HOME

stern-RTL-Wahltrend: Merkel gewinnt an Zustimmung, die Union stagniert

Wahldebakel in Mecklenburg-Vorpommern, die Rede ist von "Kanzler-Dämmerung", im Wahltrend von stern und RTL aber legt Angela Merkel zu? Die Erklärung: Die Umfragen wurden vor dem vergangenen Wahlsonntag durchgeführt. Die Kanzlerin ging also eigentlich gestärkt in die Wahl.

Angela Merkel applaudiert im hellgrauen Jacket

Die Kanzlerin applaudiert: Im Wahltrend von stern und RTL legt die Kanzlerin zwar zu, der Zustimmungswert dürfte sich nach dem Wahldebakel der CDU in Mecklenburg-Vorpommern aber wieder verändert haben.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat in der Woche vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern wieder an Zustimmung gewonnen. Bei der Kanzlerpräferenz, der härtesten Währung für die Popularität eines Spitzenpolitikers, konnte sie gleich um drei Prozentpunkte zulegen. Wenn die Spitze des Kanzleramts direkt gewählt werden könnte, würden sich nun 44 Prozent für Merkel entscheiden. Damit liegt sie 28 Prozentpunkte vor SPD-Chef Sigmar Gabriel, den sich 16 Prozent als Kanzler wünschen. 

Seit dem Erfolg der AfD, die sich im Stammland der Kanzlerin am vergangenen Sonntag vor der CDU als zweitstärkste Kraft im Landtag etablierte, steht Merkel allerdings wieder im Fokus. Etliche Kommentatoren schließen nicht aus, dass die CDU-Schlappe in Mecklenburg-Vorpommern der Anfang vom Ende der Kanzlerin Merkel sein könnte. Wie sich das Wahlergebnis auf die Umfragewerte auswirkt, wird die kommende Woche zeigen.

Wahltrend: Nur die FDP gewinnt dazu

Im stern-RTL-Wahltrend dieser Woche profitiert die Union aus CDU und CSU allerdings nicht von der zuletzt gestiegenen Popularität Merkels – die Union stagniert bei 33 Prozent im Bund. Auch die SPD kann sich nicht verbessern und bleibt bei 22 Prozent. Die Grünen verharren bei 12 Prozent, während die Linke im Vergleich zur Vorwoche einen Prozentpunkt verliert und jetzt bei 8 Prozent liegt. Lediglich die FDP kann einen Punkt auf 7 Prozent hinzugewinnen. Die AfD kommt weiterhin auf 12 Prozent. Auf die sonstigen kleinen Parteien entfallen zusammen 6 Prozent. Der Anteil der Nichtwähler und Unentschlossenen beträgt 28 Prozent.

Datenbasis: Das Forsa-Institut befragte vom 29. August bis 2. September 2016 im Auftrag des Magazins stern und des Fernsehsenders RTL 2501 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger, die durch eine computergesteuerte Zufallsstichprobe ermittelt wurden. Die statistische Fehlertoleranz liegt bei +/- 2,5 Prozentpunkten.



mw/stern