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Service: Das A bis Z der Reise

Was Sie wissen sollten, bevor Sie die Koffer packen: nützliche Hinweise zu Versicherungen, Mietwagen, zum Buchen im Internet. Und wie Sie die Preise vergleichen.

Anschläge

Beim Auswärtigen Amt erhalten Sie aktuelle Reise- und Sicherheitshinweise, etwa zu Regionen des Landes, in denen Terror oder Bürgerkrieg herrschen. Gibt das Amt eine Reisewarnung heraus, ist von der Einreise dringend abzuraten. Die Hinweise erhalten Sie unter der Telefonnummer 030-50002000 oder auf www.auswaertiges-amt.de

Bezahlen

Wie komme ich auf der Südseeinsel Tonga an Geld? Unter www.mastercard. com/cobrand/maestro/atmwerden alle Zahlstellen nachgewiesen, wo Sie weltweit mit der Maestrocard (früher EC-Karte) Bargeld holen können - auch die in Tonga: Dort gibt es immerhin drei Geldautomaten, die Tongaische Pa?anga ausspucken. Adressen, wo Reiseschecks akzeptiert werden, finden Sie unter www.cashmycheques.com oder www.americanexpress.de

Check-In

Das Sicherheitspersonal am Flughafen nimmt die Kontrollen sehr ernst. In Frankfurt werden neuerdings sogar Rollstühle und deren Sitzkissen gründlich durchleuchtet. In den USA müssen Reisende nicht selten ihre Schuhe ausziehen. Wie wichtig es ist, die Check-in-Zeiten einzuhalten, zeigt der Fall einer Spanienurlauberin. Sie war bereits zwei Stunden vor Abflug am Flughafen Stuttgart, setzte sich aber, weil ihr die Warteschlange vor dem Schalter zu lang war, ins Cafe. Als sie 30 Minuten vor Abflug einchecken wollte, wurde sie abgewiesen. Ihre Klage auf Schadensersatz wies das Amtsgericht Bad Homburg zurück, denn die im Flugschein angegebene Check-in-Zeit lautete eindeutig: spätestens 90 Minuten vor Abflug.

Diplomatische Vertretungen

Die Bundesrepublik Deutschland hilft ihren Bürgern, wenn die im Ausland in Not geraten. Die Kosten, zum Beispiel das Geld für ein Rückflugticket, müssen Reisende allerdings hinterher begleichen. Kostenpflichtig ist auch die - freiwillige - Teilnahme an einer Evakuierung in Folge von Naturkatastrophen oder Unruhen. Was Botschaften und Konsulate nicht zahlen: Hotel- und Krankenhausrechnungen, Bußgelder, die Kosten für eine Rettungsaktion, Rechtsanwaltshonorare und Kautionen bei Inhaftierung. Adressen der diplomatischen Vertretungen erhalten Sie beim Auswärtigen Amt unter www.auswaertiges-amt.de Visa-Bestimmungen und Antragsformulare zum Download für mehr als hundert Länder gibt es unter www.visaexpress.de

Ermässigungen

Ob bei Tui, Neckermann oder Alltours: In der Sommersaison 2004 sollen die Frühbucher besonders belohnt werden. Damit wollen die Reisekonzerne die Nachfrage bei Last-Minute-Reisen senken. Einige Veranstalter gewähren Frühbuchern außerdem eine verbesserte Preisgarantie: Wird die Reise später günstiger, bekommen Urlauber die Differenz zurück. Stichtag für die frühe Buchung der Sommerreise oft der 30. April 2004.

Fluggesellschaften

An der Sicherheit wird in Deutschland nicht gespart: Wer die hohen gesetzlichen Standards nicht erfüllt, erhält hierzulande keine Landeerlaubnis. Die Namen dieser "Schrottairlines" werden nur leider vom Verkehrsminister unter Verschluss gehalten. Das britische Verkehrsministerium veröffentlichte kürzlich eine Liste mit elf Fluggesellschaften, die dort Flugverbot haben, darunter RAF-AVIA aus Lettland, Air Bosna aus Bosnien und Air Memphis aus Ägypten. Angaben zu den verschiedensten Flugzeugtypen, Fluglinien, Sicherheitsvorschriften und Unfällen finden Sie unter www.aviation-safety.net Die Möglichkeit zum Online-Preis-vergleich bei Billigfliegern bietet: www.billig-flieger-vergleich.de

Gepäck

Ob harmloses Kinderspielzeug oder ein Zahnstocher aus Plastik: Was immer auch nur im Entferntesten an eine Waffe erinnert, gehört nicht ins Handgepäck. Hier greifen die Sicherheitsbeamten rigoros zu und können ausgesprochen unangenehm werden. Und was im Koffer verpackt wird, sollte besser keinerlei Ähnlichkeiten mit einer Bombe haben (tickende Reisewecker!). Das aufgegebene Gepäck wird durchleuchtet, die Beamten öffnen jeden auffälligen Koffer - wenn er abgeschlossen ist, auch gewaltsam.

Höhere Gewalt

Bei "höherer Gewalt" können Sie den Reisevertrag kostenfrei kündigen. Ein Indiz für eine solche Situation sind die Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes, zum Beispiel beim Ausbruch von Bürgerkriegen. Einzelne Terroranschläge gehören dagegen zum "allgemeinen Lebensrisiko". Geht der Reiseveranstalter Pleite, ist das wiederum höhere Gewalt und versichert: Eine Anzahlung auf den Reisepreis darf in Europa nur verlangen, wer dem Kunden zuvor einen so genannten Sicherungsschein ausgehändigt hat. Leider gilt diese Bestimmung nicht für Fluggesellschaften.

Impfungen

Je exotischer das Urlaubsziel, desto wichtiger die rechtzeitige Impfung. Dafür sollten Sie sich spätestens vier Wochen vor Reiseantritt bei Ihrem Arzt oder einem tropenmedizinischen Institut beraten lassen. Eine Liste der Institute und reisemedizinisch fortgebildeter Ärzte gibt es unter www.dtg.mwn.de Hinweise zu Impfungen, Malariaprophylaxe sowie zu den wichtigsten Medikamenten finden Sie unter www.fit-for-travel.de

Jetlag

Der Jetlag entsteht nach Flügen über mehrere Zeitzonen, zum Beispiel von Frankfurt nach New York. Unsere innere Uhr und der Tag-Nacht-Rhythmus des Zielortes stimmen dann nicht mehr überein. Schlafstörungen, Erschöpfung oder Magenprobleme sind die Folge. Dagegen hilft: - am Ziel erst schlafen gehen, wenn es dunkel wird;- ausreichend Schlaf in der ersten Nacht;- Leicht verdauliche, kohlenhydratreiche Nahrung. Eiweiß hält wach. Wenig Alkohol und viel Wasser während des Fluges. Die aktuelle Uhrzeit für fast jedes Land erfahren Sie unter www.weltzeituhr.com

Kataloge

Um sich vor Reklamationen zu schützen, verwenden Reiseveranstalter gern Formulierungen, die nur auf den ersten Blick positiv wirken. Wir übersetzen für Sie:

Meerseite:

fehlender Meerblick

Sauber und zweckmäßig:

wenig Komfort

Beheizbarer Swimmingpool:

ohne Garantie. Besser wäre: ein beheizter Pool

Naturbelassener Strand:

ungepflegter Strand ohne Strandreinigung

Kein Kinderbett extra möglich:

Das Hotelzimmer ist klein und eng

Ferienhaus in ungenierter Strandlage:

Ferienhaus grenzt an FKK-Strand

Landkarten und Literatur

Reiseführer: www.dumont-reisefuehrer.dewww.marco-polo.dewww.derreisefuehrer.comFür den schnellen Überblick. Das jeweilige Buch ersetzen die Seiten allerdings nicht.www.reise-preise.de/reisefuehrer-test/Testergebnis zu 37 Buchreihen von Reiseführern Länderinfos: www.fremdenverkehrsamt.com, Links zu offiziellen Infoseitenwww.cia.gov/cia/publications/factbookDaten und Fakten zu den Staaten der Erde bietet der amerikanische Geheimdienst CIA (auf Englisch)Karten: www.maporama.comStadtpläne weltweit (auf Englisch)

Mietwagen

Wer Ärger vermeiden will, bucht den Mietwagen am besten von Deutschland aus, weil er einen in Deutsch verfassten Mietvertrag abschließt und in der Regel die für Deutschland gültigen Versicherungssummen für die Abdeckung von Schadensfällen gelten. Bei einer Buchung vor Ort gilt die Haftpflicht des Urlaubslandes. Verbraucherschützer empfehlen deshalb vor der Reise den Abschluss einer zeitlich begrenzten Haftpflichtversicherung, die im Schadensfall die Differenz trägt. In Europa ist das die so genannte Mallorca-Police; die Traveller-Police (siehe "Versicherungen") gilt weltweit.

Nebensaison

Wenn die im Katalog angepriesenen Einrichtungen wie Restaurants oder Bars in der Nebensaison geschlossen sind, muss der Reiseveranstalter darauf hinweisen. Sonst liegt ein Reisemangel wegen "nutzlos aufgewendeter Urlaubszeit" vor, für den der Veranstalter entschädigen muss. Das entschied das Oberlandesgericht Frankfurt am 23. Oktober 2003.

Online-Buchung

Per Mausklick die Urlaubsreise zu buchen ist bequem und kann Zeit und Geld sparen. Sie sollten aber überprüfen, ob- die Angaben zu Anbieter und Reiseveranstalter vollständig sind, - eine Buchungsbestätigung per E-Mail erfolgt,- Daten wie Reiseziel, Hotel, Verpflegungsart und Reisepreis genannt sind, - man alle wichtigen Angaben ausdrucken kann,- die Allgemeinen Geschäftsbedingungen sowie Information zur Versicherung des Veranstalters gegen Insolvenz vorhanden sind- Zahlungsmethoden mit verschlüsselter Datenübermittlung angeboten werden. Günstig bei Reisebuchung: Überweisung, weil man erst nach Erhalt des Sicherungsscheins (Insolvenzversicherung des Veranstalters) zahlen kann. Wer seine Reise selbst plant, findet im Internet eine Fülle von Hotels und Pensionen. Beachten Sie auch, ob Stornierungen über das Internet, per E-Mail oder direkt beim Hotel vorgenommen werden müssen. Eine große Auswahl von Hotelzimmern weltweit bieten www.hrs.de, www.ehotel.de und www.hotel.de

Preise

Über 50 Prozent kann der Preisunterschied für ein identisches Pauschal-reiseangebot ausmachen, je nachdem, bei welchem Anbieter man bucht (siehe Beispiele). Reisepreise vergleichen (lassen) kann man:- im Reisebüro: Wenn der Kunde es ausdrücklich verlangt, sind die Reisebüros verpflichtet, in ihren Datenbanken das günstigste Angebot zu ermitteln;- im Internet: Suche und Preisvergleich von Pauschalreisen verschiedener Anbieter unter www.reise-preise.dewww.preiswert-urlaub.dewww.info-reisepreisvergleich.dewww.fliegen-sparen.de

Quittungen

Sorgfältig aufheben sollten Sie Quittungen von Arztbesuchen und Medikamenten für die Rückerstattung der Krankenversicherung, von Ausgaben auf Grund von Reisemängeln für die Reklamation (etwa Hotel- oder Fahrtkosten zur Ersatzunterkunft), vom Geldwechsel in der Bank, um bei der Ausreise nachweisen zu können, dass Sie Ihre Devisen legal eingetauscht haben, sowie von Souvenirs zum Nachweis, dass es sich nicht um Antiquitäten oder geschützte Produkte handelt.

Reklamation

So reklamieren Sie Reisemängel:- Bei der Reiseleitung vor Ort melden (Beschwerde an der Hotelrezeption reicht nicht!)- Wenn kein Reiseleiter vorhanden oder erreichbar ist, wenden Sie sich an den Reiseveranstalter.- Am besten schriftlich reklamieren. Kopien anfertigen, Sendeprotokolle von Faxen aufheben, Originalschreiben von Zeugen des Faxvorgangs bestätigen lassen. Zu Gesprächen Zeugen mitnehmen. - Mängelprotokoll anfertigen, Mängel möglichst fotografieren.- Anschrift von Mitreisenden notieren, die Mängel bestätigen können.- Ansprüche gegen den Reiseveranstalter müssen innerhalb eines Monats nach Beendigung der Reise schriftlich erhoben werden.

Stornierung

Ein kostenfreier Rücktritt von einer Reise ist nur bei "höherer Gewalt" möglich. Ansonsten kann der Veranstalter eine Entschädigung verlangen, die in den allgemeinen Geschäftsbedingungen festgehalten ist. Üblich, aber nicht verbindlich sind:- bis 30 Tage vor Reisebeginn 20 Prozent,- bis 8 Tage vor Reisebeginn 55 Prozent,- bis 1 Tag vor Reisebeginn 75 Prozent,- am Abflugtag 100 Prozent.Die Möglichkeit zur Umbuchung hängt von der Kulanz des Veranstalters ab, einen Rechtsanspruch darauf gibt es nicht.

Telefonieren mit dem Handy

- Mit allen neueren Handys kann man in den meisten Urlaubsländern über einen Partner der deutschen Mobilfunkbetreiber telefonieren ("Roaming"). Das Handy bucht sich automatisch ein. In den USA müssen Sie gegebenenfalls die Frequenz wechseln (Triband-Gerät). Oft ist es günstiger, den Roamingpartner manuell zu wählen (Tarife beachten).- Wer im Ausland angerufen wird, muss zahlen. Der Anrufer übernimmt lediglich die Gebühr für das Gespräch innerhalb des deutschen Netzes. - Wenn Anrufe in Abwesenheit auf die Mailbox umgeleitet werden, fallen zwei- mal Gebühren an: für die Weiterleitung ins Ausland und wieder zurück ins deutsche Netz zur Mailbox. Entweder Mailbox abschalten oder vor der Abreise so einstellen, dass alle Anrufe sofort auf die Mailbox gehen. Beim Abhören zahlt man nur die Abfragegebühr.Infos zu Telefonkosten im Ausland: www.tariftip.de

USA

Seit dem 11. September 2001 steht in den USA jeder Einreisende unter Generalverdacht. Scharfe Gepäck- und Personenkontrollen sowie bohrende Fragen der Grenzbeamten lässt man am besten höflich und geduldig über sich ergehen. Ein blöder Witz kann reichen, und die Einreise wird verweigert. Dann geht?s mit dem nächsten Flieger wieder nach Hause. Eine lebenslange Einreisesperre kann daraus folgen, weil man von jetzt an ein Visum beantragen muss, das die Botschaft verweigern kann. Ansonsten gilt für deutsche Touristen: Wer nicht länger als 90 Tage bleibt und ein Rückflugticket oder ein weiterführendes Ticket besitzt (Achtung: Das Reiseziel darf nicht in Kanada, Mexiko oder der Karibik liegen), braucht in der Regel kein Visum. Ab dem 26. Oktober 2004 müssen Touristen bei der Einreise den bordeauxfarbenen Europapass vorlegen. Den brauchen Sie auch für Ihre Kinder und Babys. Alle Details unter www.usembassy.de/ travel/dindex.htm

Versicherungen

Auslandsreise-Krankenversicherung mit Rücktransport:

Unbedingt nötig für gesetzlich Krankenversicherte im außereuropäischen Ausland. Auch für Reisen in Europa sinnvoll, weil die Krankenkasse nicht für den Rücktransport einspringt. Privat Versicherte sollten ihre Police checken, inwieweit Schutz im Ausland besteht. Manchmal ist bei der Kreditkarte eine Auslandskrankenversicherung eingeschlossen.

Reiserücktrittskosten-Versicherung:

Sinnvoll bei langfristig geplanten Reisen. Springt ein bei eigener Krankheit, Schwangerschaft, Tod von Angehörigen oder Mitreisenden.

Kfz-Versicherung:

Für Mietwagen ist eine Zusatzversicherung (so genannte Mallorca-Police für Europa und Mittelmeeranrainerstaaten oder weltweit gültige Traveller-Police) sinnvoll. Überprüfen Sie ihre reguläre Kfz-Versicherung!

Reisegepäckversicherung:

Wenig sinnvoll. Diebstähle in Ferienwohnung oder Hotelzimmer sind meist über Hausratversicherung abgedeckt. Geld, Schecks und Tickets ersetzt der Versicherer ohnehin nicht.

Wechselkurs

Einen vielseitigen Wechselkursrechner gibt es unter de.finance.yahoo.comAchtung: Oft fallen beim Tausch hohe Gebühren an.

Zoll

Ärger beim Zoll können nicht nur illegale Drogen oder Waffen bereiten. Problematisch sind auch:- lebende Tiere, manche Orchideen oder Kakteen, das Krokoleder-Täschchen oder ein Stück Koralle aus dem Roten Meer;- Agrarprodukte und Lebensmittel;- Steine, Scherben, Muscheln, die geschützte Natur- oder Kulturgüter sein können;- Kunsthandwerk (Eventuell ist ein Nachweis nötig, dass es sich nicht um Kulturgüter handelt);- Banknoten (Manche Währungen dürfen nicht ausgeführt, in manchen Ländern müssen Devisen deklariert werden).Wird man mit unerlaubten Souvenirs erwischt, drohen manchmal drakonische Geld- oder sogar Haftstrafen (Türkei). Deshalb vor der Reise unbedingt informieren: Deutsche Ein- und Ausfuhrbestimmungen (www.zoll-d.de); Bestimmungen der Reiseländer (www.auswaertiges-amt.de); Unter CITES geschützte Pflanzen und Tiere sowie die Mitgliedsländer des Abkommens (www.cites.org).Sven Rohde

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