Die USA melden den Tod des siebten US-Soldaten. Ein Öllager in Teheran geht in Flammen auf. Der Ölpreis steht am frühen Montag bei rund 110 Dollar. Alle Entwicklungen im Liveblog.
Wichtige Updates
Matthias Urbach
Eskalation im Iran – die Lage im Überblick:
- USA und Israel greifen weiter den Iran an, Teheran schlägt zurück.
- Gut eine Woche nachdem Israel Irans Obersten Führer getötet hat, übernimmt dessen Sohn Modschtaba Chamenei, 56, das höchste Amt.
- Der Ölpreis übersteigt deutlich die Marke von 100 US-Dollar.
- Nach der Bombardierung eines Öllagers verdüsterten dichte Rauchschwaden den Himmel über Teheran. In der iranischen Hauptstadt regnet es Öl, berichtet ein CNN-Journalist.
- US-Präsident Donald Trump kritisiert Großbritannien und Premier Keir Starmer.
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Matthias Urbach
Die Streitkräfte von Katar fangen einen Raketenangriff ab. Dies teilt das Verteidigungsministerium des Landes mit.
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Matthias Urbach
Katars Premier ruft Iran wie die USA zur Deeskalation auf. „Wir werden weiterhin mit den Iranern sprechen und uns um eine Deeskalation bemühen“, sagt Katars Ministerpräsident Mohammed bin Abdulrahman Al Thani dem Sender Sky News. „Die Fehleinschätzung der Iraner, die Golfstaaten anzugreifen, hat alles zerstört.“ Der Ministerpräsident ruft auch die USA auf, zu deeskalieren. Diplomatie sei nach wie vor der einzige gangbare Weg aus der Krise.
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Matthias Urbach
Der Iran ist nach wie vor in der Lage, Vergeltungsschläge auszuführen. In der Nacht meldet die israelische Armee wiederholt Raketenangriffe aus dem Iran. In Tel Aviv und anderen Gebieten Israels heulten wieder Sirenen, Luftabwehr ist im Einsatz, wie das Militär auf Telegram mitteilt.
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Matthias Urbach
Trump versucht seinen Wählern gerade das Gegenteil von dem zu erzählen, was er sonst immer sagt: Politik kann auch einen Preis haben. Konkret einen höheren Benzinpreis. „Kurzfristige Ölpreise, die schnell wieder sinken werden, wenn die Zerstörung des iranischen Atomprogramms beendet ist, sind ein sehr kleiner Preis, der für Sicherheit und Frieden in den USA und auf der Welt zu zahlen ist", schreibt Trump auf seinem Onlinedienst Truth Social. „Nur Narren würden anders denken“, fügt er hinzu. Oder die Maga-Basis, möchte man hinzufügen.
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Matthias Urbach
Rohöl kostet erstmals wieder mehr als 100 US-Dollar
Als Folge des Irankrieges steigt der Preis für die in Europa maßgebliche Nordseeölsorte Brent zeitweise um knapp ein Fünftel auf fast 110 US-Dollar je Barrel (159 Liter). Unmittelbar zuvor sprang zum Handelsstart in Chicago die in den USA bestimmende Sorte West Texas Intermediate (WTI) über 100 Dollar. So teuer also wie seit 2022 nicht mehr.
Am Freitagnachmittag war Brent-Rohöl zur Lieferung im Mai noch bei etwas über 90 US-Dollar gehandelt worden. Vor Beginn des Iran-Kriegs vor gut einer Woche lag der Preis noch um die 70 Dollar pro Barrel. Auch die Spritpreise sind seither deutlich angezogen.
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Matthias Urbach
Der Golfstaat Bahrain ist erneut Ziel von iranischen Angriffen. Das Innenministerium des kleinen Landes meldet mehrere Verletzte durch eine Attacke mit Drohnen auf der südlich der Hauptstadt Manama gelegenen Insel Sitra. Mehrere Häuser seien beschädigt. Zuvor hatte der Iran bereits eine Anlage zur Wasser-Entsalzung mit Drohnen angegriffen und beschädigt, wie das Ministerium am Sonntagvormittag mitteilte.
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Matthias Urbach
Mehr zu Modschtaba Chamenei, dem neuen geistlichen und damit auch politischen Anführer Irans, können Sie in Stefan Gassels ausführlichem Porträt nachlesen.
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Rune Weichert
Modschtaba Chamenei wurde 1969 als zweiter Sohn des Ende Februar getöteten Staatsoberhaupts Ajatollah Ali Chamenei in der nordöstlichen Pilgerstadt Maschhad geboren. In seiner Kindheit erlebte er turbulente Jahre und den Sturz der Monarchie, der 1979 in der Islamischen Revolution mündete. Mit 18 Jahren trat er in den letzten Jahren des Iran-Irak-Kriegs den Revolutionsgarden bei.
Modschtaba Chamenei entschied sich schließlich für den Weg der schiitischen Theologie und studierte bei konservativen Gelehrten in Ghom, dem spirituellen Zentrum des Iran. Dort begann er auch später zu lehren.
Er trägt den religiösen Titel eines Hodschatoleslam. Ursprünglich verlangte die iranische Verfassung zur Ernennung zum obersten Führer einen höheren Rang, den des Großajatollahs. Die Wahl seines Vaters durch den Expertenrat löste 1989 eine Kontroverse aus, da ihm die höchste schiitische Gelehrtenautorität fehlte. Mit einer Verfassungsänderung wurden die Anforderungen an das Amt gesenkt.
Modschtaba Chamenei entschied sich schließlich für den Weg der schiitischen Theologie und studierte bei konservativen Gelehrten in Ghom, dem spirituellen Zentrum des Iran. Dort begann er auch später zu lehren.
Er trägt den religiösen Titel eines Hodschatoleslam. Ursprünglich verlangte die iranische Verfassung zur Ernennung zum obersten Führer einen höheren Rang, den des Großajatollahs. Die Wahl seines Vaters durch den Expertenrat löste 1989 eine Kontroverse aus, da ihm die höchste schiitische Gelehrtenautorität fehlte. Mit einer Verfassungsänderung wurden die Anforderungen an das Amt gesenkt.
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Rune Weichert
Modschtaba Chamenei gilt seit langem als einflussreich, trat in den vergangenen Jahren jedoch kaum öffentlich in Erscheinung. Nur wenige Bilder von ihm sind bekannt. Viele Insider im Iran spekulieren seit längerem, dass er im Schatten seines Vaters großen Einfluss ausgeübt hat. So soll er im Hintergrund unter anderem Angelegenheiten im Büro des Religionsführers gesteuert haben. Wo er politisch genau steht, ist jedoch weitgehend unklar.
Der 56-Jährige dürfte den unerbittlichen Kurs seines Vaters aber zunächst fortsetzen. Er gilt als vertrauter Akteur staatlicher Unterdrückung, heißt es etwa in einer Analyse der Denkfabrik Atlantic Council.
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Rune Weichert
Der oberste Führer im Iran war bislang die unangefochtene Autorität. Er vereint die politische Macht und religiöse Legitimation und bestimmt letztlich die strategische Ausrichtung des Staates. Seine Macht beruht gemäß der Staatsideologie auf der sogenannten „Velajat-e Faghih“, der Herrschaft eines islamischen Rechtsgelehrten.
Unter Ali Chamenei und seinem Vorgänger, dem Staatsgründer Ajatollah Ruhollah Chomeini, hatte der Revolutionsführer das letzte Wort in allen Staatsangelegenheiten – von der Außenpolitik bis hin zu gesellschaftlichen Fragen. Er ist Oberbefehlshaber der Streitkräfte, ernennt Schlüsselpositionen in Justiz und Militär und kontrolliert mächtige Gremien. Eine feste Amtszeit gibt es nicht. Kritiker sehen in der Institution eine kaum kontrollierte Machtposition.
Unter Ali Chamenei und seinem Vorgänger, dem Staatsgründer Ajatollah Ruhollah Chomeini, hatte der Revolutionsführer das letzte Wort in allen Staatsangelegenheiten – von der Außenpolitik bis hin zu gesellschaftlichen Fragen. Er ist Oberbefehlshaber der Streitkräfte, ernennt Schlüsselpositionen in Justiz und Militär und kontrolliert mächtige Gremien. Eine feste Amtszeit gibt es nicht. Kritiker sehen in der Institution eine kaum kontrollierte Machtposition.
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Rune Weichert
Iran ernennt Sohn des getöteten Ayatollahs Chamenei zum Nachfolger
Es hatte sich schon abgezeichnet, nun ist es bestätigt: Der Sohn des verstorbenen Ayatollah Ali Chamenei, Modschtaba Chamenei, ist das neue geistliche Oberhaupt des Iran. Das berichtet die staatliche iranische Nachrichtenagentur Irna unter Berufung auf das zuständige Wahlgremium. Die Entscheidung für den 56-jährigen Modschtaba wurde am Abend im staatlichen Fernsehen bekannt gegeben, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet. Das iranische Volk wurde zur Einheit und zur Treue gegenüber dem neuen geistlichen Führer aufgerufen.
Ali Chamenei war bei den Angriffen der USA und Israels auf den Iran vor rund einer Woche getötet worden.
US-Präsident Donald Trump hatte zuvor bekräftigt, die USA sollten bei der Auswahl ein Mitspracherecht haben. „Wenn er nicht unsere Zustimmung erhält, wird er nicht lange im Amt bleiben“, sagte Trump dem Sender ABC News. Der Iran hatte die Forderung zurückgewiesen.
Das geistliche Oberhaupt, oft auch „Revolutionsführer“ genannt, gilt als wichtigster Mann im Iran.
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Rune Weichert
Die israelische Armee zerstört nach eigenen Angaben das Hauptquartier der Luftwaffe der Revolutionsgarden in der iranischen Hauptstadt Teheran. Von dort aus seien die iranischen Angriffe mit Raketen und Drohnen auf Israel und andere Länder der Region organisiert und gesteuert worden, sagt Armeesprecher Effie Defrin bei einer Online-Pressekonferenz. Die Angaben lassen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen und iranische Stellen äußern sich nicht.
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Rune Weichert
USA melden Tod von siebtem US-Militärangehörigen im Irankrieg
Die USA melden den Tod eines siebten US-Militärangehörigen im Irankrieg. Das Mitglied der Streitkräfte sei am Samstag in Saudi-Arabien seinen Verletzungen erlegen, die es zu Beginn der Angriffe "des iranischen Regimes im Nahen Osten" erlitten habe, teilt das für die Region zuständige US-Militärkommando Centcom mit. Sechs weitere US-Soldaten waren bereits am Sonntag vergangener Woche bei einem Drohnenangriff in Kuwait getötet worden.
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Rune Weichert
Die israelische Armee tötet bei ihrem Angriff auf ein Hotel in Beirut nach eigenen Angaben fünf Kommandeure der iranischen Revolutionsgarden. Unter den bei dem Angriff in der Nacht zum Sonntag Getöteten seien "drei wichtige Kommandeure" der Al-Kuds-Brigaden, erklärt die Armee. Die Eliteeinheit untersteht den Revolutionsgarden und ist für deren Auslandseinsätze zuständig.
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DPA · AFP · Reuters
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