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Steuerhinterziehung Merkel lässt Regeln bei Selbstanzeige prüfen


Der Fall Uli Hoeneß heizte die Diskussion an: Sind milde Behandlungen von Steuersündern nach deren Selbstanzeige angebracht? Kanzlerin Merkel will sich dieser Frage nun annehmen.

Nach der SPD erwägt die CDU nun ebenfalls, die Strafbefreiung bei Selbstanzeigen von Steuerhinterziehern zu erschweren. Auf Vorschlag von Parteichefin und Bundeskanzlerin Angela Merkel setzte das CDU-Präsidium am Montag eine Arbeitsgruppe ein, die prüfen soll, "inwieweit weitere Verschärfungen der Möglichkeit zur strafbefreienden Selbstanzeige geboten sind". Das sagte CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe nach der Sitzung. Ziel sei es, Steuerhinterziehung wirksamer bekämpfen zu können.

Die Arbeitsgruppe soll aus Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) sowie Fachleuten der CDU aus den Bundesländern und aus der Bundestagsfraktion bestehen. Geprüft werden soll nach den Worten Gröhes beispielsweise auch, ob eine Staffelung nach Höhe der betroffenen Summen sinnvoll ist. Eine Lösung müsse aber "verfassungsfest" sein. Zugleich sollten mögliche Änderungen "zügig" umgesetzt werden. Ob dies aber noch vor der Bundestagswahl im September möglich ist, ließ Gröhe offen.

Der Fall Hoeneß befeuert die Debatte

Auch die Bundesregierung ist nach Angaben von Regierungssprecher Steffen Seibert grundsätzlich "immer bereit, die Ausgestaltung einer Regelung neu zu betrachten". Zugleich warnte er mit Blick auf gewünschte Änderungen am Selbstanzeige-Verfahren vor einem "Schnellschuss".

Die SPD fordert, die Strafbefreiung für Steuersünder bei einer Selbstanzeige abzuschaffen oder einzuschränken, die FDP ist dagegen. Die Debatte war erneut ins Rollen gekommen, als eine entsprechende Selbstanzeige des Präsidenten des FC Bayern München, Uli Hoeneß, bekannt geworden war. Bayerns Ministerpräsident und CSU-Chef Horst Seehofer (CSU) hatte sich am Wochenende ebenfalls bereit gezeigt, die Möglichkeiten für eine strafbefreiende Selbstanzeige für Steuerhinterzieher einzuschränken.

sas/AFP AFP

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