Irans Außenminister wird laut pakistanischen Regierungskreisen in Islamabad erwartet. Donald Trump hat keine Eile, den Krieg im Iran zu beenden. Alle Entwicklungen im Newsblog.
Wichtige Updates
Eugen Epp
Trotz der Verlängerung der Feuerpause für den Libanon setzen Israel und die libanesische Hisbollah-Miliz ihre gegenseitigen Angriffe fort. Während bei israelischen Attacken im Libanon nach libanesischen Angaben mehrere Menschen getötet worden sind, feuert die pro-iranische Hisbollah ihrerseits Raketen auf den Norden Israels ab und ruft die libanesische Regierung auf, sich aus den Verhandlungen mit Israel über eine dauerhafte Friedenslösung zurückzuziehen.
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Eugen Epp
Wie Aragtschis Besuch in Pakistan ablaufen wird, ist momentan noch völlig unklar. Die Deutsche Presse-Agentur jedenfalls meldet unter Berufung auf pakistanische Sicherheitskreise, dass Treffen mit US-Vertretern nicht geplant seien. Der iranische Außenminister soll nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Irna lediglich mit Vertretern Pakistans, die im Konflikt zwischen den USA und dem Iran vermitteln, sprechen.
Araghtschi soll demnach mit den Vermittlern einen Gegenvorschlag in den Verhandlungen mit den USA besprechen. Dazu treffe er den pakistanischen Armeechef, Feldmarschall Asim Munir, Premierminister Shehbaz Sharif und seinen pakistanischen Amtskollegen, Ishaq Dar.
Araghtschi soll demnach mit den Vermittlern einen Gegenvorschlag in den Verhandlungen mit den USA besprechen. Dazu treffe er den pakistanischen Armeechef, Feldmarschall Asim Munir, Premierminister Shehbaz Sharif und seinen pakistanischen Amtskollegen, Ishaq Dar.
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Eugen Epp
Neue Gespräche mit USA? Irans Außenminister reist nach Islamabad
Der iranische Außenminister Abbas Aragtschi bricht Staatsmedien zufolge zu einer Reise auf, die ihn nach Islamabad, in die Hauptstadt des Oman, Maskat, und nach Moskau führt. Ziel seien bilaterale Konsultationen sowie Gespräche über die aktuellen Entwicklungen in der Region, meldet die Nachrichtenagentur Irna. Dabei gehe es auch um die Lage in dem „von den USA und dem israelischen Regime gegen den Iran aufgezwungenen Krieg“. Zuvor hatte es bereits Informationen aus der pakistanischen Regierung gegeben, nach denen Aragtschi in Islamabad erwartet werde. Es sollten voraussichtlich Gespräche mit den USA geführt werden.
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Eugen Epp
Die US-Blockade der iranischen Schifffahrt wirkt nach den Worten von Verteidigungsminister Pete Hegseth weltweit. „Niemand fährt ohne die Genehmigung der US-Marine von der Straße von Hormus aus irgendwohin in die Welt“, sagt er der Presse. Die Marine habe bereits 34 Schiffe von der Meerenge zurückgewiesen. „Unsere Blockade wächst und wird globaler.“ Die Führung in Teheran habe die Gelegenheit zu einem „guten Deal“ mit Washington, so Hegseth.
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Yannik Schüller
Das UN-Menschenrechtsbüro sieht Anzeichen für israelische Kriegsverbrechen im Libanon. Das Büro habe zahlreiche tödliche Angriffe auf Gesundheitspersonal und Journalisten dokumentiert, sagt Sprecher Thameen Al-Kheetan in Genf. Am Mittwoch habe das israelische Militär nach Berichten Sanitäter bei Hilfeleistungen behindert, nachdem ein Journalist bei einem Angriff getötet und ein Fotograf verletzt worden war.
Israel wirft der Hisbollah-Miliz, gegen die sie eigenen Angaben nach im Libanon vorgeht, erneut vor, Krankenwagen und medizinische Teams als Tarnung zu missbrauchen, um Waffen und Kämpfer zu transportieren. Die israelische Armee sagte in der Vergangenheit außerdem, sie ziele nicht auf Journalisten ab. Die meisten bei den jüngsten Angriffen getöteten Journalisten waren für Hisbollah-nahe Medien tätig. Israel beschuldigte sie mitunter, Mitglieder der Miliz zu sein. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
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Eugen Epp
Angesichts anhaltender Angriffe Israels ist die Waffenruhe im Libanon nach den Worten eines Hisbollah-Abgeordneten bedeutungslos. Die vom Iran unterstützte Miliz habe das Recht, auf israelische Angriffe zu reagieren, sagt Ali Fajjad. Es ist die erste Stellungnahme der Hisbollah auf die von US-Präsident Donald Trump angekündigte Verlängerung der Feuerpause um drei Wochen.
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Yannik Schüller
Iraner seit fast zwei Monaten vom Internet abgeschnitten
Die Iraner sind inzwischen den 56. Tag in Folge vom Zugang zum globalen Internet ausgeschlossen.
Die Sperre halte bereits seit 1320 Stunden an, teilt die auf Netzsperren spezialisierte Organisation Netblocks auf der Plattform X mit. Demnach handelt es sich um die bislang längste landesweite Internetsperre in einer sonst „vernetzten Gesellschaft“.
Die Sperre halte bereits seit 1320 Stunden an, teilt die auf Netzsperren spezialisierte Organisation Netblocks auf der Plattform X mit. Demnach handelt es sich um die bislang längste landesweite Internetsperre in einer sonst „vernetzten Gesellschaft“.
Mit Beginn des Irankriegs am 28. Februar hatte die Regierung in Teheran den Zugang zum weltweiten Internet weitgehend gesperrt. Die 90 Millionen Iraner können seitdem nur auf ein eingeschränktes internes Netzwerk zugreifen, in dem lediglich staatlich genehmigte Inhalte zur Verfügung stehen.
Ein kleiner Teil des Militär- und Machtapparats dagegen nutzt das Internet weiter ohne Einschränkungen. Auch iranische Medien publizieren ihre Nachrichten auf Telegram und X – also auf Portalen, die eigentlich gesperrt sind.
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Yannik Schüller
Atomwaffeneinsatz bleibt tabu
Trump schließt einen Einsatz von Atomwaffen aus und hält ihn auch ganz generell für unzulässig – egal durch welches Land. Bei einem Auftritt im Weißen Haus entgegnet er auf eine entsprechende Reporterfrage: „Nein, ich würde sie nicht einsetzen. Eine Atomwaffe sollte niemals von irgendjemandem eingesetzt werden dürfen."
Allein schon die Frage, ob er einen Atombombenabwurf auf den Iran erwägen würde, sei „dumm", befindet Trump. „Wofür bräuchte ich eine Atomwaffe, wenn wir sie schon auf ganz konventionellem Wege auch ohne komplett dezimiert haben?" Unklar bleibt, wen oder was genau er mit „sie" meint – die iranische Führung, ihre Streitkräfte, das Waffenarsenal des Irans oder all das zusammen.
Befürchtungen vor einem möglichen Einsatz von Atomwaffen hatte Trump Anfang des Monats selbst geschürt, indem er eine selbst für seine Verhältnisse drastische Drohung an den Iran richtete: „Eine ganze Zivilisation wird heute Nacht untergehen, um nie wieder zurückzukehren", schrieb er auf der Plattform Truth Social – womit er international scharfe Kritik auslöste.
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Alexandra Kraft

Trump: Iranisches Team ist bei der WM willkommen
Die US-Regierung hat sich von einem aus den USA kommenden Vorschlag distanziert, wonach das Nationalteam Italiens anstelle des Iran an der im Sommer unter anderem in den USA stattfindenden Fußball-Weltmeisterschaft teilnehmen soll. Niemand „aus den USA hat ihnen gesagt, dass sie nicht kommen können“, sagt US-Außenminister Marco Rubio vor Journalisten im Oval Office.
Rubio warnt jedoch, die USA könnten Mitgliedern der iranischen Delegation die Einreise verweigern, sollten sie Verbindungen zu den iranischen Revolutionsgarden (IRGC) haben. „Das Problem mit dem Iran wären nicht die Athleten, sondern einige der anderen Personen, die sie mitbringen wollten, von denen manche Verbindungen zu den IRGC haben“, so der US-Außenminister. „Wir könnten sie möglicherweise nicht ins Land lassen, aber nicht die Athleten selbst“, fügt er hinzu. US-Präsident Donald Trump äußerte sich ähnlich. „Wir wollen die Spieler nicht bestrafen“, erklärt er.
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Alexandra Kraft

US-Präsident Donald Trump schreibt auf seiner Plattform Truth Social, die Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon werde um drei Wochen verlängert.
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Alexandra Kraft

Der Flugzeugträger „USS George H.W. Bush“ ist im Bereich des für den Nahen Osten zuständigen US-Kommandos (Centcom) angekommen. Er befinde sich im Indischen Ozean, teilt das Regionalkommando auf der Plattform X mit.
Die Flugzeugträger „USS Gerald R. Ford“ und „USS Abraham Lincoln“ waren zuvor bereits dorthin verlegt worden. Das letzte Mal, dass die USA drei Flugzeugträger im Zuständigkeitsbereich von Centcom hatten, sei 2003 gewesen, als die USA sich auf die Invasion des Iraks vorbereiteten, zitiert das „Wall Street Journal“ einen US-Beamten.
Die Flugzeugträger „USS Gerald R. Ford“ und „USS Abraham Lincoln“ waren zuvor bereits dorthin verlegt worden. Das letzte Mal, dass die USA drei Flugzeugträger im Zuständigkeitsbereich von Centcom hatten, sei 2003 gewesen, als die USA sich auf die Invasion des Iraks vorbereiteten, zitiert das „Wall Street Journal“ einen US-Beamten.
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Eugen Epp
US-Präsident Donald Trump sagt auf die Frage eines Reporters, wie lange er bereit sei, auf ein langfristiges Friedensabkommen mit dem Iran zu warten: „Drängen Sie mich nicht.“ Er könne zwar „sofort“ ein Abkommen schließen. „Aber das möchte ich nicht. Ich möchte, dass es von Dauer ist.“ Trump sagt zudem, der Iran habe während des zweiwöchigen Waffenstillstands vielleicht „ein wenig“ seine Waffenvorräte aufgefüllt. Die USA könnten dies in etwa einem Tag aber wieder ausschalten.
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Eugen Epp
Papst Leo XIV. fordert die USA und den Iran zur Rückkehr an den Verhandlungstisch auf. Auf dem Rückflug von einer Afrika-Reise mahnt das Oberhaupt der katholischen Kirche eine neue „Kultur des Friedens“ an, um Konflikte ohne militärische Gewalt zu regeln. Leo spricht von einer „chaotischen Situation“. „An einem Tag sagt der Iran Ja, die Vereinigten Staaten sagen Nein, und umgekehrt. Wir wissen nicht, wo das hingehen wird.“
Der Papst ermutigt alle Seiten, „Antworten zu finden, die aus einer Kultur des Friedens und nicht aus Hass und Spaltung hervorgehen“. Zugleich verurteilt er die Tötung von Demonstranten im Iran und auch die dortigen Hinrichtungen.
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Eugen Epp
Die iranische Agentur Fars zitiert einen ihrer Reporter mit den Worten, die zuvor am Abend erfolgte Aktivierung der Luftabwehr sei darauf zurückzuführen gewesen, dass an verschiedenen Orten im Iran kleine Drohnen am Himmel entdeckt worden seien.
Eugen Epp
Explosionen in Teheran
Laut iranischen Medien kommt es in der Hauptstadt Teheran zu Explosionen – trotz der derzeit geltenden Waffenruhe. Die iranische Nachrichtenagentur Mehr berichtet, in Teilen der Hauptstadt Teheran seien Luftabwehrsysteme zu hören. Diese gingen gegen „feindliche Ziele“ vor. Die Hintergründe sind bisher noch unklar.
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Eugen Epp
Die USA haben nach den Worten von Donald Trump keine Eile, den Iran-Krieg zu beenden – im Gegensatz zu Teheran. „Ich habe alle Zeit der Welt“, erklärt Trump in Onlinediensten. Der Iran dagegen steht aus seiner Sicht viel stärker unter Druck. Teheran habe diese Zeit „nicht“, schreibt Trump weiter und fügt hinzu: „Die Uhr tickt.“
Trump verweist unter anderem darauf, dass das iranische Militär zerstört worden sei. „Ihre Führer weilen nicht mehr unter uns; die Blockade ist lückenlos und stark, und von dort aus wird es nur noch schlimmer“, erklärt er. Über eine mögliche Vereinbarung mit dem Iran sagt er, es werde „erst dann ein Abkommen geben, wenn es sinnvoll und gut für die Vereinigten Staaten, unsere Verbündeten und tatsächlich den Rest der Welt ist“.
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DPA · AFP · Reuters · SID
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