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Michael Schumacher: In Barcelona will er den Spieß umdrehen

Michael Schumachers brillante Aufholjagd hat Ferrari die Gewissheit alter Stärke zurückgebracht. In Spanien will er sich seinen Thron endgültig zurückholen.

"Ich freue mich über Michael, der ein unglaubliches Rennen gemacht hat - wie ein wirklich großartiger Champion", bejubelte Fiat-Präsident Luca di Montezemolo die herausragende Leistung seines teuersten Angestellten beim Großen Preis von San Marino. "Wir spielen wieder eine Hauptrolle im WM-Rennen." Schumacher, der seinen zweiten Platz beinahe wie einen Sieg genoss, sagte hoch zufrieden: "Unsere Geschwindigkeit ist sehr vielversprechend für die nächsten Grand Prix."

Der erste Saison-Podestplatz des siebenmaligen Formel-1-Weltmeisters wirkte wie eine Befreiung von Zentner schweren Lasten. Wegen der bisherigen Demütigungen in Australien, Malaysia und Bahrain standen Schumacher und die Scuderia in Imola unter so gewaltigem Druck wie schon lange nicht mehr. Teamchef Jean Todt wandte sich nach der geglückten Rehabilitierung genüsslich an die Kritiker: "Diese Vorstellung ist unsere Antwort an all jene, die uns schon abgeschrieben haben." Die italienische Zeitung "Il Tirreno" titelte: "Fantastico Schumacher" und "La Gazzetta dello Sport" urteilte: "Ferraris unglaubliche Aufholjagd erschreckt Renault".

Der entfesselt rasende Rheinländer

Im Fall einer erneuten Pleite hätte Schumacher seine Hoffnungen auf den achten Titel begraben können. Jetzt ist er wieder voll im Rennen, auch wenn der Rückstand auf den spanischen WM-Spitzenreiter sogar um zwei auf 26 Zähler angewachsen ist. Schumacher störte dies kaum. Der 36 Jahre alte Ausnahmekönner fuhr an diesem Tag in einer eigenen Liga. Selbst der neue Seriensieger Alonso konnte ihm nicht das Wasser reichen. Ohne seinen verhängnisvollen Fehler im Qualifying hätte Schumacher locker seinen siebten Sieg in Imola gefeiert.

Die haushohe Überlegenheit mit bis zu zwei Sekunden schnelleren Rundenzeiten als der Renault-Rivale signalisierte dem wie entfesselt rasenden Rheinländer, dass die alte Hierarchie wieder hergestellt ist - Tagesergebnis hin oder her. "Von den reinen Punkten her ist es ja nicht wirklich besser geworden. Aber das Wichtigste ist, dass wir wieder in der Spitze sind", konstatierte der Kerpener.

Die zuletzt größte Schwachstelle erwies sich in Imola als eine große Stärke. Partner Bridgestone war es gelungen, erstmals in diesem Jahr einen WM-würdigen Reifen bereitzustellen, der zudem wesentlich besser als das Konkurrenzprodukt von Michelin war. Dies bestärkte Schumacher in seiner Zuversicht für die nächsten Rennen.

Nur der Sieg zählt

Schon beim Großen Preis von Spanien in zwei Wochen - eine bessere Konstellation hätte der Formel-1-Kalender nicht bieten können - will Schumacher den Spieß umdrehen: Reizvoller könnte die Herausforderung gar nicht sein, als Alonso in Barcelona vor dessen eigenem Publikum erstmals in dieser Saison zu schlagen. Während sich der 83-malige Grand-Prix-Gewinner mit Siegansagen zurückhielt, kündigte Todt an, die Renault-Vorherrschaft in Spanien beenden zu wollen: "Wir wissen, dass man WM-Titel nur mit Siegen erringen kann, und das werden wir in Barcelona versuchen."

Alonso, der nach seinem Hattrick Geschmack am Siegen gefunden hat, denkt indes nicht daran, seine Serie ausgerechnet beim Heimrennen abreißen zu lassen. "Ich bin absolut zuversichtlich", sagte der Asturier. "Ich hoffe auf einen Sieg und eine tolle Party. Nach meinen drei Erfolgen stehe ich in der WM gut da." Renaults Chefingenieur Pat Symonds glaubt an eine Fortsetzung des Erfolgsmärchens: "Wie in den Rennen zuvor war dies wieder die Fahrt eines künftigen Champions." Und in Spanien titelte die Zeitung "El Pais" besonders genüsslich: "Der Thronfolger besiegt den König in dessen Heim-Arena".

Platz drei von Button erneut in Frage

Auf dem Siegertreppchen könnte sich allerdings noch etwas ändern. Denn der dritte Platz des britischen Formel-1- Piloten Jenson Button beim Großen Preis von San Marino ist nun doch wieder in Frage gestellt. Wie der Automobil-Weltverband FIA einen Tag nach dem Rennen in Imola am Montag mitteilte, wird sich die FIA- Berufungsinstanz am 4. Mai mit dem Fall beschäftigen. Buttons BAR- Honda war nach dem Rennen zwei Mal gewogen worden und hatte dabei einmal das Mindestgewicht von 600 Kilogramm unterschritten. Das führte dazu, dass das offizielle Rennergebnis erst mit rund sechsstündiger Verspätung bekannt gegeben worden war.

Beim 4. von 19 Rennen hatte der spanische WM-Spitzenreiter Fernando Alonso im Renault Titelverteidiger und Ferrari-Pilot Michael Schumacher auf den zweiten Platz verwiesen. Button war als Dritter erstmals in dieser Saison aufs Podest gefahren. Möglich ist nun aber, dass der österreichische McLaren-Mercedes-Ersatzfahrer Alexander Wurz noch nachträglich auf den dritten Platz rückt.

Elmar Dreher/DPA / DPA

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Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.