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Innenminister Friedrich Terrorverdächtige fielen durch Reisen auf


Laut Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) ist die "Düsseldorfer Zelle" erst durch ihre Flugreisen ins Visier der Fahnder geraten. Die ersten Hinweise auf die mutmaßlichen al Kaida-Mitglieder kamen allerdings nicht von deutschen Behörden.

Die Sicherheitsbehörden sind der Düsseldorfer Terrorzelle durch die Auswertung von Passagierdaten auf die Spur gekommen. "Von amerikanischer Seite sind wir unter anderem auf das auffällige und ungewöhnliche Reiseverhalten der Verdächtigen hingewiesen worden", sagte Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) der "Rheinischen Post". Die Flugpassagierdaten seien "ein wichtiges Element für diesen Fahndungserfolg" gewesen.

"Auswertung rechtsstaatlicher Fahndungsmöglichkeiten"

Seit 2003 übermitteln die EU-Länder den US-Diensten Namen und weitere Details von Fluggästen, die zwischen EU- und Nicht-EU-Ländern verkehren. "Wir sollten uns darüber im Klaren sein, dass die Hinweise der Nachrichtendienste nicht zufällig zustande kommen, sondern auf der systematischen Auswertung rechtsstaatlicher Fahndungsmöglichkeiten beruhen", hob Friedrich hervor. Das gelte ebenfalls für die bald zur Verlängerung anstehenden Anti-Terrorgesetze.

Die Bundesanwaltschaft hatte nach längerer Beobachtung drei mutmaßliche Terroristen festnehmen lassen, die einen Bombenanschlag auf den öffentlichen Nahverkehr einer deutschen Großstadt geplant haben sollen.

tkr/DPA DPA

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