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Sinkende Umfragewerte: Miese Stimmung für Schwarz-Gelb

Viereinhalb Wochen vor der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen verharrt die schwarz-gelbe Koalition im Bund im Stimmungstief.

Einen Monat vor der einzigen Landtagswahl dieses Jahres in Nordrhein-Westfalen verharrt die schwarz-gelbe Koalition bundesweit im Stimmungstief. In der am Mittwoch veröffentlichten Forsa-Umfrage für stern und RTL blieben die Union wie in der Vorwoche bei 34 und die FDP bei 7 Prozent. Mit zusammen 41 Prozent liegen die Regierungsparteien damit gut sieben Punkte unter ihrem Bundestagswahlergebnis vom letzten September und sogar zehn Punkte unter den Werten von SPD, Grünen und Linkspartei.

Im Politikerranking musste vor allem Außenminister Guido Westerwelle herbe Verluste hinnehmen. Im Vergleich zu seinen Vertrauenswerten Ende Dezember büßte der FDP-Chef acht Punkte ein und rangiert auf einer Skala von eins bis 100 nur noch bei 34 Punkten - hinter dem Linken-Fraktionschef Gregor Gysi (35). Er könne sich nicht daran erinnern, dass jemals ein deutscher Außenminister so schlecht beurteilt worden sei, sagte Forsa-Chef Manfred Güllner dem stern. "Westerwelle ist mit dafür verantwortlich, dass sich so viele der Wähler, die bei der Bundestagswahl vor einem halben Jahr der FDP ihre Stimme gaben, von der Partei abgewandt haben", ergänzte Güllner.

Zu den Verlierern in der Wählergunst gehört auch Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg. Der CSU-Minister, der wegen des Luftangriffs von Kundus in die Kritik geraten ist, verlor fünf Punkte auf einen Wert 57. Damit konnte er aber seinen zweiten Platz hinter Bundeskanzlerin und CDU-Chefin Angela Merkel (62, minus ein Punkt) behaupten. Ihren dritten Platz in der Beliebtheitsliste konnte Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU, 53 Punkte) behaupten, gefolgt von SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier und Finanzminister Wolfgang Schäuble von der CDU (beide 51 Punkte).

APN, Reuters / Reuters