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Die Morgenlage Coronavirus greift im Weißen Haus um sich – Top-Militärs in Quarantäne

Sehen Sie im Video: Trump sagt Verhandlungen mit Demokraten über Corona-Hilfspaket ab.


US-Präsident Donald Trump hat die Verhandlungen mit den oppositionellen Demokraten über ein neues Corona-Hilfspaket bis nach der Präsidentenwahl am 3. November abgesagt. "Ich habe meine Vertreter angewiesen, die Verhandlungen zu stoppen", twitterte das mit dem Coronavirus infizierte Staatsoberhaupt am Dienstag, einen Tag nachdem er aus dem Krankenhaus entlassen und wieder ins Weiße Haus eingezogen war. Unmittelbar nachdem er gewonnen habe, werde man ein großes Konjunkturpaket verabschieden, so Trump. Der demokratische Präsidentschaftskandidat Joe Biden erwägt die zweite Fernsehdebatte kommende Woche auszusetzen, falls Trump zu diesem Zeitpunkt noch positiv auf das Coronavirus gestestet ist. Er wisse nicht, wie sein Status momentan sei, er freue sich auf eine Debatte mit ihm, doch eine Debatte zu einem Zeitpunkt, an dem er immer noch COVID habe, sollte nicht stattfinden, so der 77-Jährige am Mittwoch. Trump war am Montag aus dem Krankenhaus zu seinem Amtssitz zurückgekehrt. Im engen Kreis des Präsidenten breitet sich das Virus weiter aus. Stephen Miller, leitender Berater des Weißen Hauses, wurde am Dienstag positiv getestet. Als Vorsichtsmaßnahme arbeite Trump in provisorischen Büroräumen in der Residenz und nicht im Oval Office, erklärten Regierungsmitarbeiter. Nur vier leitende Angestellte erhielten persönlichen Zugang zum Präsidenten. Eine Debatte, die voraussichtlich stattfinden wird, ist die zwischen Bidens Vizepräsidentschaftskandidatin Kamala Harris und ihrem Herausforderer Mike Pence. Bei der Debatte am Mittwoch sollen nach Angaben mit dem TV-Duell vertrauter Personen Plexiglas-Abtrennungen aufgestellt werden, um die Verbreitung des Virus zu verhindern. Sowohl Pence als auch Harris waren kürzlich negativ getestet worden.
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Trumps Generalstabschef mit Corona infiziert +++ Chemie-Nobelpreisträger werden bekanntgegeben +++ Mord im Berliner Tiergarten: Prozess gegen Russen beginnt +++ Die Nachrichtenlage am Mittwochmorgen.

Guten Morgen, liebe Leserin, lieber Leser,

einen Monat vor der US-Präsidentenwahl sitzt Amtsinhaber Donald Trump twitternd im Weißen Haus, während Herausforderer Joe Biden Wahlkampf macht. Ob Trumps Herausforderer jedoch am zweiten Fernsehduell teilnehmen will, weiß er noch nicht – das hänge davon ab, ob Trump nächste Woche noch mit dem Coronavirus infiziert sei, sagte Biden jetzt. In der US-Regierung müssen unter anderem ranghohe Generäle bangen, weil sie sich angesteckt haben könnten.

Die Schlagzeilen zum Start in den Tag:

Trumps Generalstabschef mit Corona infiziert – Militärs in Quarantäne

Nach der Corona-Diagnose von Donald Trump greift das Virus in der US-Regierung um sich. Ein weiterer enger Berater des Präsidenten, Stephen Miller, wurde am Dienstag positiv getestet. "Es ist offensichtlich, dass es einen Ausbruch im Weißen Haus gab", räumte Trumps Sprecherin Kayleigh McEnany ein. Ranghohe Generäle, darunter Generalstabschef Mark Milley, arbeiten laut Medienberichten von zu Hause aus, weil sie bei einer Besprechung dem Coronavirus ausgesetzt gewesen sein könnten. Der an Covid-19 erkrankte Präsident hat nach eigenen Angaben keine Symptome mehr, zugleich hält sich das Weiße Haus aber mit Details über seinen Gesundheitszustand zurück.

Biden macht Fernsehduell vom Verlauf von Trumps Corona-Infektion abhängig

US-Präsidentschaftskandidat Joe Biden will nur an dem zweiten Fernsehduell mit Präsident Donald Trump am 15. Oktober teilnehmen, wenn sein Rivale dann nicht mehr mit dem Coronavirus infiziert ist. "Ich freue mich darauf, mit ihm diskutieren zu können, aber ich hoffe einfach, dass alle Vorschriften eingehalten werden", sagte Biden am Dienstag. "Wenn er immer noch Covid hat, sollten wir keine Debatte haben", fügte der der frühere Vizepräsident hinzu.

Trump ordnet Ende der Verhandlungen um weiteres Konjunkturpaket an

Trump wies die Regierung und seine Republikaner zudem an, bis nach der Wahl nicht mehr mit den Demokraten über ein weiteres Corona-Konjunkturpaket zu verhandeln. Dafür versprach Trump am Dienstag auf Twitter, dass es "sofort" nach einem Wahlsieg am 3. November ein großes Konjunkturpaket geben werde.

Nawalny nennt Altkanzler Schröder einen "Laufburschen Putins"

Der Kreml-Kritiker Alexej Nawalny hat Altkanzler Gerhard Schröder (SPD) als einen "Laufburschen" des russischen Präsidenten Wladimir Putin bezeichnet. Nawalny sagte der "Bild"-Zeitung, es sei "sehr enttäuschend", dass der frühere Bundeskanzler erklärt habe, es gebe noch keine gesicherten Fakten zu dem Giftanschlag auf ihn. "Er ist immerhin der ehemalige Kanzler des mächtigsten Landes in Europa", sagte Nawalny. "Jetzt ist Schröder ein Laufbursche Putins, der Mörder beschützt".

Strengere Vorgaben für Online-Verkauf von Lebensmitteln geplant

Für Online-Anbieter von Lebensmitteln sollen künftig strengere gesetzliche Vorgaben gelten. Darauf zielen Pläne von Ernährungsministerin Julia Klöckner (CDU), mit denen sich heute das Bundeskabinett befasst. Unter anderem sollen Behörden unter Pseudonym Proben für Kontrollen bestellen können, wie es bei Läden schon möglich ist. Betreiber von Online-Marktplätzen sollen nach Angaben des Ministeriums stärker in die Pflicht genommen werden können, unsichere Erzeugnisse aus dem Angebot zu nehmen.

Das wird heute wichtig:

Mord im Berliner Tiergarten - Prozess gegen Russen beginnt

Mit großen öffentlichen Erwartungen beginnt in der Hauptstadt ab 9 Uhr der Prozess um den sogenannten Tiergartenmord. Angeklagt ist ein 55-jähriger Russe. Der Ausgang des Prozesses an einem Staatsschutzsenat des Kammergerichts dürfte erhebliche Auswirkungen auf das deutsch-russische Verhältnis haben. Die Bundesanwaltschaft geht in ihrer Anklage davon aus, dass der Angeklagte von "staatlichen Stellen der Zentralregierung der Russischen Föderation" beauftragt wurde.

Chemie-Nobelpreisträger werden bekanntgegeben

Nach der Bekanntgabe des Physik-Nobelpreises für den deutschen Astrophysiker Reinhard Genzel und zwei weitere Forscher werden die nächsten Nobelpreisträger verkündet. Diesmal gibt die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften in Stockholm um frühestens 11.45 Uhr bekannt, wer den diesjährigen Chemie-Nobelpreis erhält.

Fußball-Nationalmannschaft testet in Köln gegen die Türkei

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft bestreitet ab 20.45 Uhr in Köln gegen die Türkei das erste von drei Länderspielen innerhalb von sieben Tagen. Das Testspiel darf wegen der Corona-Lage in Köln aber nur vor höchstens 300 Zuschauern stattfinden. Der Deutsche Fußball-Bund hatte geplant, bis zu 9200 Freikarten zu verteilen.

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Ihre stern-Redaktion

fs / anb DPA AFP

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