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Legenden der Formel 1: Im Bann der Boliden

Michael Schumacher hat sein furchtloser Tritt auf das Gaspedal zur Ikone gemacht. Ayrton Senna bezahlte seinen Mut dagegen mit dem Leben. In ihrem Buch "Legenden der Formel 1" zeigen die Fotografen Bernard und Paul-Henri Cahier strahlende Sieger und tragische Helden in intimen Porträts.

Von Kai Behrmann

Nürburgring, 1. August 1976. Der rote Ferrari von Niki Lauda rast beim Großen Preis von Deutschland in eine Felswand. Der Helm des österreichischen Formel-1-Piloten wird beim Aufprall vom Kopf gerissen. Die fast 200 Liter Benzin im Fahrzeugtank laufen aus und entzünden sich. Einige nachfolgende Wagen stoßen gegen Laudas Fahrzeug, andere können noch stoppen. Mit schweren Brandwunden im Gesicht wird Lauda aus seinem brennenden Boliden geborgen. Als er später im Krankenhaus aufwacht, spricht ein Priester an seinem Bett die Sterbesakramente. Doch Laudas Zeit ist noch nicht gekommen.

Nur vier Wochen nach seinem Horror-Crash steigt der Österreicher wieder in einen Rennwagen. Mit einem Spezialhelm, der an der Innenseite ausgehöhlt ist, um die Knorpel seiner Ohren zu schonen, fährt Lauda im italienischen Imola auf Platz vier. "Das ist das Mutigste, was ich je gesehen", zollt Formel-1-Legende Jackie Stewart seinem Rennkollegen damals höchsten Respekt. Lauda kam mit dem Leben davon. Andere fanden im Rausch der Geschwindigkeit den Tod. Wie zum Beispiel Ayrton Senna.

Horror-Rennen in Imola

Wieder Imola. Dort, wo Lauda ein umjubeltes Comeback gefeiert hatte, kommt für den Brasilianer am 1. Mai 1994 jede Hilfe zu spät. Bereits im Training am Vortag hatten sich zwei schwere Unfälle ereignet: Der Österreicher Roland Ratzenberger verunglückte tödlich, Genickbruch. Rubens Barrichello brach sich Arm und Nase. Schließlich Senna. In der 7. Runde schießt sein Williams in eine Mauer. Wenig später erliegt der damals 34-Jährige im Krankenhaus seinen schweren Kopfverletzungen. Nicht nur die Unfälle selbst ließen Lauda und Senna zu Legenden ihres Sports werden. Auch um die Ursachen ranken sich bis heute Spekulationen.

Von diesen und anderen Mythen der 58-jährigen Geschichte der Rennfahrer-Königsklasse erzählt der Bildband "Legenden der Formel 1". Die Fotografen Bernard Cahier und sein Sohn Paul-Henri waren seit den Anfängen immer ganz dicht dran an den Fahrern. Durch die Linse ihrer Leica haben sie sowohl rasante Manöver auf als auch intime Momente abseits der Rennstrecke eingefangen. Graham Hill, wie er gedankenverloren seinen Schnauzbart zwirbelt. Ein lachender Jackie Stewart, der sein langes Haar unter der für ihn typischen Cordmütze versteckt. Oder Michael Schumacher, der mit versteinerter Mine ins Leere starrt. Die Schwarz-Weiß-Porträts der 70 ausgewählten Fahrer geben Einblicke, was für ein Mensch sich unter Helm und Schutzanzug verbirgt.

Lampenfieber vor dem Startschuss

Vertieft werden diese durch die knappen Texte von Xavier Chimits, dem langjährigen Chefredakteur des französischen "L´ Automobile Magazine". Statt sich auf die Aufzählung der Anzahl von Grand-Prix-Siegen, Pole-Positions oder Bestzeiten zu beschränken, liefert Chimits zahlreiche Details und Anekdoten. So erfährt der Leser, dass James Hunt, Weltmeister von 1976, derart nervös war, dass er sich vor jedem Rennen vor Lampenfieber übergeben musste. Denny Hulme wiederum setzte sich bei seinem ersten Rennen in Europa 1965 in Socken ans Steuer. Die Begründung des Neuseeländers, der sich zwei Jahre später den Titel holte: "Zu Hause bin ich immer barfuss gefahren, egal, ob die Lastwagen meines Vaters oder im Rennen."

Für einige der bemerkenswertesten, und bis heute nicht mehr erreichten, Leistungen haben Juan Manuel Fangio und Jack Brabham gesorgt. Dem Argentinier Fangio reichten in den 1950er Jahren ganze 24 Siege für seine insgesamt fünf Weltmeistertitel. Eine nie wieder übertroffene Gewinnquote. Gleichzeitig lieferte Fangio 1957 auf dem Nürburgring eine der sensationellsten Aufholjagden überhaupt in der Rennsportgeschichte. Nach einem verpatzten Boxenstopp wird aus einem 28-Sekunden-Vorsprung ein 48-Sekunden-Rückstand auf die Ferrari-Piloten Peter Collins und Mike Hawthron. Doch Fangio gibt sich nicht geschlagen. Runde um Runde kämpft er sich an die "Roten" heran. Am Ende liegt er drei Sekunden vorn, Collins und Hawthron sind geschlagen.

"Er ist akrobatisch, hartnäckig, knallhart und analytisch in einem"

Jack Brabham ist der einzige Fahrer, der in seinem eigenen Auto zum Weltmeistertitel fuhr. Auch als Formel-1-Pilot war der Australier im Herzen immer Mechaniker geblieben. Brabham liebte es, selbst den Kopf unter die Motorhaube zu stecken, seine Hände in Schmieröl zu tauchen und Schrauben festzuziehen. Für seine Leidenschaft musste Brabham jedoch letztlich einen hohen Preis bezahlen. Um jedes Räuspern des Motors zu hören, verzichtete er bei seinem Rennen auf Ohrenstöpsel. Heute ist der 81-Jährige fast taub.

72 Fahrer, nicht jeder ein Weltmeister, aber jeder für sich ein Original. Geordnet sind die Protagonisten des Bildbands nach Charakterzügen: Den "Stylisten", "Romantikern" und "Akrobaten" stellen die Autoren die "Hartnäckigen", "Analytiker" und die "Harten" gegenüber. Dass die Einordnung der Formel-1-Helden in die unterschiedlichen Kategorien nicht immer ganz leicht gefallen ist, zeigt das Beispiel von Michael Schumacher. Zwar sei schnell klar gewesen, dass der siebenfache Weltmeister keinen Stylisten oder Romantiker verkörpere. Doch dann sei es auch schon schwierig geworden. "Er ist akrobatisch, hartnäckig, knallhart und analytisch in einem. Dennoch scheint das Analytische bei ihm der vorherrschende Charakterzug zu sein", schreibt Chimits im Vorwort. Die vielschichtige Persönlichkeit des Rekordchampions wird damit zum Sinnbild für die facettenreiche Geschichte, die Bernard und Paul-Henri Cahier mit ihren Porträts sowie Xavier Chimit mit seinen Worten von der Königsklasse des Rennsports zeichnen.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(