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Kairo-Reise des Außenministers: Westerwelle trifft sich mit Präsident Mursi

Nach Auflösung des Parlaments ist in Kairo ein Machtkampf entbrannt. Guido Westerwelle besucht am Dienstag den ägyptischen Präsidenten Mursi, um ihn in seinen Demokratiebestrebungen zu unterstützen.

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) trifft heute in Kairo mit dem neuen ägyptischen Präsidenten Mohammed Mursi zusammen. Er ist damit der erste westliche Außenminister, der nach der Wahl im Juni nach Ägypten reist. Dabei will Westerwelle Diplomatenkreisen zufolge sich dafür einsetzen, dass der Militärrat die Macht rasch in demokratisch legitimierte zivile Hände gibt, um den Demokratisierungsprozess im Land fortzuführen.

Zwischen Mursi und dem Militärrat war zuvor ein Machtstreit entbrannt. Das ägyptische Verfassungsgericht hatte die Wahlen im Juni für ungültig erklärt. Nachdem der Militärrat das Parlament nach dem Gerichtsurteil aufgelöst hatte, setzte Mursi dieses am Sonntag wieder ein. Das Verfassungsgericht bekräftigte sein Urteil jedoch als bindend. Der Sprecher des Parlaments forderte die Abgeordneten dennoch auf, am Dienstag zusammenzutreten. Westerwelle wollte zudem den Chef der Arabischen Liga, al-Arabi, treffen.

juho/DPA/AFP / DPA
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