussung +++

US-Justizminister Jeff Sessions hat jedwede Verwicklung in eine Beeinflussung der US-Wahl 2016 rundweg zurückgewiesen. Die Vorstellung, dass er etwas mit solchen geheimen Absprachen zu tun habe, sei eine entsetzliche und abscheuliche Lüge, sagte Sessions in einer Anhörung vor dem Geheimdienstausschuss des US-Senats. Es ist dasselbe Gremium, vor dem eine Woche zuvor der frühere FBI-Chef James Comey ausgesagt hatte. Sessions sagte auch, er habe in Fragen einer russischen Wahlbeeinflussung niemals Vertreter Russlands getroffen.

+++ 20.26 Uhr: Koalitionsvertrag von CDU und FDP in NRW steht +++

Der Koalitionsvertrag für die neue schwarz-gelbe Landesregierung in Nordrhein-Westfalen steht. Die Spitzen von CDU und FDP einigten sich nach mehrstündigen Verhandlungen. Das sagten die Verhandlungsführer, CDU-Landeschef Armin Laschet und der FDP-Vorsitzende Christian Lindner (FDP), am Abend der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf. Die Verhandlungsgruppe werde sich nur noch zu redaktionellen Abschlussarbeiten treffen.

+++ 20.18 Uhr: Nach Angriff an Berliner U-Bahnhof zwei mutmaßliche Täter ermittelt +++

Nach einem Übergriff an einem U-Bahnhof in Berlin hat die Polizei zwei von drei mutmaßlichen Tätern ermittelt. Die Männer sollen Anfang März ein Pärchen am U-Bahnhof Mehringdamm im Stadtteil Kreuzberg attackiert haben. Mit Fahndungsbildern, auf denen zwei der drei Männer abgebildet waren, suchte die Behörde anschließend nach ihnen. Einer der Abgebildeten, ein 19-Jähriger, konnte nun durch Zeugenhinweise ermittelt werden, wie die Polizei mitteilte. Einen 18-Jährigen, der nicht auf den Bildern war, machte sie durch interne Ermittlungen ausfindig. Nach dem dritten Mann sucht die Polizei weiter mithilfe von Fahndungsfotos. Das 33-jährige Opfer erlitt schwere, seine Begleiterin leichte Verletzungen.

In den letzten Monaten hatten Gewalttaten in Berliner U-Bahnhöfen immer wieder Schlagzeilen gemacht. Am Donnerstag beginnt der Prozess gegen einen Mann, der Ende Oktober 2016 im U-Bahnhof Hermannstraße einer wildfremden jungen Frau von hinten einen Fußtritt versetzt haben soll. Die völlig überraschte Passantin fiel damals die Betontreppe hinunter. Sie erlitt einen Armbruch und eine Kopfverletzung.

Berliner U-Bahn-Treter: Polizei fahndete mit diesem Video nach Gewalttätern

+++ 19.47 Uhr: Zwei Tote bei verbotenem Wendemanöver +++

Ein verbotenes Wendemanöver hat ein niederländisches Paar in Rheinland-Pfalz das Leben gekostet. Laut Polizei hatte es sich auf der Bundesstraße 257 bei Altenahr verfahren und versucht, vor einem Straßentunnel zu wenden. "Ein entgegenkommendes Auto ist voll reingefahren", sagte ein Polizeisprecher. Dessen Fahrer sei schwer verletzt worden, die beiden Niederländer im anderen Fahrzeug wurden getötet.

+++ 19.33 Uhr: Hunderte Kranke wegen Lebensmittelvergiftung in Flüchtlingslager +++

Mehr als 800 Menschen haben sich in einem nordirakischen Flüchtlingslager eine Lebensmittelvergiftung eingefangen. 200 von ihnen mussten dem UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR zufolge in Krankenhäuser gebracht werden. Widersprüchliche Angaben gab es zunächst dazu, ob Bewohner des Lagers an den Folgen der Vergiftung gestorben sind. Während der irakische Rote Halbmond von zwei Todesopfern berichtete, zog das UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR einen Bericht über ein gestorbenes Kind zurück. Es gebe gegenwärtig keine Informationen über Tote, hieß es. Das irakische Gesundheitsministerium erklärte, die Vergiftungen seien am Vorabend nach der Mahlzeit zum Fastenbrechen im Fastenmonat Ramadan aufgetreten. Die kurdische Nachrichtenseite Rudaw meldete, eine katarische Hilfsorganisation habe das Essen geliefert. In dem Camp leben mehr als 6000 Menschen, die vor den Kämpfen irakischer Regierungskräfte gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Mossul geflohen sind.

+++ 19.21 Uhr: Uber-Chef Kalanick nimmt Auszeit +++

Der Chef des umstrittenen US-Fahrtenanbieters Uber, Travis Kalanick, nimmt eine Auszeit. Dies teilte Kalanick mit, ohne Angaben zur Dauer seines Sabbats zu machen. Er war zuletzt durch eine Untersuchung zu Verstößen gegen ethische Normen bei dem Unternehmen. unter Druck geraten.


+++ 19.13 Uhr: Kiel - CDU einigt sich mit Grünen und FDP auf Koalition +++

Jamaika-Koalition Kiel

Sprecherpult vor der Bekanntgabe der neuen Jamaika-Koalition in Kiel

Die Verhandlungsführer von CDU, Grünen und FDP in Schleswig-Holstein haben sich auf die Bildung einer Jamaika-Koalition geeinigt. Das gaben die Spitzenvertreter der drei Parteien in Kiel bekannt. Die Gespräche über das neue Regierungsbündnis hatten vor drei Wochen begonnen, der Koalitionsvertrag soll am Freitag vorgestellt und unterzeichnet werden.

+++ 18.49 Uhr: Lastwagen rast in Stockholm in ein Taxi +++

Ein Lastwagen ist in einem zentralen Stadtteil von Stockholm in ein Taxi gerast. "Der Lastwagenfahrer hat nicht am Unglücksort angehalten, sondern ist weitergefahren", teilte die Polizei mit. Anschließend ließ der Fahrer sein Fahrzeug stehen und flüchtete zu Fuß. Die Polizei fasste die verdächtige Person wenig später. Weil nicht auszuschließen sei, dass sie absichtlich in das Taxi gerast sei, ermittle die Polizei wegen versuchten Mordes, sagte eine Sprecherin der Nachrichtenagentur DPA. Der Taxifahrer, der in seinem Wagen gesessen habe, war leicht verletzt worden. Boulevardmedien berichteten, der Lastwagen sei gestohlen gewesen.

+++ 18.07 Uhr: Neonazis aus Bayern vernetzen sich international +++

Rechtsextremisten aus Bayern vernetzen sich nach Erkenntnissen der Sicherheitsbehörden des Landes immer mehr mit Gleichgesinnten im Ausland. Demnach pflegen Neonazis Kontakte vor allem nach Osteuropa, aber auch nach Syrien. Das geht aus Angaben des Innenministeriums auf eine Anfrage der SPD-Landtagsfraktion hervor. Deren Rechtsextremismus-Experte Florian Ritter spricht von der Gefahr einer sich aufschaukelnden Radikalisierung. So reiste ein Aktivist des Stützpunktes München der Partei "III. Weg" mit Begleitern aus Belgien und Polen Anfang Mai 2016 nach Syrien, wie es in den Ausführungen des Ministeriums heißt. Dort habe die Gruppe Gespräche mit Vertretern des Assad-Regimes und des syrischen Militärs geführt. Den Anstoß für die Reise gab laut Mitteilung eine Veranstaltung der "European Solidarity Front for Syria" (ESFS) im Januar in München. Die ESFS ist ein Netzwerk, das das Assad-Regime unterstützt und mit der rechtsextremistischen Casa-Pound-Bewegung in Italien verzahnt ist. Ein weiterer Funktionär der Partei "III. Weg" reiste Anfang 2017 in den Libanon und traf den Auslandsbeauftragten der "Syrisch-Sozial-Nationalistischen-Partei" (SSNP).

+++ 17.59 Uhr: Offensive gegen IS lässt Giftgasangriffe in Syrien zurückgehen +++

Die Großoffensive gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) lässt nach Einschätzung von Experten offenbar die Zahl der Giftgasangriffe in Syrien zurückgehen. Die britische Sicherheitsberatungsfirma IHS Markit erklärte in London, in diesem Jahr habe es erst einen mutmaßlichen Chemiewaffen-Angriff des IS in Syrien gegeben, nämlich am 8. Januar in der Provinz Aleppo. 2016 habe der IS hingegen mutmaßlich 17 Giftgasangriffe in Syrien verübt. Im Irak starteten die Dschihadisten seit Jahresbeginn laut IHS Markit zehn Chemiewaffen-Angriffe, davon neun im umkämpften Mossul. Damit sei ihre Häufigkeit vergleichbar mit 2016, denn im gesamten Vorjahr seien 21 Giftgas-Angriffe verübt worden. Als Grund für einen Rückgang nennt IHS Markit die vermutlich fehlenden Möglichkeiten zur Giftgasherstellung außerhalb von Mossul.

+++ 17.43 Uhr: Bericht: Russisches Hacking der US-Wahl 2016 viel größer als bekannt +++

Russische Hacker haben einem Medienbericht zufolge die US-Präsidentenwahl 2016 in viel größerem Umfang zu beeinflussen versucht als bisher bekannt. Unter Berufung auf mehrere Ermittler schreibt die Nachrichtenagentur Bloomberg von Attacken auf 39 US-Bundesstaaten im Sommer und Herbst 2016. Die Wahl war im November. Angeblich gibt es Beweise für gehackte Wählerdaten, für gehackte Umfragesoftware und eine Datenbank für Wahlkampffinanzen. Die Angriffe auf das ebenso verletzliche wie weit verzweigte amerikanische Wahlsystem seien so umfangreich, dass die Ermittler für kommende Wahlen Schlimmes befürchten, heißt es weiter.


+++ 17.37 Uhr: Menschenrechtsgericht: Todkrankes Baby muss weiter behandelt werden +++

In Großbritannien müssen Ärzte ein todkrankes Baby weiter am Leben halten. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte verlängerte in Straßburg eine entsprechende vorläufige Anordnung bis auf weiteres. Die Eltern möchten den zehn Monate alten Charlie, der an einer seltenen genetischen Erkrankung leidet, für eine experimentelle Therapie in die USA bringen. Die britischen Ärzte, die den Jungen bisher behandeln, sind allerdings überzeugt, dass die Therapie nicht helfen würde. Sie wollen die lebenserhaltenden Maßnahmen einstellen.

+++ 17.10 Uhr: Bundeswehr-Kampfdrohnen kosten mehr als eine Milliarde Euro +++

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen muss für die Anmietung von fünf Kampfdrohnen mehr als eine Milliarde Euro aufbringen. In einem Schreiben von Finanzstaatssekretär Jens Spahn an den Haushaltsausschuss des Bundestags werden die Gesamtkosten für die israelischen "Heron TP"-Drohnen inklusive Betrieb, Wartung, Instandhaltung und Ausbildung von Drohnenpiloten auf 1,024 Milliarden Euro beziffert. Die unbemannten Flugzeuge sind eine Übergangslösung bis zum Jahr 2025. Dann sollen sie durch eine europäische Kampfdrohne ersetzt werden, die derzeit noch entwickelt wird.

+++ 16.55 Uhr: Polizeianwärter in tödliche Messerattacke in Wiesbaden verwickelt +++

In die tödliche Messerattacke in Wiesbaden ist auch ein Polizeianwärter der Hessischen Hochschule für Polizei und Verwaltung verwickelt. Der 23-Jährige stehe zwar nicht in dringendem Tatverdacht, das 19 Jahre alte Opfer erstochen zu haben, sagte ein Sprecher der Wiesbadener Staatsanwaltschaft. Es sei aber noch nicht abschließend geklärt, ob die Stiche von einem oder zwei Tätern ausgeführt wurden. Die Ermittlungen nach der Attacke in der Wiesbadener Innenstadt in der Nacht zum Sonntag laufen noch.

Gegen einen 24 Jahre alten Studenten aus dem Rheingau-Taunus-Kreis wurde inzwischen Haftbefehl erlassen. Der Mann habe sich bislang noch nicht zu den Tatvorwürfen geäußert, erklärte der Sprecher der Anklagebehörde. Neben dem 23 Jahre alten Polizeianwärter war noch ein weiterer junger Mann nach der Tat festgenommen worden, der 22-Jährige wurde aber schon bald wieder aus dem Polizeigewahrsam entlassen. Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen war der Auslöser des Konflikts ein Streit zwischen dem 22-Jährigen und dem späteren Todesopfer.

+++ 16.43 Uhr: Ehemaliger AfD-Abgeordneter im Magdeburger Landtag wechselt zur CDU +++

Der ehemalige Abgeordnete der AfD im Landtag von Sachsen-Anhalt, Jens Diederichs, ist zur CDU-Fraktion gewechselt. Die CDU-Landtagsfraktion gab dafür mehrheitlich grünes Licht, wie Fraktionschef Siegfried Borgwardt mitteilte. Diederichs hatte einen entsprechenden Aufnahmeantrag gestellt. Vor etwas mehr als einer Woche hatte der Parlamentarier seinen Austritt aus der AfD-Fraktion und der Partei erklärt. Er begründete dies mit einem "Rechtsruck" der Fraktion und des AfD-Landesverbands. Diederichs war bereits der dritte Parlamentarier, der der Magdeburger AfD-Fraktion den Rücken kehrte. Damit verkleinerte sich die AfD-Fraktion von ursprünglich 25 auf 22 Mitglieder. In den vergangenen Monaten hatte es in der Magdeburger AfD-Fraktion um ihren Vorsitzenden André Poggenburg wiederholt Machtkämpfe und interne Querelen gegeben.

+++ 16.28 Uhr: Großeinsatz wegen im Rhein treibender Gummipuppe +++

Eine im Rhein treibende Gummipuppe hat in Mainz einen Großeinsatz ausgelöst. Mehrere Bürger hätten einen leblosen Menschen im Wasser gemeldet, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Daraufhin seien die Einsatzkräfte mit einem Großaufgebot angerückt. Es habe sich dann schnell herausgestellt, dass es sich nur um eine Gummipuppe handle. Für den vermeintlichen Rettungseinsatz war auch ein Hubschrauber alarmiert worden. Allein die Feuerwehr schickte 40 Einsatzkräfte zum Rhein. Die Herkunft der Gummipuppe blieb unklar.

+++ 16.22 Uhr: Nordkorea lässt US-Bürger Otto Warmbier frei +++

Nordkorea hat den in einem Straflager inhaftierten US-Bürger Otto Warmbier freigelassen. Das gab US-Außenminister Rex Tillerson bekannt. Der heute 22-Jährige war am 2. Januar 2016 festgenommen worden, weil er angeblich ein Propaganda-Schild gestohlen haben soll. Die Führung in Nordkorea warf ihm Straftaten gegen den Staat vor. Warmbier wurde zu einer Freiheitsstrafe von 15 Jahren verurteilt, 17 Monate davon verbüßte er. Warmbier sei bereits auf dem Weg in die Vereinigten Staaten, heißt es in der Erklärung Tillersons. Demnach ist der US-Außenminister in Gesprächen mit der Führung in Nordkorea, um die Freilassung von drei weiteren US-Bürgern zu erreichen.

Beweisvideo aus Nordkorea: Für diese Tat muss ein US-Student 15 Jahre Zwangsarbeit leisten


+++ 15.49 Uhr: EU leitet im Flüchtlingsstreit Verfahren gegen Ungarn, Polen und Tschechien ein +++

Wegen der Ablehnung der Flüchtlingsaufnahme leitet die EU-Kommission gegen Ungarn, Polen und Tschechien Vertragsverletzungsverfahren ein. Die Behörde beschloss in Straßburg ein rechtliches Vorgehen gegen die drei Länder, das zu Verfahren vor dem Europäischen Gerichtshof und empfindlichen Geldbußen führen kann. Grund ist die Weigerung, sich an einer 2015 in der EU beschlossenen Umverteilung von Asylbewerbern aus den Hauptankunftsländern Italien und Griechenland zu beteiligen.

+++ 15.13 Uhr: Polizei in Großbritannien nimmt Schüler mit Schrotflinte fest +++

Die britische Polizei hat einen 15-Jährigen mit einer Schrotflinte in einer Schule festgenommen. Sie hätten die Waffe samt Munition sichergestellt, teilte die Polizei in der mittelenglischen Grafschaft Warwickshire auf Twitter mit. Eine Gefahr für andere Personen in der weiterführenden Schule in Nuneaton östlich der Metropole Birmingham habe nicht bestanden. Die Polizei war von dem Jugendlichen selbst zu der Schule gerufen worden, hieß es. Die Polizei will den Vorfall nun genau untersuchen.

+++ 14.34 Uhr: Urteil: Fast drei Jahre Haft in Berliner Prozess um Angriff auf Obdachlosen +++

Knapp ein Jahr nach einer Feuerattacke gegen einen schlafenden Obdachlosen in einem Berliner U-Bahnhof ist der Haupttäter zu einer Haftstrafe von zwei Jahren und neun Monaten verurteilt worden. Das Berliner Landgericht ließ den harten Vorwurf des versuchten Mordes fallen und sprach den 21-Jährigen wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung schuldig. Drei 17 bis 18 Jahre alte Mitangeklagte wurden wegen Beihilfe zu Jugendstrafen von jeweils acht Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Zwei weitere Angeklagte im Alter von 16 und 19 Jahren bekamen wegen unterlassener Hilfeleistung jeweils vier Wochen Arrest und müssen gemeinnützige Arbeit leisten. Die Attacke am Weihnachtsabend 2016 hatte bundesweit Entsetzen ausgelöst.

+++ 13.59 Uhr: Luxemburg ist das wohlhabendste Land der EU +++

Von den 28 Staaten der Europäischen Union ist Luxemburg das wohlhabendste Land. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) pro Kopf lag 2016 in dem Großherzogtum bei 267 Prozent des EU-Durchschnitts, wie die EU-Statistikbehörde Eurostat mitteilte. Auf Rang zwei landete Irland mit 177 Prozent des EU-Durchschnitts, Deutschland erreichte mit 123 Prozent des EU-Durchschnitts Platz sieben. Auf dem letzten Platz landete Bulgarien mit einer Wirtschaftsleistung pro Kopf von 48 Prozent. Insgesamt elf der 28 Mitgliedstaaten liegen über dem EU-Durchschnitt von 100 Prozent. Das überdurchschnittlich hohe BIP pro Kopf in Luxemburg führt die Statistikbehörde auf die hohe Anzahl von Grenzgängern zurück, die zwar im Großherzogtum arbeiten und zur Wirtschaftsleistung beitragen, dort aber nicht leben und deshalb nicht bei der Berechnung des BIP pro Kopf berücksichtigt werden.

+++ 13.39 Uhr: Kirchenasyl in Haßfurt: Unbekannte hängen IS-Flagge auf +++

Unbekannte haben an einer Kirche im unterfränkischen Haßfurt eine Fahne aufgehängt, die der Flagge der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) nachempfunden ist. Die evangelische Kirche ist überregional bekannt, weil sie Kirchenasyl für Flüchtlinge anbietet. Die schwarze Flagge, die mit Kabelbindern am Türgriff befestigt wurde, war einem Autofahrer aufgefallen, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. Auf dem Banner stand in weißer Schrift das islamische Glaubensbekenntnis "Es gibt keinen Gott außer Gott, und Mohammed ist der Prophet Gottes". Die Kirche war im März dieses Jahres in die Schlagzeilen geraten, weil sie Kirchenasyl für mehrere Flüchtlinge anbietet. Damals hatte die Staatsanwaltschaft Ermittlungen deswegen aufgenommen, die mittlerweile jedoch wieder eingestellt wurden. Die Pfarrerin reagierte verwundert. "Die hier lebenden Flüchtlinge würden nie eine solche Flagge hier hinhängen. Damit würden sie ihr eigenes Asylgesuch hochgradig gefährden", sagte Doris Otminghaus.

+++ 12.56 Uhr: Gericht: Für Vitamin C in Schmerzmittel darf nicht geworben werden +++

Hersteller von Schmerzmitteln dürfen nicht damit werben, dass zusätzlich beigefügtes Vitamin C das Immunsystem unterstütze. Mit solch einer Werbung weise der beklagte Hersteller eines ASS-Präparats auf ein Anwendungsgebiet hin, für welches das Medikament nicht zugelassen sei, entschied das Oberlandesgericht (OLG) Stuttgart. Der erstmals in dem Medikament "Aspirin" eingesetzte Wirkstoff Acetylsalicylsäure (ASS) wird mittlerweile von zahlreichen Generikaherstellern angeboten. Im Ausgangsfall vertrieb das beklagte Unternehmen Brausetabletten mit 600 Milligramm ASS und 200 Milligramm Vitamin C. Das rezeptfreie Medikament ist für die Anwendungsgebiete "leichte bis mäßig starke Schmerzen" etwa "im Rahmen von Erkältungskrankheiten" oder "Fieber" zugelassen. Keine Zulassung hingegen hat es für die Stärkung des Immunsystems.

+++ 12.50 Uhr: Ungarn überstellt Holocaust-Leugner Mahler an deutsche Behörden +++

Ungarn hat den Holocaust-Leugner Horst Mahler an die deutschen Behörden überstellt. Der 81-Jährige sei von deutschen Beamten am Budapester Flughafen in Empfang genommen worden, meldete die Nachrichtenagentur MTI unter Berufung auf die ungarische Polizei. Der Rechtsextremist war Anfang Mai in Ungarn festgenommen worden. Mahler galt in Deutschland seit April als flüchtig. Er sollte im Gefängnis seine im Sommer 2015 wegen einer schweren Erkrankung ausgesetzte zehnjährige Haftstrafe fortsetzen. Angeblich wollte er in Ungarn Asyl beantragen.

+++ 12.37 Uhr: Spanische Justiz wirft Fußballstar Ronaldo Steuerbetrug in Millionenhöhe vor +++

Die spanische Staatsanwaltschaft hat dem portugiesischen Fußballstar Cristiano Ronaldo Steuerhinterziehung in Millionenhöhe vorgeworfen. Über Briefkastenfirmen auf den britischen Jungferninseln und in Irland habe der vierfache Weltfußballer in Diensten von Real Madrid 14,7 Millionen Euro Steuern am spanischen Fiskus vorbei geschleust, erklärte die Anklagebehörde in Madrid. Ronaldo habe dafür von Strukturen "profitiert", die im Jahr 2010 eigens geschaffen wurden, um in Spanien erzieltes Einkommen den Steuerbehörden zu verheimlichen.


+++ 12.29 Uhr: Ungarisches Parlament billigt strikte Auflagen für NGOs +++

Das Parlament in Ungarn hat ein umstrittenes Gesetz verabschiedet, um vom Ausland finanzierte Nichtregierungsorganisationen verstärkt unter staatliche Kontrolle stellen zu können. Die Abgeordneten in Budapest billigten mit deutlicher Mehrheit das Gesetz, das den Nichtregierungsorganisationen strikte Auflagen macht und sie bei Nichterfüllung mit der Schließung bedroht. Die Entscheidung fiel trotz internationaler Proteste und richtet sich insbesondere gegen die Organisationen in Ungarn, die von dem US-Milliardär George Soros unterstützt werden.

+++ 12.03 Uhr: Margaret Atwood erhält Friedenspreis des Deutschen Buchhandels +++

Die kanadische Schriftstellerin Margaret Atwood erhält den diesjährigen Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Dies teilte der Vorsteher des Börsenverein des Deutschen Buchhandels, Heinrich Riethmüller, zur Eröffnung der Buchtage Berlin mit. Die 77-jährige Atwood zeige in ihren Romanen und Sachbüchern "immer wieder ihr politisches Gespür und ihre Hellhörigkeit für gefährliche unterschwellige Entwicklungen und Strömungen", hieß es zur Begründung für die renommierte Auszeichnung.

+++ 11.42 Uhr: Philippinen: Rebellen erschießen fünf Zivilisten +++

Auf den Philippinen sind in der umkämpften Stadt Marawi nach Regierungsangaben mindestens fünf Menschen von islamistischen Rebellen erschossen worden. Die Zivilisten seien beim Versuch getötet worden, nach drei Wochen aus einem Versteck zu fliehen, teilte ein Militärsprecher mit. 15 anderen Leuten sei die Flucht gelungen. Bei den Kämpfen zwischen Regierungstruppen und Islamisten starben nach offiziellen Angaben bereits mehr als 280 Menschen.

In Marawi - eine Stadt auf der Insel Mindanao mit normalerweise mehr als 200.000 Einwohnern - sollen sich noch mehr als 200 Islamisten aufhalten. Fast die gesamte Bevölkerung ist seit Beginn der Kämpfe geflohen. Vermutet wird, dass nur noch etwa 600 Zivilisten in der Stadt sind. Nach Angaben der Regierung halten die Rebellen etwa hundert Menschen als Geiseln. Präsident Rodrigo Duterte hat über die gesamte Insel das Kriegsrecht verhängt. Die philippinischen Truppen werden von Spezialkräften der USA unterstützt.

+++ 11.20 Uhr: Schuss löst sich aus Gewehr - Jäger verblutet +++

Ein Jäger hat sich in Sachsen-Anhalt mit seinem eigenen Gewehr ins Knie geschossen und ist verblutet. Nach ersten Erkenntnissen löste sich der tödliche Schuss, als der 76 Jahre alte Mann am frühen Dienstagmorgen nach der Jagd mit der Waffe aus seinem Auto ausstieg, wie die Polizei mitteilte. In kürzester Zeit habe der Mann sehr viel Blut verloren. Der 76-Jährige habe zwar noch selbst den Notruf gewählt und mit den Beamten gesprochen, hieß es. Das Gespräch brach jedoch ab und der Mann war nicht mehr erreichbar. Die alarmierten Polizisten fuhren samt Rettungswagen zum Ortsteil Kusey in der Altmark, konnten jedoch nicht mehr helfen. Der 76-Jährige starb noch vor Ort. Um den Hergang aufzuklären, werden laut Polizei nun Zeugen befragt. Zudem solle die Waffe untersucht werden.

+++ 10.45 Uhr: Mutmaßlicher Unfallverursacher flüchtet nach tödlichem Verkehrsunfall in Hessen +++

Ein 32-jähriger Autofahrer hat in Hessen mutmaßlich einen Unfall mit zwei Toten verursacht und ist danach zu Fuß von der Unfallstelle geflohen. Er wurde eineinhalb Stunden nach dem Unfall im Wetteraukreis festgenommen, wie die Polizei Gießen mitteilte. Bei dem Unfall kam ein älteres Ehepaar ums Leben, das auf einem Motorroller unterwegs war. Der Wagen des 32-Jährigen soll laut Zeugenaussagen auf einer Kreisstraße bei Bad Salzhausen auf die Gegenspur geraten und dort frontal mit dem Motorroller zusammengestoßen sein. Danach schleuderte das Auto in einen weiteren Wagen, dessen Fahrerin aber unverletzt blieb. Der Unfallverursacher soll danach zu Fuß geflüchtet sein. Die Polizei leitete eine Fahndung ein, bei der auch ein Hubschrauber eingesetzt wurde. Am frühen Montagabend wurde der Mann festgenommen.

+++ 10.36 Uhr: Spanien: Linksbündnis stellt Misstrauensantrag gegen Rajoy +++

Das Linksbündnis Unidos Podemos (Vereint können wir) hat in Spanien einen Misstrauensantrag gegen die konservative Minderheitsregierung von Ministerpräsident Mariano Rajoy eingebracht. Zum Auftakt der Debatte im Madrider Parlament warf die Parteisprecherin Irene Montero Rajoys Volkspartei (PP) unter anderem die zahlreichen Korruptionsskandale vor. Der Initiative, mit der die vom Politikdozenten Pablo Iglesias angeführte drittstärkste Fraktion Rajoy stürzen und die Regierung übernehmen will, werden allerdings keine Aussichten auf Erfolg eingeräumt. Die anderen größeren Oppositionsparteien haben nämlich angekündigt, dass sie den Antrag nicht unterstützen wollen. Die liberalen Ciudadanos (Bürger) wollen dagegen votieren, die Sozialisten (PSOE) wollen sich der Stimme enthalten.

+++ 10.04 Uhr: Paket in Südkorea explodiert - Professor verletzt +++

In einer Hochschule der südkoreanischen Hauptstadt Seoul ist ein Paket explodiert. Ein Professor der Technischen Fakultät der Yonsei-Universtität sei dabei leicht verletzt worden, berichteten südkoreanische Sender. Er habe das Paket in einer Einkaufstüte gefunden und es in sein Büro getragen. Die Tüte habe an einer Tür gehangen. Als er das Paket geöffnet habe, sei der Inhalt detoniert. Das Entschärfungskommando sei wegen Terrorverdachts alarmiert worden. Das Gebäude wurde evakuiert. Das Paket enthielt nach Angaben der Polizei einen Sprengsatz sowie eine mit Schrauben gefüllte Plastik-Trinkflasche, die mit Drähten und Batterien verbunden war. Die Polizei vermute, dass die Bombe von einem "Amateur" zusammengebaut worden sei, berichtete die nationale Nachrichtenagentur Yonhap. 

+++ 9.48 Uhr: Junge bekommt keinen Fingerkreisel - und büxt aus +++

Weil ihm seine Mutter den Kauf eines sogenannten Fidget Spinners verweigerte, ist ein Elfjähriger im thüringischen Saalfeld weggelaufen. Der Junge büxte am Montagnachmittag aus, nachdem er wegen des begehrten trendigen Fingerkreisels mit seiner Mutter in Streit geraten war, wie die Polizei Saalfeld mitteilte. Als die Familie den Elfjährigen nach mehr als zweistündiger Suche immer noch nicht fand, rief sie die Polizei. Mit einem Großaufgebot und einem Fährtenhund suchte die Polizei daraufhin das Stadtgebiet ab. Am Abend entdeckten Beamte schließlich den Jungen auf einer Bank. Er war wohlauf und gab an, aus Ärger darüber weggelaufen zu sein, dass ihm der Kauf des Spielzeugs verweigert wurde.

+++ 9.40 Uhr: Mindestens 35 Tote bei Erdrutschen in Bangladesch +++

Bei mehreren Erdrutschen in Bangladesch sind mindestens 35 Menschen getötet worden. Wie die Polizei mitteilte, starben die Menschen am Montag und Dienstag nach heftigen Regenfällen in den südöstlichen Bezirken Rangamati und Bandarban. Die Opferzahl werde vermutlich noch ansteigen, da viele Gebiete von der Außenwelt abgeschnitten seien.

+++ 9.17 Uhr: Schüsse an S-Bahnhof in München - Polizistin schwer verletzt +++

Am S-Bahnhof in Unterföhring bei München hat es am Dienstagmorgen einen Polizeieinsatz gegeben. Zahlreiche Beamte seien vor Ort, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Eine Sprecherin der Polizei München bestätigte, dass im Bereich des Bahnsteigs Schüsse gefallen seien. Über Twitter meldeten die Beamten, dass es mehrere Verletzte gebe und eine Polizistin schwer verletzt sei. Eine Person sei festgenommen worden. Zunächst hatten "Bild" und BR darüber berichtet.
Hintergründe und Einzelheiten des Vorfalls waren noch vollkommen unklar. "Die Lage ist unter Kontrolle", sagte die Polizeisprecherin der dpa. Hubschrauber und Spezialeinsatzkommandos seien im Einsatz, der S-Bahnhof sei abgesperrt. Eine Gefahr für die Bevölkerung bestehe nicht, betonte sie.

 

+++ 9.10 Uhr: Bewaffnete Rocker treffen in Wuppertal aufeinander +++

Die Polizei hat in Wuppertal eine Ansammlung von mehr als 30 Rockern aufgelöst und dabei mehrere Waffen wie Schlagstöcke, Hantelstangen und Messer sichergestellt. Als die Beamten in der Nacht zum Dienstag am Einsatzort in der Innenstadt eintrafen, standen etwa 20 Mitglieder der "Osmanen Germania" 13 Rivalen gegenüber, die keinem konkreten Club zugeordnet werden konnten. "Ob tatsächlich eine Schlägerei zwischen den beiden Gruppierungen bevorstand, ist momentan schwierig zu beurteilen", sagte eine Polizeisprecherin. Zwei der Rocker wurden vorübergehend in Gewahrsam genommen, da sie einem Platzverweis der Polizei nicht Folge leisteten. 


+++ 7.54 Uhr: Zwei Tote und elf Verletzte bei Brand in Hochhaus bei Karlsruhe +++

Bei einem Feuer in einem Hochhaus bei Karlsruhe sind eine Frau und ein Mann ums Leben gekommen. Der Brand war in einer Wohnung im siebten Obergeschoss ausgebrochen, wie die Feuerwehr mitteilte. Im selben Stockwerk fanden die Einsatzkräfte die Toten. Der genaue Fundort war unbekannt. Elf Menschen wurden mit Rauchgasvergiftungen ins Krankenhaus gebracht. Die Feuerwehr konnte den Brand nach etwa drei Stunden löschen. Das Gebäude im baden-württembergischen Stutensee hat 13 Stockwerke. Unterhalb des siebten Stocks wurden alle Wohnungen evakuiert. Wegen des dichten Rauchs konnte die Feuerwehr anfangs nicht in die oberen Etagen vordringen. Einige Bewohner mussten deshalb in ihren Wohnungen ausharren. Schließlich konnten sie mit Drehleitern aus dem Gebäude geholt werden. Rund 40 Menschen wurden in einer nahegelegenen Schule untergebracht.

+++ 6.10 Uhr: Japanisches Gericht genehmigt Neustart von zwei Atomreaktoren +++

Mehr als sechs Jahre nach der Atomkatastrophe von Fukushima hat ein japanisches Gericht die Wiederinbetriebnahme zweier Atomreaktoren genehmigt. Die Reaktoren 3 und 4 des Atomkraftwerks Genkai im Südwesten Japans dürften nach dem Gerichtsurteil wieder ans Netz gehen, sagte ein Justizvertreter. Anwohner hatten versucht, aus Sicherheitsgründen eine einstweilige Verfügung gegen den Neustart der Reaktoren zu erreichen. Das Atomkraftwerk Genkai liegt hundert Kilometer nördlich der Präfektur Kumamoto, die im vergangenen Jahr von einem schweren Erdbeben erschüttert wurde. Die Anwohner werfen dem Betreiberkonzern Kyushu Electric Power vor, keine ausreichenden Maßnahmen zum Schutz vor Naturkatastrophen zu treffen.

+++ 3.56 Uhr: Secret Service besitzt keine Aufzeichnungen von Trumps Gesprächen im Weißen Haus +++

Der Secret Service besitzt nach eigenen Angaben keine Mitschnitte oder Abschriften der Gespräche von US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus. Eine Überprüfung habe ergeben, dass solche Aufzeichnungen nicht existierten, schrieb der für den Schutz des Präsidenten zuständige Sicherheitsdienst an das "Wall Street Journal". Die Zeitung hatte vor dem Hintergrund des Streits zwischen Trump und Ex-FBI-Chef James Comey eine Anfrage nach dem Informationsfreiheitsgesetz an den Secret Service gestellt.

+++ 2.27 Uhr: Ermittlungen gegen Guatemalas Staatschef beantragt +++

Die Staatsanwaltschaft Guatemalas will wegen eines verheerenden Brandes in einem Jugendheim gegen Präsident Jimmy Morales Ermittlungen einleiten. Dazu beantragte sie die Aufhebung der Immunität. Der Sprecher des Präsidenten betonte, man achte die Gewaltenteilung. Bei den Ermittlungen gehe es darum, ob es eine Verantwortung oder eine Pflichtverletzung des Staates und damit des Präsidenten für die Katastrophe gebe. Bei dem Brand waren im März 41 Jugendliche im Alter zwischen 14 und 17 Jahren gestorben. Jugendliche hatten in dem Heim in San José Pinula nahe Guatemala-Stadt Matratzen in Brand gesteckt. In dem Heim lebten zu dem Zeitpunkt 748 Kinder und Jugendliche, obwohl die Kapazität auf 400 Menschen begrenzt war.

+++ 1.57 Uhr: 15-Jähriger baut Unfall mit 1,6 Promille +++

Mit 1,58 Promille im Blut ist ein 15-Jähriger im oberfränkischen Landkreis Kronach mit dem Auto in einen Unterstand für Einkaufswagen gekracht. In Begleitung eines älteren Bekannten war der Junge am Montagabend mit einem Wagen zu schnell über den Parkplatz eines Supermarkts in Küps gefahren, wie die Polizei mitteilte. Er verlor die Kontrolle über das Fahrzeug und rauschte in den Unterstand. Dieser wurde komplett zerstört. Ein daneben geparktes Auto wurde beschädigt. Zunächst gab sich der 35-jährige und ebenfalls betrunkene Begleiter vor der Polizei als Fahrer aus. Zeugen hatten jedoch den Jugendlichen hinter dem Steuer gesehen.

+++ 1.33 Uhr: Feuerattacke gegen schlafenden Obdachlosen: Urteil erwartet +++

Knapp ein halbes Jahr nach der Feuerattacke gegen einen schlafenden Obdachlosen in einem Berliner U-Bahnhof wird das Landgericht voraussichtlich das Urteil verkünden. Angeklagt sind sechs junge Männer im Alter zwischen 16 und 21 Jahren wegen versuchten Mordes. Das Gericht hat bereits angedeutet, dass auch eine Verurteilung wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung oder Beihilfe dazu in Frage kommen könnte. Die Delikte wiegen aus juristischer Sicht nicht so schwer wie versuchter Mord.

+++ 0.43 Uhr: Erste "Dreier-Ehe" in Kolumbien +++

In Kolumbien haben drei Männer offiziell die erste "Dreier-Ehe" des Landes geschlossen. In der Stadt Medellín wurde der besondere Dreierbund fürs Leben notariell beglaubigt. "Wir leben zusammen, teilen Haus, Bett, alles. Wir leben die Vielliebe (Polyamorie)", sagte einer der Männer dem Radiosender Caracol. Eigentlich seien sie sogar vier Partner gewesen, die seit vier Jahren diese besondere Liebesbeziehung zueinander pflegen - aber der vierte Mann starb an Krebs. Bei der Feier des Dreier-Bundes wurde an ihn besonders erinnert. Gegen starken Widerstand der Kirche hatte das Verfassungsgericht 2016 die Homo-Ehe in Kolumbien zugelassen.

+++ 0.19 Uhr: US-Rapper Diddy ist bestbezahlter Promi der Welt +++

Der US-Rapper Sean "Diddy" Combs ist der bestbezahlte Promi der Welt. Er führt eine Liste mit hundert Namen an, die das US-Magazin "Forbes" veröffentlichte. Auf den Plätzen zwei und drei folgen die US-Sängerin Beyoncé und die britische Autorin der "Harry Potter"-Bücher, J.K. Rowling. Diddy verdiente laut dem Magazin im vergangenen Jahr rund 130 Millionen Dollar (rund 116 Millionen Euro), Beyoncé kam auf 105 Millionen Dollar und Rowling auf 95 Millionen Dollar. Die britische Autorin ist damit der bestbezahlte Promi außerhalb der Musikbranche. Der 47-jährige Diddy, der sich früher auch Puff Daddy oder P. Diddy nannte, wurde in den 90 Jahren zu einem der erfolgreichsten Rapmusiker der Welt. Inzwischen veröffentlicht er kaum noch neue Songs, er hat seine Aktivitäten aber unter anderem auf die Mode- und Getränkebranche ausgeweitet.

fin / DPA / AFP