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Pauschbetrag-Erhöhung schon 2011 Schwarz-Gelb versüßt die Lohnabrechnung


Finanzminister Wolfgang Schäuble gibt im Steuerstreit mit der FDP nach: Die Erhöhung des Arbeitnehmer-Pauschbetrages wird bereits in diesem Jahr voll umgesetzt. Arbeitnehmer sollen dadurch ab Weihnachten mehr Geld in der Tasche haben.

Arbeitnehmer können bereits ab Jahresende mehr Geld nach Hause bringen: Union und FDP im Bundestag einigten sich mit Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) darauf, dass die Erhöhung des Arbeitnehmer-Pauschbetrages von 920 auf 1000 Euro schon in diesem Jahr voll umgesetzt wird. Der Steuervorteil soll mit der Lohnabrechnung im Dezember dieses Jahres an die Arbeitnehmer weitergereicht werden - für den Bundeshaushalt wird die Entlastung von insgesamt rund 330 Millionen Euro aber erst im Haushalt 2012 wirksam.

Etwa drei Euro mehr im Monat

Nach der jetzigen Lösung müssten die Arbeitgeber nur die Dezember-Gehaltsabrechnung ändern und die Arbeitnehmer hätten zu Weihnachten etwas mehr Geld in der Tasche. Zudem müsste niemand für diesen Vorteil eine zusätzliche Steuererklärung abgeben. Es werden jedoch nicht alle Arbeitnehmer profitieren. Der Vorteil beträgt allerdings nur etwa 1 bis 3 Euro pro Monat.

Diese Lösung entspricht einem Kompromissvorschlag, den Schäuble am Montag noch abgelehnt hatte. Er wollte die Anhebung erst 2012 umsetzen, damit der Haushalt im laufenden Jahr nicht belastet wird.

Kosten von insgesamt 585 Millionen Euro

Die höhere Werbungskostenpauschale für Arbeitnehmer ist Kernstück der vereinbarten 41 Steuervereinfachungen. Einschließlich der Verbesserungen bei den Kinderbetreuungskosten sowie beim Kindergeld und Kinderfreibetrag kommen Kosten von insgesamt 585 Millionen Euro zusammen. Hier ist aber keine rückwirkende Umsetzung zu erwarten.

FDP-Finanzexperte Volker Wissing sagte am Rande der Sitzung des Bundestags-Finanzausschusses: "Ich freue mich, dass die Dinge nun klar sind und die Arbeitnehmer die erhöhte Pauschale bereits 2011 voll nutzen können." Der Obmann der Union im Finanzausschuss, Hans Michelbach (CSU), sprach von einem wichtigen Signal an alle Arbeitnehmer: "Ich begrüße die jetzt gefundene Lösung ausdrücklich."

Bayerns Finanzminister Georg Fahrenschon (CSU) sagte: "Mit dieser Lösung werden Bürger und Finanzverwaltung von bürokratischem Aufwand verschont, und wir erreichen eine zeitnahe finanzielle Entlastung der Arbeitnehmer." Jetzt könne Schritt für Schritt die steuerliche Entlastung der Bürger weiter vorangetrieben werden.

fw/DPA DPA

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