Regierungserklärung im Bundestag Olaf Scholz: Auf dem Weg vom Zauder-Kanzler zur Führungsfigur

Olaf Scholz
Olaf Scholz verlässt nach seiner Regierungserklärung den Bundestag
© Michael Kappeler / DPA
Selten war eine Regierungserklärung so vollgepackt: Krieg, Klima, Ukraine und Gipfel, Gipfel, Gipfel. Von der EU bis G7. Vor dem Bundeskanzler liegen entscheidende sieben Tage. Besteht er sie gut, könnte er die führende Rolle in Europa übernehmen – und muss sich auch nicht länger selbst loben, weil es sonst keiner macht.

Was kratzt es einen Kanzler, wenn sich fast die komplette Medienzunft im Verbund mit der Opposition an ihm abarbeitet? Kurze Antwort: Wenig. Kurzer Nachsatz: Normalerweise.

Die etwas ausführlichere Antwort geht so: Olaf Scholz hat seit seiner Zeit als Hamburger Bürgermeister einen ehernen Grundsatz: Never explain, never complain. Einigermaßen frei übersetzt: Was immer passiert, was immer dir vorgeworfen wird, reg dich bloß nicht auf und beschwer dich nicht über Kritik. Diesen Grundsatz hatte er stets beherzigt.


Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker