Präsident Abbas und Antisemitismus Der skandalöse Auftritt von Abbas in Berlin ist ein Symbol: für das völlige Scheitern deutscher Politik in Nahost

Palestinänserpräsidenten Mahmud Abbas
Nach dem Holocaustvergleich des Palestinänserpräsidenten Mahmud Abbas rückt die Frage in den Hintergrund, was überhaupt der Anlass Abbas Besuchs in Berlin war 
© Imago Images
In der Debatte um die antisemitischen Äußerungen des palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas im Kanzleramt bespiegeln sich die Deutschen vor allem selbst. Was dabei völlig in den Hintergrund gerät, ist die über allem stehende Frage: Warum wurde der 87-jährige Mahmud Abbas überhaupt im Kanzleramt empfangen? 

René Wildangel

Seit dem Ende der Pressekonferenz mit Mahmud Abbas im Kanzleramt überschlagen sich die Reaktionen auf die Äußerungen des palästinensischen Präsidenten. Israel habe seit 1948 "50 Massaker, 50 Holocausts" an den Palästinensern verübt. Das war die mehr als verunglückte Antwort auf die Frage eines Journalisten, ob Mahmud Abbas sich für die Attentate auf israelische Sportler bei den Olympischen Spielen in München von 1972 entschuldigen wolle.  


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