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2. Bundesliga Die 2. Liga im sportal.de-Check Teil VI


Die Absteiger und das Mittelfeld sind abgefrühstückt und somit widmet sich sportal.de im großen Check der 2. Bundesliga nun den Favoriten, die einem Zoo hätten entspringen können. Denn mit dabei ist nicht nur der majestätische Adler, auch die Familie der Zebras und die graue Maus aus dem Ruhrgebiet melden Ansprüche an.

Die Absteiger und das Mittelfeld sind abgefrühstückt und somit widmet sich sportal.de im großen Check der 2. Bundesliga nun den Favoriten, die einem Zoo hätten entspringen können. Denn mit dabei ist nicht nur der majestätische Adler, auch die Familie der Zebras und die graue Maus aus dem Ruhrgebiet melden Ansprüche an.

Zebra wechsel dich

Schon in der vergangenen Saison sah es beim MSV Duisburg lange so aus, als ob man ein Wörtchen um den Aufstieg hätte mitreden können. Ein paar Niederlagen zu viel und eine lange Liste an Verletzten machten den Traum dann zunichte. Eine Parallele gibt es aber schon jetzt zum vergangenen Jahr, erneut wird es in Duisburg eine fast komplett neue Mannschaft geben. Gut 15 Spieler verlassen die Zebras, etwa die gleiche Anzahl an neuen Spielern wird es geben.

Gut, wenn man einen Trainer wie Milan Sasic in den Reihen hat, der schon bewiesen hat, in kurzer Zeit eine homogene Einheit auf den Platz bringen zu können. Abgängen wie Olcay Sahan (Kaiserslautern), Julian Koch (BVB), Ivica Banovic (Freiburg) oder Stefan Maierhofer (Wolverhampton Wanderers) stehen Neuzugänge wie Jürgen Gjasula (FSV Frankfurt), Valeri Domovchiyski (Hertha BSC), Florian Fromlowitz (Hannover) und Vasileios Pliatsikas (FC Schalke) gegenüber.

"Das ist letztlich der Fluch unseres Erfolges, dass wir Spieler wie diese abgeben müssen", bedauert Sasic die Entwicklung auf bundesliga.de. Dabei durfte er sich aber auch darüber freuen, dass dies in den kommenden Jahren wohl anders laufen werde: "Jetzt haben wir es aber geschafft, die meisten Spieler für zwei Jahre oder noch länger an uns zu binden", erklärte er.

"Wenn ich sehe, wen der MSV Duisburg alles geholt hat, ist der Verein auch beinahe verpflichtet, oben mitzuspielen", meinte hingegen Düsseldorfs Trainer Norbert Meier und MSV-Geschäftsführer Roland Kentsch ergänzte auf derwesten.de: "Wenn alles gut läuft, spielen wir oben mit." Gegen Honved Budapest und Legia Warschau gab es Siege in Vorbereitungsspielen und wir sehen die Zebras nicht nur deswegen am Ende der Saison auf Platz drei.

Unabsteigbaren vor siebtem Aufstieg

In der vergangenen Saison verpasste der VfL Bochum nur knapp den siebten Aufstieg in der Vereinsgeschichte, als man in der Relegation nur denkbar knapp an Borussia Mönchengladbach scheiterte. Dabei war es überhaupt ein Kraftakt, diesen Platz erreicht zu haben. Gleich fünf der ersten zehn Saisonspiele gingen verloren und die Stimmung innerhalb der Mannschaft lag noch tiefer, als es der Tabellenplatz in diesem Moment vermuten ließ.

Diesen Fehlstart will Trainer Friedhelm Funkel nicht noch einmal mitmachen und erklärte auf bundesliga.de: "Wir haben hier eine ganze andere Ausgangssituation als vor einem Jahr. Hier ist etwas zusammengewachsen und darauf werden wir aufbauen." Sonderlich viele Abgänge hat der VfL nämlich nicht zu beklagen. Mahir Saglik (FC St. Pauli) und Ümit Korkmaz (Eintracht Frankfurt) hatten schon in der vergangenen Saison keinen Stammplatz, Stanislav Sestak (MKE Ankaragücü) war bereits verliehen.

Neu dabei ist Lukas Sinkiewicz, der vom FC Augsburg kam und die Mannschaft weiter verstärken wird. Ohnehin sind die Bochumer nun nahezu auf allen Positionen doppelt besetzt. Denis Berger, der aus Offenbach kam, ist neben Sinkiewicz der zweite erfahrene Akteur, daneben sicherte sich der VfL die Dienste einiger junger Talente um Hólmar Örn Eyjólfsson (West Ham United Reserves). Jonas Ermes kommt aus der eigenen Reserve.

Nach dem überzeugenden 3:0-Erfolg gegen die Glasgow Rangers ist einer der beiden Top Favoriten auf den Aufstieg - so ergab es eine Umfrage unter allen Trainern der Clubs - bestens in Form und Funkel hat die Qual der Wahl, wen er bei der Saisonpremiere einsetzen will. Gegenüber Radio Bremen erklärte er: "Ich weiß jetzt schon, dass es eine schwere Entscheidung wird. Wir dürfen ja auch nur 18 Spieler mitnehmen. Da fällt es mir schwer, den einen oder anderen Spieler zu Hause zu lassen. Denn eigentlich hat es kein Spieler verdient." Da am Ende mit Platz zwei auch der Aufstieg herausspringt, werden es ihm seine daheim gebliebenen Schützlinge verzeihen.

Der Favorit der Favoriten

Der Absteiger aus Liga eins ist der große Top-Favorit auf den Aufstieg und die Frankfurter machen selber keinen Hehl um die eigenen Ambitionen. "Wir nehmen die Rolle als Favorit an", sagte Trainer Armin Veh auf morgenpost.de. "Für die anderen Mannschaften werden es gegen uns wohl immer Endspiele sein. Damit müssen wir leben." Dabei verlor die Eintracht natürlich einige Stammspieler, die den Gang in das Unterhaus nicht mitgehen wollten.

Maik Franz (Hertha BSC), Patrick Ochs (VfL Wolfsburg), Ralf Fährmann (Schalke 04) und Halil Altintop (Trabzonspor) gingen andere Wege, zudem trennte man sich von den Defensivkräften Chris und Aleksandar Vasoski. So musste Neu-Trainer Veh einen kleinen Umbruch einleiten und konnte eine handvoll Spieler an den Main locken. Karim Matmour (Gladbach), Matthias Lehmann (FC St. Pauli), Erwin Hoffer (SSC Neapel), Stefan Bell (Mainz), Thomas Kessler (1. FC Köln), Dominik Schmidt (Werder Bremen) oder auch Constant Djakpa (Bayer Leverkusen) heißen die neuen Adlerträger.

Für Gordon Schildenfeld, der von Sturm Graz verpflichtet wurde, zahlte die Eintracht gar eine Million Euro und der Modellathlet soll für die Lufthoheit im Frankfurter Strafraum sorgen. So erklärte er auf fr-online, dass er in der abgelaufenen Meistersaison gut 94 Prozent seiner Kopfballduelle gewonnen habe.

"Wir haben einen Etat von 19 Millionen Euro, andere vielleicht die Hälfte. Da ist es doch klar, dass wir uns der Favoritenrolle stellen müssen", sagte Vorstandsvorsitzender Heribert Bruchhagen auf sz-online.de. Wie ein Favorit verhielt die Mannschaft sich auch in der Vorbereitung und fuhr fünf Siege in fünf Testspielen ein. Platz eins ist im Unterhaus vergeben und 22.000 Fans haben sich bereits eine Dauerkarte gesichert, um möglichst viele Siege sehen zu können.

Gunnar Beuth

sportal.de sportal

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