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Ministerin Kristina Schröder: Juhu, wir sind schwanger!

Ministerin Schröder kriegt ein Kind und wird damit zum Testfall ihrer familienpolitischen Vorstellungen. Ob von Konservativen oder Feministinnen - die umstrittene Ministerin wird beobachtet werden.

Von Florian Güßgen

Juhu. Jetzt ist Kristina Schröder, die twitternde konservative und so häufig kritisierte Familienministerin, doch tatsächlich schwanger. 33, frisch verheiratet, sofort in anderen Umständen. Das "Bäuchlein" ("Bild") emotionalisiert nun die Republik. Das engere Umfeld der Kanzlerin gilt zwar schon länger als fruchtbar - Angela Merkels Ex-Staatsministerin Hildegard Müller wurde in großkoalitionären Zeiten ebenso Mutter wie Medienberaterin Eva Christiansen -, aber noch nie hat eine Bundesministerin im Amt ein Kind bekommen. Die Spanier haben die Erfahrung schon gemacht, die Franzosen auch. Jetzt also auch wir. Glückwunsch! Alles Gute!

Bei Schröder, da gibt es kein Vertun, wird der Bauch sofort zur Politik, zum Testfall ihrer familienpolitischen Vorstellungen. Die Frau aus Wiesbaden wird mit Argusaugen beobachtet werden - von den Konservativen in den eigenen Reihen, von den Feministinnen, mit denen sie sich im vergangenen Jahr so angelegt hat, von allen Frauen, die mit Mann, Kind und Karriere ringen. Wie schnell arbeitet sie wieder und wie viel? Wie viele Stunden verbringt sie mit ihrem Kind? Wie viele Supernannies heuert sie an? Was macht die Oma? Und, vor allem: Absolviert Papa-in-spe Ole Schröder, ebenfalls in der CDU und Parlamentarischer Staatssekretär im Innenministerium, auch brav sein Wickelvolontariat, also ein Minimum an Elternzeit? "Wir werden vor den gleichen Herausforderungen stehen wie viele andere Paare in Deutschland, bei denen beide beruflich gefordert sind", hat Schröder der "Bild"-Zeitung gesagt. Sie wird eine gläserne Mutter sein, wohl oder übel. Zu beneiden ist sie darum zwar nicht. Aber es ist ein interessantes Novum, dass eine Spitzenpolitikerin sich halböffentlich mit all jenen Fragen wird auseinandersetzen müssen, die auch alle anderen Mütter im Lande bewegen.

Politik trifft auf Realität

Politik trifft also auf Realität. Nur, was heißt das? Oder: Was kann das heißen? Schröder ist politisch bislang vorgeworfen worden, dass es ihr an einem Profil mangele, wie es etwa ihre Vorgängerin Ursula von der Leyen gehabt habe, dass sie sich zu wenig um die Förderung von Frauen schere, dass sie deren Berufschancen zu optimistisch bewerte. Im Streit mit Alice Schwarzer um die Deutungshoheit der Errungenschaften des Feminismus wurde ihr vorgehalten, sie sei naiv. Schröder gilt als Schwachstelle im Kabinett Merkel.

Was wird sich an Schröders Realität nun ändern, abgesehen davon, dass sie mit ihrer Mutterschaft in den eigenen Reihen eine gewisse Street Credibility in Sachen Reproduktion gewinnt? Ihren Job, den wird sie behalten wollen und dürfen. Und auch wenn viele Chefs die Schwangerschaft einer eher schwachen Mitarbeiterin nutzen, um diese etwas länger in der Elternzeit ab- und damit kaltzustellen, wird dieses Schicksal dem eher schwächeren Kabinettsmitglied Schröder wohl erspart bleiben. Die Kanzlerin hat den Ruf, Mitarbeiterinnen mit Kindern die Stange zu halten.

"Das entscheiden wir, wenn es so weit ist"

Und so kann man nur darüber spekulieren, ob und wie die Wirklichkeitserfahrung einer Schwangerschaft sich auf die Politik Köhlers auswirkt. Aber vielleicht setzt sie sich im August ja einmal mit der anderen Berliner Power-Mami, SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles, in einem bunten Café in Berlin-Mitte zusammen und bespricht mit ihr, welche Politik für Mütter die richtige ist. Denn just am Dienstag hat Nahles - Glückwunsch! - ihre erste Tochter zur Welt gebracht. Beim ersten Kiba-Saft könnten die beiden etwa die Kita-Betreuung besprechen - dort gibt es viel zu tun, denn laut jüngsten Zahlen des Statistischen Bundesamtes wird im Westen nicht einmal jedes fünfte Kind (17,5 Prozent) unter drei Jahren in Kitas oder von Tagesmüttern betreut.

Beim grünen Tee könnten die Politikerinnen dann über Sinn und Zwecke der Elternzeit diskutieren. Die macht Väter zwar glücklich, wenn die meisten sie auch nur zwei Monate lang nutzen, ändert aber an den nachfolgenden Kind-Karriere-Dilemmata der Frauen wenig, weil die Aufgabenverteilung zu Hause dieselbe bleibt. Beim Milchkaffee könnten die beiden dann zum Eingemachten kommen: der Verbesserung der Löhne von Frauen und der flexibleren Handhabung vor Arbeitszeiten. Denn Frauen verdienen im Schnitt immer noch locker 20 Prozent weniger als die Männer. Die Frage, wer zu Hause bleibt, Mama oder Papa, ist damit schon oft genug beantwortet, bevor sie überhaupt gestellt worden ist. Mutti bringt einfach nicht genug nach Hause, um die Familie ernähren zu können. Die Flexibilisierung der Arbeitszeiten hat sich Schröder schon länger auf die Fahnen geschrieben. Das Ergebnis dieses Plauschs könnte in ein wunderbares, parteiübergreifendes Familienprogramm münden.

Alle gucken zu

So weit wird es wohl nicht kommen. Dennoch wird es spannend, die Entwicklung Schröders zu beobachten. Bisher hatte die Frau aus Wiesbaden, der politische Shootingstar, immer eher pampig verlauten lassen, dass sie glaube, dass Frauen eigentlich keine Grenzen gesetzt seien in ihrem Streben nach Karriere. Frauenquoten? Pah. Lehnte sie ab. Ungleiche Bezahlung? Liegt daran, dass die Mädels sich immer die schlecht bezahlten Jobs suchen. Alles ist möglich! Vergesst den Feminismus!

Am Beispiel des Power-Paares Schröder wird sich nun bald exemplarisch zeigen lassen, was zumindest in der Spitzenpolitik wie möglich ist, an welche Grenzen auch eine Ministerin stößt. Dass sie in ihrer Position Elternzeit nehme, hatte Schröder in einem "Spiegel"-Interview ausgeschlossen. Auf die Frage, ob ihr Mann zu Hause bleibe, sobald ein Kind da sei, hatte sie geantwortet: "Das entscheiden wir gemeinsam, wenn es so weit sein sollte."

Bald ist es soweit. Und alle gucken zu.

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(