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Mecklenburg-Vorpommern: Flüchtlingsheim auf Usedom ausgebrannt

Auf Usedom stand in der Nacht zum Sonntag ein ehemaliges Bürogebäude in Flammen, in dem ab nächster Woche 15 Zuwanderer wohnen sollten. Der Bund fordert einen besseren Schutz der Flüchtlingsunterkünfte.

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Auf der Ostseeinsel Usedom ist in der Nacht zum Sonntag eine geplante Flüchtlingsunterkunft ausgebrannt. Wie die Polizei in Neubrandenburg mitteilte, ging das ehemalige Bürogebäude einer Metallbaufirma in Trassenheide aus noch ungeklärter Ursache in Flammen auf.

15 Flüchtlinge sollten ab Mitte kommender Woche in den vier frisch hergerichteten Wohnungen leben. Die Feuerwehr rückte mit 48 Mann an und löschte die Flammen. Das Gebäude sei nun nicht mehr bewohnbar, hieß es weiter. Die Höhe des Schadens war zunächst unklar.

Die Bundesregierung hat im Zuge der Anschläge von Paris einem Zeitungsbericht zufolge die Länder zu einem besseren Schutz der Flüchtlingsunterkünfte aufgefordert. Grund seien Befürchtungen, dass Rechtsextremisten die Attentate in der französischen Hauptstadt als Begründung für Anschläge missbrauchen könnten, berichtete die "Mitteldeutsche Zeitung" unter Berufung auf Berliner Sicherheitskreise. Bundesinnenminister Thomas de Maiziere habe darauf verwiesen, dass es bereits "ein erschreckendes Ausmaß von Anschlägen gegen Asylbewerber" gebe. Bei der Anschlagsserie in Paris wurden mindestens 129 Menschen getötet.

Bundesregierung will Sicherheitsvorkehrungen deutlich verschärfen

Als Reaktion auf die Anschläge hatte die Bundesregierung am Samstag beschlossen, die Sicherheitsvorkehrungen in Deutschland deutlich zu verschärfen. Dazu gehören de Maiziere zufolge eine stärkere Präsenz bewaffneter Polizisten an Bahnhöfen und Flughäfen sowie mehr Kontrollen an der deutsch-französischen Grenze. Die Gefährdungslage in Deutschland sei hoch und die Bundesrepublik stehe unverändert im Fadenkreuz des internationalen Terrorismus, sagte de Maiziere nach einer Sitzung des Sicherheitskabinetts.

tim / DPA / Reuters