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"Sie gehören zur Nationalmannschaft": Das sagt Kanzlerin Merkel zum Erdogan-Eklat um Gündogan und Özil

Angela Merkel hat die Fußballer Gündogan und Özil nach ihrem umstrittenen Foto mit dem türkischen Präsidenten Erdogan in Schutz genommen. Die Bundeskanzlerin appellierte, die Nationalspieler bei der WM in Russland zu unterstützen. 

Das sagt Kanzlerin Angela Merkel zum Erdogan-Eklat um Gündogan und Özil

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich zu dem Bild von Ilkay Gündogan (l.) und Mesut Özil (2. v. l.) mit dem türkischen Präsidenten Erdogan (M.) geäußert (Archivbild)

Bundeskanzlerin (CDU) hat die Fans der Fußballnationalmannschaft zur Unterstützung der beiden Spieler Mesut Özil und Ilkay Gündogan aufgefordert. "Ich glaube, die beiden Spieler haben nicht bedacht, was das Foto auslöst mit dem Präsidenten Erdogan", sagte Merkel am Sonntagabend in der ARD-Sendung "Anne Will". Sie sei überzeugt, die beiden "wollten alles, nur nicht deutsche Fans in irgendeiner Weise enttäuschen".

Özil und Gündogan hatten Mitte Mai in London den türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdogan getroffen und sich mit ihm fotografieren lassen. Gündogan hielt dabei ein hellblaues Trikot seines Vereins Manchester City hoch, auf dem auf Türkisch stand: "Mit großem Respekt für meinen Präsidenten."

Angela Merkel: "Özil und Gündogan gehören zu dieser Nationalmannschaft"

Das Treffen mit Erdogan, der wegen seines repressiven Vorgehens gegen die Opposition und der Einschränkung der Menschenrechte in der Türkei international in der Kritik steht, löste in eine Welle der Empörung aus. Besonders Gündogan wurde seitdem bei Spielen der deutschen Nationalmannschaft von den Fans ausgepfiffen.

Sie habe es "sehr berührend" gefunden, dass Gündogan  trotzdem gesagt habe, er spiele gerne für Deutschland und sei gerne Spieler der deutschen Nationalmannschaft, betonte die Kanzlerin. "Ich finde, wir brauchen die jetzt alle, damit wir gut abschneiden", sagte Merkel im Hinblick auf die in wenigen Tagen beginnende Weltmeisterschaft in . "Sie gehören zu dieser Nationalmannschaft und deshalb würde ich mich freuen, wenn mancher Fan auch klatschen könnte."

Merkel schloss es trotz der aktuellen politischen Spannungen mit Russland nicht aus, ein Spiel der deutschen Mannschaft bei der Weltmeisterschaft zu besuchen. Das hänge aber von ihren sonstigen Verpflichtungen ab.

Gündogan meldet sich nach dem Pfeifkonzert zu Wort. Ein Bekenntnis zu seinem Heimatland. Das kommt nicht bei allen gut an.
fs / AFP

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